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Karriereplanung Mehr Gehalt oft nur dank Jobwechsel

Wenn Arbeitnehmer mehr verdienen wollen, müssen sie meistens den Job wechseln. Ein Drittel aller Arbeitskräfte hat erst durch die Besetzung einer neuen Arbeitsstelle eine Gehaltserhöhung durchgesetzt. Das bestätigt eine neue Studie.

Gehalt | Von Anne Koschik |

Mehr Gehalt oft nur dank Jobwechsel

Karriereplanung: Wie gelingt der Aufstieg?

Häufiger Jobwechsel bringt das erwartete Gehaltsplus.

© mauritius images

Knapp ein Fünftel der Arbeitskräfte hat für mehr Geld sogar den Arbeitgeber gewechselt, ergab die repräsentative Befragung im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half. Unternehmen danken es ihren Mitarbeitern demnach nicht, wenn sie der Firma treu bleiben wollen.

Nur bei einem internem Wechsel oder einer Beförderung gab es in der Regel eine höhere Vergütung. Oder es stand eine unternehmensweite Gehaltserhöhung auf dem Programm bzw. ein neuer Tarifvertrag wurde fällig.

Vernünftiges Gehaltsplus:
Anerkennung für gute Leistungen und Unternehmenstreue

„Arbeitnehmer, die in einen Job mit neuer Verantwortung wechseln – ob beim aktuellen oder einem neuen Arbeitgeber –, sollten natürlich mehr Geld verdienen. Bedenklich ist, wenn es für gute Leistungen und Weiterentwicklungen in der aktuellen Position keine spürbaren Gehaltssteigerungen gibt“, findet Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half.

Nicht einmal zehn Prozent der Umfrageteilnehmer erhielten für die Erreichung von vorbestimmten Zielen ein Gehaltsplus. Und die, die zusätzliche Aufgaben wahrnahmen, wurden nur zu sechs Prozent mit mehr Geld entlohnt.

Ein finanzielles Dankeschön für lange Betriebszugehörigkeit konnten nur acht Prozent der Arbeitnehmer für sich verbuchen.

Verwehrtes Gehaltsplus:
Abwanderung zur Konkurrenz

„Für Mitarbeiter ist ein Gehaltsplus eine wichtige Wertschätzung. Bleibt sie verwehrt, kann das zu steigenden Kündigungsraten führen“, gibt Managing Director Umbs zu bedenken. Und Neueinstellungen könnten dann wiederum zu höheren Gehältern führen.

Diese Spirale schade beiden Seiten. Denn einerseits wanderten wertvolle Arbeitskräfte nicht selten zur Konkurrenz ab. Es koste die Unternehmen zudem Zeit und Geld, neue und vor allem Fachkräfte zu rekrutieren.

Auf der anderen Seite gingen die Arbeitnehmer ein hohes Risiko ein, in ihrem neuen Job nicht das zu finden, was ihnen zusagt, oder sogar in der Probezeit gekündigt zu werden.

Mögliches Gehaltsplus:
Mit Verhandlungsgeschick 

Möglicherweise lohnt es sich also, für das Verbleiben im Unternehmen eine bessere Verhandlungsstrategie zu entwickeln.

Denn eine weitere Robert-Half-Studie unter 500 Führungskräften zeigt, dass lediglich neun Prozent der HR-Verantwortlichen keine Gehaltserhöhungen in ihrem Verantwortungsbereich planen. 91 Prozent haben demnach Gehaltserhöhungen veranschlagt.

Die voraussichtliche erwartete Gehaltssteigerung beträgt dabei durchschnittlich knapp acht Prozent.    

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