Gehaltsreport In diesen Städten verdienen Sie am meisten

Gleicher Studienabschluss, gleiche Branche – und trotzdem verdienen Sie weniger als andere? Das muss nicht am fehlenden Verhandlungsgeschick liegen. Ein möglicher Grund für den Gehaltsunterschied: der Arbeitsort.

Gehalt | Von Eva Neukirchen |

In diesen Städten verdienen Sie am meisten

Frankfurt ist begehrt

Schon allein die Bankenbranche lockt Fach- und Führungskräfte mit hohen Gehältern.

© imago blickwinkel

Frankfurt, München und Stuttgart – das sind laut Gehaltsreport der Jobplattform Stepstone die Städte, in denen aktuell die höchsten Gehälter gezahlt werden. Für die Studie wurden im Herbst Gehälter von rund 85.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland ausgewertet

Zu diesen drei Top-Städte passen auch die jeweiligen Top-Branchen, die in diesen Regionen eine große Bedeutung haben: Finance, Automotive, Medizintechnik und Maschinenbau sind hier stark. Am besten bezahlen in Deutschland aber die Banken: Laut Stepstone-Studie liegt das Durchschnitts-Jahres-Gehalt in dieser Branche bei 70.823 Euro.

Auch der Gehaltsatlas der Plattform gehalt.de zeigt, dass das Lohnniveau in Hessen besonders hoch ist – aktuell liegt es bei 114,1 Prozent. Heißt: Das Einkommen ist dort um 14 Prozentpunkte höher als im Rest der Republik.

Bei einem Vergleich der Landeshauptstädte macht Stuttgart das Rennen. Mit einem Gehaltsniveau von 124,8 Prozent liegt die Hauptstadt von Baden-Württemberg auf dem ersten Platz – dicht gefolgt von München mit 124,4 Prozent. Düsseldorf liegt mit 117,7 Prozent auf dem dritten Platz.

Große Verdienstlücke zwischen Ost und West

Laut Gehalt.de klafft bei der Bezahlung immer noch ein großes Loch zwischen Ost und West: Die Fach- und Führungskräfte in den alten Bundesländern verdienen fast 24 Prozent mehr als ihre Kollegen im Osten. Immerhin: Die Gehaltskluft ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte geringer geworden.

Dr. Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de, sieht für das weiter hohe West-Ost-Gefälle hauptsächlich drei Gründe:

1. Großunternehmen fehlen
2. überwiegend ländlich geprägter Raum
3. geringere Forschungs- und Innovationsaktivitäten

So verwundert es nicht, dass im Verdienstvergleich die Landeshauptstädte aus dem Osten auf den unteren Rängen stehen: Erfurt (84,4 Prozent), Potsdam (84,2 Prozent) und Schwerin (78,3 Prozent).

Doch auch wenn ein neues Jobangebot aus einer der Top-3-Städte Deutschlands locken sollte: Ein Blick auf die Ausgabenseite lohnt sich. Denn die Lebenshaltungskosten im Osten sind immer noch geringer als im Westen. Kosten für den Nahverkehr, Kinderbetreuung und Freizeit? In Frankfurt, München und Stuttgart höher als in anderen Städten.

In München gehen 27 Prozent des Verdienstes für die Miete drauf

Das gilt auch für die Miete. Laut einer Analyse des Immobilien-Spezialisten Empirica gehören die drei Städte zu denen, in denen hierzulande die höchsten Mieten gezahlt werden müssen.

Beispiel München: 27 Prozent des monatlichen Verdienstes gehen dort allein für das Wohnen drauf. Zu dem Ergebnis kommt eine gemeinsame Analyse von Stepstone und dem Immobilienportal immowelt.de aus dem vergangenen Jahr. In dem Ranking landet die Banken-Metropole Frankfurt gleich auf dem nächsten Platz. Für die Miete müssen dort 21 Prozent des Gehaltes eingeplant werden.

„Das Leben in Trend-Städten wie Berlin, Hamburg und München ist begehrt, aber auch sehr teuer“, sagte Immowelt-CEO Carsten Schlabritz. Für Unternehmen aus günstigeren Städten sieht er eine Chance: „Arbeitgeber aus mittleren Großstädten mit günstigeren Mieten können diesen Standortfaktor nutzen, um hochqualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.“

Das sollten vor allem Unternehmen in Dortmund versuchen. Denn die Ruhrpott-Stadt bot bei der Analyse aller Städte mit mehr als 500.000 Einwohner das günstigste Verhältnis zwischen Verdienst und Mietkosten. Durchschnittlich 580 Euro kostete dort eine Wohnung. Das entspricht einem Wohnkostenanteil von nur 12 Prozent am mittleren Brutto-Einkommen für Fach- und Führungskräfte.

Welches Netto-Gehalt können Sie in Ihrem Traumjob erreichen?

karriere.de stellt Ihnen einen Rechner zur Verfügung, bei dem Sie ausprobieren können, was für Sie – nach Abzug der Steuer und Sozialabgaben – übrig bleibt. Oder ob es sich für Sie lohnt, das Bundesland zu wechseln.

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