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Wie werde ich reich? Diese sieben Erfolgstricks können Sie sich von Millionären abgucken

Millionäre haben eine besondere Einstellung zum Geld. Ihr Geheimnis lüftet Autor Gunnar Kessler in seinem Buch „Geld“. Hier kommen die wichtigsten Erfolgstricks.

Von Anne Koschik |

Diese sieben Erfolgstricks können Sie sich von Millionären abgucken

Zugänglicher Milliardär

Von Richard Branson (links) hat "Money-Mentor" Gunnar Kessler gelernt, was für die erste Million wichtig ist.

Foto: gunnarkessler.com

So wie das Pflicht-Fach Wirtschaft im deutschen Schulsystem fehlt, gibt es auch keine allgemeine „Finanzbildung“: Das heißt, Menschen haben nie von der Pike auf gelernt, „wie Geld funktioniert und wie man reich wird“, sagt Gunnar Kessler.

Das will der 40-jährige selbsternannte „Money-Mentor“ ändern: Bis 2025 will er einer Million Familien den „direkten Internet-Weg zur finanziellen Freiheit“ zeigen.

Möglichkeiten zu finanziellem Reichtum zu gelangen seien genügend da: Allein in Hamburg gibt es laut D.A.CH-Vermögensreport über 40.000 Millionäre. Und acht Milliardäre. Die Frage sei eben nur: Wie lassen sich die Zugänge geschickt nutzen?

In seinem gerade erschienenen Buch „Geld“ schildert  Kessler, was Reiche ihren Kindern über lukrative Geschäfte beibringen.

Um hinter ihr Geheimnis zu kommen, hat er sich selbst auf die Suche begeben, hat Milliardäre wie Richard Branson getroffen, zahlreiche Millionäre ausgehorcht und die Erfolgsrezepte bekannter Coaches und Lebensphilosophen studiert.

Denn auch Kessler stammt nicht aus einer begüterten Familie, sondern war bis zu seinem 25. Lebensjahr immer knapp bei Kasse.

Während seiner Ausbildung zum Bürokaufmann lebte der gebürtige Dresdner zeitweise sogar im Auto und von Lebensmittelspenden seiner Kollegen.

Der dümmste Rat seines Lebens

Bei seinem Streben nach finanzieller Unabhängigkeit sei auch er zunächst auf „den dümmsten Rat meines Lebens“ hereingefallen, nämlich sein Hobby zum Beruf zu machen, sagt er. „Das habe ich versucht und habe mich im Jahr 2002 mit drei Freunden selbstständig gemacht – mit Diskothekenbeleuchtungen und Eventmanagement.“

Da aber allen die Erfahrung und jegliches kaufmännische Grundverständnis gefehlt habe, dauerte es kein Dreivierteljahr, „da war es schon vorbei“.

Den Impuls, nach der Pleite umzudenken, lieferten ihm die Bücher des Bestsellerautors Tony Robbins, der auch schon US-Präsident Bill Clinton oder Ausnahmesportler wie Mike Tyson oder Andre Agassi beraten hatte. Seine wichtigste Frage: „Wohin führt dich dein Lebensweg in 30 Jahren?“

Als Kind hatte Kessler darauf immer eine Antwort: Nein, er wollte nicht Lokführer oder Arzt werden, sondern immer nur „reich, frei und glücklich“. Darauf habe er sich schließlich besonnen und überlegt: Wie kannst du das schaffen? Und wo sind solche Vorbilder?

Auf der Suche nach Millionären

So und mit einem guten Schuss Unverfrorenheit landete er schließlich bei den Millionären. Buchstäblich. Denn er fuhr zu ihnen und klingelte, um sie persönlich zu fragen, wie sie es geschafft hatten, sich solch schöne Häuser leisten zu können.

Nicht ein einziges Mal sei er weggeschickt worden, sagt er. Bestimmt 50, 60 solcher Gespräche habe er geführt. Intensive Gespräche. Mit der Erkenntnis: „Die meisten Reichen – ob jung oder alt – hatten etwas mit dem Internet zu tun. Und die meisten Gesprächspartner waren Unternehmer oder Selbstständige.“

Damit war sein Einstieg in die erste eigene Million gelegt. Er suchte überall nach Problemen, die Menschen umtrieben, und fand dafür Lösungen, fasste diese in E-Books zusammen, die er online vertrieb. Und verdiente so – zunächst recht zaghaft – sein erstes Geld im Internet.

„Das Geld, das wir verdienen, ist der Maßstab für einen Wert, den wir anderen liefern“, lernte er von einem der erfolgreichsten Unternehmer der Welt, Richard Branson auf einem MasterMind in California. Diese Aussage war fortan Maßstab für ihn.

Ein Besuch auf dem Internet Marketing Kongress (IMK) in Berlin zeigte schließlich, dass wenige Coaches und Gurus aus wirklicher Erfahrung lehren.

Das muss sich ändern, dachte er und begann zu zeigen, was er in verschiedenen Projekten wirklich leistet. Keine Theorien, sondern Erfahrung und reine Praxis, die funktioniert. So entstand sein Coaching-Business. Mit diesen Erfolgstricks:

Trick 1: Überlegen Sie sich ein klar definiertes Ziel

Jeder Selfmade-Millionär hat ein klar definiertes Ziel, was seine Lebensführung, seine Beziehungen, seine Bildung betrifft. Und jeder Millionär weiß genau, warum er dieses Ziel oder diese Ziele erreichen will oder muss.

