Anschreiben Das ist wichtig für den ersten Satz

Besonders wichtig beim Anschreiben ist der erste Satz – und ebenso gefürchtet bei Bewerbern.

Katja Stricker |

Das ist wichtig für den ersten Satz

Volltreffer mit dem ersten Satz: So gewinnen Sie das Unternehmen für sich!

Foto: contrastwerkstatt/Fotolia.com

"80 Prozent der Bewerber starten mit abgedroschenen Standardformulierungen wie 'Hiermit bewerbe ich mich...', die bei Personalern nur ein müdes Gähnen hervorlocken", sagt Jürgen Hesse von Hesse/Schrader, Leiter des Büros für Berufsstrategie in Berlin und Autor ("Training Initiativbewerbung"). "Deshalb ist die Chance gut, es besser zu machen, indem der Bewerber versucht, zu überraschen und neugierig zu machen." Ein guter Einstieg ist beispielsweise, einen Zusammenhang zwischen dem Unternehmen und den eigenen Fähigkeiten herzustellen. Das kann im Idealfall sogar auf unterhaltende Art und Weise geschehen. 

Vorab-Kontakt erleichtert Einstieg

Wesentlich leichter hat es ein Bewerber, der bereits vorab mit einem konkreten Ansprechpartner im Wunschunternehmen telefoniert hat: Er kann in den ersten Sätzen seines Anschreibens einfach auf das Telefonat und konkrete Aussagen daraus Bezug nehmen. Doch diesen Erstkontakt per Telefon herzustellen, also einfach zum Hörer zu greifen und sich am Telefon kurz vorzustellen – das fällt den wenigsten Jobsuchenden leicht. Gerade, wenn man nervös ist, verhaspeln sich viele Bewerber und kommen nicht auf den Punkt. Um für die Kurzvorstellung gewappnet zu sein, sollten sich Bewerber schon im Vorfeld ein eigenes Bewerberprofil erarbeiten und ausformulieren. 

Bei Berufseinsteigern könnten beispielsweise zwei bis drei Studienschwerpunkte und Praktika im Fokus stehen. Berufserfahrene fassen kurz bisherige Tätigkeitsschwerpunkte sowie Branchen- und Führungserfahrung zusammen – und bauen dabei wichtige Signalwörter aus dem jeweiligen Jobumfeld ein.

Dabei zählen Klarheit und Prägnanz: "Denken Sie wie ein Unternehmen – und bringen Sie Ihr Angebot auf den Punkt", rät Bewerbungscoach und Autor Jürgen Hesse aus Berlin. "Kurze, prägnante Slogans wie in der Werbung bleiben hängen."

Mit echtem Interesse beim Personaler punkten

Neben dem Bewerberprofil sollten Sie ein bis zwei konkrete Fragen für Ihr Gespräch in petto haben, um dem Personalverantwortlichen an der anderen Leitung klar Ihr echtes Interesse zu signalisieren und weitere Anknüpfungspunkte für die spätere Bewerbung zu schaffen. Und Gründe nennen, warum Sie sich gerade für das Unternehmen als potenziellen neuen Arbeitgeber entschieden haben.

Wichtig: Notieren Sie sich am Ende des Gesprächs auf jeden Fall den Namen Ihres Gesprächspartners und lassen sie ihn sich, wenn notwendig, ruhig auch noch einmal nennen oder sogar buchstabieren. Wer über die Zentrale kam, sollte nach der Durchwahl-Nummer beziehungsweise nach der persönlichen E-Mail-Adresse fragen, damit die folgende auf das Gespräch folgende Bewerbung auch auf dem richtigen Schreibtisch landet.

Wer sich auf eine konkrete Stellenanzeige bewirbt, sollte sich dabei möglichst nah an den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle orientieren und ein bis zwei Fähigkeiten oder Qualifikationen nennen, die für die Position laut Stellenanzeige unbedingt benötigt werden – und die der Bewerber mitbringt. Das sollte also gleich am Anfang stehen!

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