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Beendigung der Coronakrise Sehnsucht nach Rückkehr in den Arbeitsalltag

Unternehmen haben Pläne zum Wiederhochfahren des Geschäfts, Mitarbeiter stehen in den Startlöchern, so das Ergebnis einer Stepstone-Umfrage.

Arbeit und Coronavirus | Karriere.de / KA |

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie befindet sich die deutsche Wirtschaft im Ausnahmezustand. Die Frage, wie lange dieser Zustand anhält, beschäftigt sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter. Was geschieht nach dem 3. Mai?

Die Online-Jobplattform StepStone hat parallel zur Beratung von Bund und Ländern am Mittwoch rund 11.400 Personen befragt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor und machen deutlich: Vier von fünf Befragten sehen die Zeit gekommen, wieder zum Arbeitsalltag zurückzukehren. Deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen verfügen demnach bereits über einen Plan zum Wiederhochfahren ihres Geschäfts.

„Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind sich überraschend einig: Sie sind motiviert und bereit, die Rückkehr in den Arbeitsalltag zu organisieren“, sagt Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei StepStone. Verantwortungsvoll optimistisch sei auch die Stimmung der Fach- und Führungskräfte zu bezeichnen. „Das merken wir etwa an den Anstrengungen der Unternehmen in Sachen Gesundheitsschutz und an dem Wunsch der Mitarbeiter, weiterhin vom Homeoffice aus arbeiten zu können.“

Die Ergebnisse im Überblick:

Mehrheit findet Rückkehr in den Job notwendig

Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist groß. Die meisten Unternehmen glauben nicht, dass sie schnell wieder die Umsätze wie vor der Krise erreichen können.

• Die Unternehmen sind startklar: 79 Prozent der Führungskräfte finden es richtig, ab Mai wieder den Betrieb aufzunehmen.
• Auch eine deutliche Mehrheit der Mitarbeiter begrüßt es, Anfang Mai wieder zum Arbeitsplatz zurückzukehren (82 Prozent).
• Für die Mitarbeiter sind die negativen Auswirkungen der Krise spürbar: 38 Prozent sehen die Sicherheit des Arbeitsplatzes langfristig gefährdet, mehr als 35 Prozent geben an, bereits finanzielle Probleme zu haben.
• Zwei Drittel der Unternehmen prognostizieren, dass es bis zu sechs Monate dauern könnte, um wieder auf die Umsätze von vor der Krise zu kommen.

Unternehmen sehen Politik in der Pflicht

Schwieriges Hygieneverhalten: Es fehlt an Masken und Tests.

• Drei von vier Führungskräften fordern umfassende Aufklärung zu Hygieneverhaltensregeln, Bereitstellung von Antikörpertests und Atemschutzmasken sowie die Wiederöffnung von Kindertagesstätten und Schulen.
• Eine Unterstützung bei der Finanzierung zusätzlicher Räumlichkeiten, um den Mindestabstand im Büro einzuhalten, empfinden nur knapp 30 Prozent als notwendig.

Großteil der Unternehmen verfügt über Back-to-Business-Konzept

Die meisten Unternehmen sind mindestens auf eine stufenweise Rückkehr vorbereitet.

• 56 Prozent verfügen über einen weit fortgeschrittenen oder sogar finalen Plan zum Wiederhochfahren des Betriebs, nur ein Viertel hat noch keinen vorliegen.
• 43 Prozent der Unternehmen planen eine stufenweise Rückkehr in den normalen Arbeitsbetrieb innerhalb der nächsten Wochen, 38 Prozent planen die Rückkehr sofort und umgehend. 40 Prozent der Mitarbeiter befürworten eine stufenweise Rückkehr, rund ein Viertel möchte sofort zurückkehren.
• Die Unternehmen planen konkrete Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter: Der Großteil gibt an, Hygieneregeln zu gewährleisten und zu kommunizieren (82 Prozent), Desinfektionsmittel bereitzustellen (79 Prozent), Homeoffice zu ermöglichen oder zu verlängern (69 Prozent) und die Abstände zwischen den Beschäftigten zu vergrößern (60 Prozent).

Mitarbeiter vertrauen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit

Gesundheitskonzepte sind jetzt gefragt.

• Sorge um die eigene Gesundheit hat nur gut jeder fünfte Arbeitnehmer beim Wiedereinstieg in den Job. 79 Prozent vertrauen ihrem Arbeitgeber, dass dieser ihren Gesundheitsschutz gewährleistet.
• Über 80 Prozent der Unternehmen sind optimistisch, den Schutz der Mitarbeiter (mit Einschränkungen) sicherstellen zu können. 53 Prozent verfügen bereits über ein Gesundheitskonzept.

Was bleibt? Uneinigkeit beim Thema Krisenmanagement

Lehren aus der Krise ziehen zurzeit nur die wenigsten.

• Trotz der aktuellen Erfahrungen mit einer Krisensituation planen nur 5 Prozent der Unternehmen in ihre Krisenfestigkeit zu investieren. Für 38 Prozent ist das zwar ein wichtiges To Do, fast 60 Prozent ziehen jedoch keine Konsequenzen.
• In diesem Punkt sind die Mitarbeiter anderer Meinung: 74 Prozent halten es für angebracht, dass Unternehmen sich besser für Krisen wappnen sollten.

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