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Jobs mit Zukunft Warum es sich lohnt, sich im Gesundheitswesen zu bewerben

Spezialisten verdienen schon nach dem Studium 62.000 Euro.

Von Anne Koschik |

Nicht nur Ärzte gehören zu den Top-Verdienern im Gesundheitswesen. In Zeiten, in denen Menschen zunehmend älter werden, entstehen neue Anforderungen – und neue Berufsbilder. Allerdings zeigt sich nicht auf jedem Gehaltszettel, welche gesellschaftlichen Werte in manchen Berufen stecken.

Zum Beispiel bei den Pflegekräften: Frauen werden im Schnitt 83 Jahre alt, Männer 78 – damit leben sie 4 Jahre länger als noch vor 20 Jahren. Doch Menschen verbringen so tendenziell auch mehr Jahre in Krankheit – da bedarf es guter Pflegekräfte.

Seit 2012 hat sich die Nachfrage nach Pflegekräften fast verdreifacht, wie der -Fachkräfteatlas der Jobplattform Stepstone zeigt. Doch das Durchschnittsgehalt in diesem Berufsfeld liegt mit 47.500 Euro deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt für Fachkräfte (59.000 Euro). 

Mehr Verantwortung – mehr Geld

Doch wer verdient gutes Geld im Gesundheitswesen? In die obere Gehaltsschiene gehört der Medizinproduktberater mit 58.800 Euro. Außerdem stehen Fachkräfte mit Personalverantwortung sehr gut da: Ab der mittleren Managementebene (zum Beispiel Teamleitung) haben sie 10.000 Euro mehr in der Gehaltstüte als normale Fachkräfte.

Wer Bereichsleiter ist, verdient mit 61.000 Euro bereits überdurchschnittlich gut.

Das Angebot an Gesundheits-Jobs ist vielfältig. Aber wie in kaum einem anderen Berufsfeld liegen zwischen den einzelnen Gesundheitsberufen teils große Gehaltsunterschiede.

Vom Physiotherapeuten, der in München laut Stepstone-Erhebung auf 32.600 Euro bis hin zum Pflegedienstleiter, der 56.100 Euro verdient. Dazwischen ist der Krankenpfleger mit 36.800 Euro angesiedelt. 

Auch der auf dem Arbeitsmarkt so händeringend gesuchte Altenpfleger erzielt nur ein Jahresgehalt von 37.400 Euro. Wer als Zahnarzthelfer arbeitet, muss mit nur 29.600 Euro zurecht kommen.

Akademikertitel macht sich im Gehalt bemerkbar

Was die Stepstone-Auswertung auch zeigt: Ein akademischer Abschluss zahlt sich aus. Bei Medizinern und in der Forschung ist das unmittelbar der Fall.

In anderen Gesundheitsberufen zählt Durchhaltevermögen, dort steigt das Gehalt erst mit der Berufserfahrung. Spezialisten aber beginnen gleich nach ihrem Studium im Gesundheitsbereich mit 62.000 Euro im Jahr.

Zum Vergleich: Fachkräfte ohne akademische Ausbildung bekommen jährlich nur 39.300 Euro – das ist ein gutes Drittel weniger.

Interessant ist: Bloß 18 Prozent der Fachkräfte, die einen Gesundheitsberuf ausüben, haben studiert. 

Regionen mit Top-Gehältern in Gesundheitsberufen

Bleibt die Frage, wo es in der Gesundheitsbranche Top-Gehälter gibt?

In Frankfurt verdienen Fachkräfte mit Gesundheitsjobs im Jahr durchschnittlich 58.000 Euro im Jahr. Das sind 22 Prozent mehr, als der Durchschnitt verdient.

Darauf folgen die Landeshauptstädte München mit 57.100 Euro sowie Stuttgart und Düsseldorf mit jeweils 53.300 Euro durchschnittlichem Jahresbrutto.

Beim Vergleich der Bundesländer zeigt sich ein ähnliches Bild: Hessen, Hamburg und Bayern sind die Tabellenführer.

In den neuen Bundesländern verdienen Angestellte in Gesundheitsberufen weniger. In Sachsen sind es nur 37.800 Euro. Damit liegt das Jahreseinkommen hier 20 Prozent unter dem Durchschnitt.

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