Trick 2: Freuen Sie sich auf Ihr Ziel

Das definierte Ziel muss mit positiven Emotionen verknüpft werden. Das führt zu einem unbedingten Wollen.

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Wenn Menschen ihr Leben so planen würden wie ihren Urlaub, wäre bereits 90 Prozent erledigt. Denn da wissen die meisten sehr genau, was Sie wollen: ein tolles Hotel, Luxus oder Abenteuer, Mietwagen oder Fahrrad. Und darauf arbeiten Sie zu, legen alles genauso fest, damit sie möglichst all das erleben, was sie sich vorgestellt haben. 

Trick 3: Denken Sie nicht zuerst an Probleme – denken Sie an Lösungen

Die meisten Millionäre sind lösungsorientiert: Sie wissen genau, was positiv ist und wohin sie wollen.

Es ist wichtig, sich auf dieses Ziel zuzubewegen und nicht im Vorfeld als Erstes darüber nachzudenken, was auf diesem Weg alles schieflaufen könnte. Damit bewegt man sich weg von den wesentlichen Dingen: Es ist schlichtweg ein falsches Signal, sich ein mögliches Scheitern und die damit verbundenen Folgen vorzustellen.

Denn wer sich auf das Problem konzentriert, ist genauso „gut“ beraten, wie ein Autofahrer, der nur in den Rückspiegel schaut, aber nicht nach vorn. Probleme müssen erkannt und benannt werden. Und anschließend wird überlegt: "Was ist die Lösung? Wo soll es hingehen? Was muss besser gemacht werden, um das Problem zu lösen?"

Der klare Fokus liegt also darauf, was passieren soll. Und nicht auf etwas, das man nicht will! So wie der Autofahrer nach vorn durch die Windschutzscheibe auf die Straße schaut, statt permanent beim Blick in den Rückspiegel das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Trick 4: Übernehmen Sie Eigenverantwortung

Manche Menschen fragen sich immer im Vorfeld, warum Dinge nicht gehen und wer Schuld hat. Aber für ihr Leben und ihre finanzielle Situation sind sie selbst verantwortlich. „Dein Kontostand ist deine eigene Schuld, er ist das Resultat deiner Handlung.“ Darüber sollte sich jeder im Klaren sein.

Trick 5: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen

Die meisten Menschen haben keinen Überblick über ihre Finanzen. Aber: Alle reichen und erfolgreichen Menschen haben diesen Überblick. Den muss man sich tatsächlich selbst erarbeiten, ein Steuerberater ist da keine wirkliche Hilfe.

Jeder sollte wissen, welche Ausgaben er zu welchem Zeitpunkt leisten muss. Eine jährlich wiederkehrende Rechnung (laufende Posten) sollte niemanden wirklich negativ überraschen. 

Trick 6: Verknüpfen Sie Ihre Einstellung zum Geld mit positiven Emotionen

Mit dem Besitz von (Bar-) Geld ist viel Negatives verknüpft. Das kann jeder bei sich selbst testen. Wer viel Geld bei sich trägt, hat Angst, es zu verlieren, bestohlen zu werden oder es direkt auszugeben. Eine emotionale Achterbahn beginnt. Und warum? Es passiert schließlich nichts Schlimmes, wenn ich Geld bei mir trage und es behalte.

Der Großteil unserer Handlungen liegt außerhalb unseres Bewusstseins und wird vom Unterbewusstsein gesteuert. Ist im Unterbewusstsein das Thema Geld negativ behaftet, werden auch unsere Handlungen unbewusst dahin führen, kein Geld zu haben, denn das Unterbewusstsein sorgt dafür, dass wir negative Dinge vermeiden.

Geld zu besitzen soll aber nicht bedeuten, es zu horten. Hier gilt: Investieren Sie Ihren Überschuss, damit er sich vermehrt.

Trick 7: Sorgen Sie für multiple Einkommensquellen

Es reicht nicht – so wie in den meisten Jobs –, im Jahr nur seine Zeit gegen Geld zu tauschen. Wichtig ist zu lernen, wie man Geld verdient, wenn man nicht arbeiten geht.

Ein Überschuss sollte deswegen beispielsweise nicht in eine Wohnung fließen, die nur mir selber nützt. Denn sie bringt mir monatlich keinen Gewinn. Eine Wohnung, die ich weitervermiete, aber schon. Hinzu kommt die Wertsteigerung, die ich bei späterem Verkauf erzielen kann.

Und dann eben das Internet: Es lohnt sich, eine Webseite mit Shop und automatisiertem Fullfilment/Versand zu erstellen. Eine Investition von zum Beispiel 10.000 Euro bringt über den Verkauf der Waren schnell ein Vielfaches der Kosten als Umsatz ein und macht zum Beispiel 50.000 Euro Gewinn pro Jahr.

Auch eine Webseite, die einen Videokurs mit einer Problemlösung verkauft, kann sehr gewinnbringend sein, wie die Erfahrung zeigt. Einmal eingerichtet, verkauft diese Webseite die Dienstleistung schließlich auch dann an Kunden, wenn der Inhaber der Webseite selbst nicht aktiv daran arbeitet.

Wenn eine Einkommensquelle versiegt, muss es einen nicht umtreiben. Und wenn die Hälfte wegbricht, müssen die anderen 50 Prozent der Einkommensquellen zum Leben reichen.

Ideal ist es also, sich hier des Internets als Einkommensquelle zu bedienen. Denn im Internet arbeitet alles weiter, wenn es automatisiert ist.

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