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Top 5 Faktoren So können Sie Ihr Gehalt individuell beeinflussen

Ohne Bereitschaft zum Jobwechsel funktioniert es oft nicht.

Gehaltsvergleich | karriere.de |

Nur Mut! Wer mehr verdienen möchte als der Durchschnitt – und der liegt laut Stepstone Gehaltsreport 2019 bei rund 58.100 Euro, sollte sich genau informieren und wechselbereit sein.

Für manche bedeutet das, sich regional flexibel zu zeigen, andere müssen genau abwägen, ob ihnen ihr angestammter Arbeitsplatz wichtiger ist als ein innovatives Erlebnis bei einem neuen Arbeitgeber, das sich auch auszahlt.

Klar ist: Unternehmen in Deutschland zahlen ihren Fach- und Führungskräften zwar hohe Gehälter, sind aber häufig tarifgebunden. Schon da entstehen Unterschiede zwischen vergleichbaren Tätigkeiten in denselben Berufsfeldern.

Ein Marketingspezialist verdient zum Beispiel in der Chemiebranche mehr als im Handel, ein Ingenieur im modernen Maschinenbau mehr als in der Bauindustrie. Klar ist auch, dass bestimmte Berufe per se für hohe Gehälter prädestiniert sind: So sind Ärzte Deutschlands Top-Verdiener und haben mit im Schnitt rund 77.400 Euro brutto im Jahr fast 80 Prozent mehr Geld auf dem Gehaltszettel als Handwerker.

Doch das ist es nicht allein: Ein besonderer Abschluss kann das Gehalt ebenso aufwerten wie Expertenwissen, Erfahrung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Hier kommen die einflussreichsten Faktoren, die Online-Jobplattform Stepstone nach Auswertung der Gehaltsangaben von rund 85.000 Fach- und Führungskräften ermittelt hat:

1. Qualifikation

Mit der Wahl des Studienfachs beeinflussen Fachkräfte ihr zukünftiges Gehalt entscheidend. Mit den höchsten Gehältern können Absolventen von Medizinstudiengängen (81.608 Euro) und angehende Wirtschaftsingenieure (74.260 Euro) rechnen.

Grundsätzlich verdienen Akademiker rund 40 Prozent mehr im Vergleich zu Fach- und Führungskräften ohne akademischen Abschluss.

Ein Studium macht auch innerhalb einzelner Berufsgruppen einen Unterschied: Im Marketing kommen Akademiker auf durchschnittlich 22 Prozent mehr Gehalt als ihre Teamkollegen ohne Studienabschluss.

2. Führungsverantwortung

Im Schnitt bringt die Übernahme von Führungsverantwortung ein Drittel mehr Gehalt. Dabei gilt: Je höher die Zahl der Mitarbeiter, für die man verantwortlich ist, desto höher auch das Gehalt.

Während Führungskräfte, die maximal vier Mitarbeiter verantworten, im Schnitt 57.300 Euro verdienen, bekommen Vorgesetzte von 15-49 Mitarbeitern bereits 75.500 Euro.

Wer mehr als 100 Mitarbeitern überstellt ist, verdient im Schnitt sogar 102.500 Euro.

3. Branche

Gleiche Positionen werden in Unternehmen verschiedener Branchen unterschiedlich vergütet. Rund 20 Prozent über dem Durchschnitt liegen beispielsweise die Gehälter in der Chemie- oder der Pharmabranche, während qualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen Öffentlicher Dienst oder Personaldienstleistungen mit ihrem Gehalt deutlich unter dem Durchschnitt liegen.

4. Region

Auch der Standortfaktor spielt bei der Gehaltsfrage eine große Rolle. Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sind die Bundesländer mit den höchsten Gehältern, die über 62.000 Euro im Jahr liegen.

Zum Vergleich: Am anderen Ende finden sich die östlichen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In diesen Regionen liegt der Lohnspiegel rund 30 Prozent unter dem Gehaltsdurchschnitt im Westen Deutschlands.

5. Unternehmensgröße

Die Faustregel lautet: Je größer das Unternehmen, desto höher die Gehälter.

In Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern verdienen Fachkräfte mit 66.810 Euro rund 25 Prozent mehr als Mitarbeiter in kleinen Unternehmen, in denen weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Sicher ist: Konzerne bieten auf jeden Fall 15 Prozent mehr als die durchschnittliche Fach- und Führungskraft in Deutschland. Dennoch ist Hinschauen gefragt: Zahlreiche Mittelständler sind sogenannte Hidden Champions, also Weltmarktführer auf ihrem Gebiet, und können als solche mit ihren Gehaltsangeboten mindestens so attraktiv sein wie ein Konzern.

Außerdem bieten sie oft schnellere Karrieremöglichkeiten und eine tolle Arbeitsatmosphäre. Doch das ist die schwierige Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.

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