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Gehalt Wie viel Geld wir in unserem Berufsleben verdienen

Eine neue Studie zeigt, wie sich das Lebenseinkommen nach Branche, Ausbildung und Geschlecht unterscheidet.

Von Michael Scheppe |

Ausbildung oder Studium? Mann oder Frau? Angestellter oder Manager? All das hat Einfluss darauf, wie viel Geld wir in unserem Leben verdienen. Und die Unterschiede sind mitunter beträchtlich, wie eine Auswertung von Gehalt.de zeigt. Die Vergütungsexperten der Plattform haben über 740.000 Datensätze ausgewertet. Karriere.de kennt die wichtigsten Ergebnisse.

Ausbildung oder Studium – was lohnt sich finanziell?

Immer mehr junge Menschen in Deutschland beginnen ein Studium, erhoffen sich dadurch ein höheres Gehalt. Dabei starten sie viel später ins Erwerbsleben als diejenigen, die eine Ausbildung beginnen. Dennoch zahlt sich das Studium aus: Akademiker verdienen im Laufe ihres Lebens 2,8 Millionen Euro, Nicht-Akademiker nur 1,8 Millionen.

Im Alter von 35 Jahren haben Akademiker bereits 593.000 Euro verdient und damit Beschäftigte ohne akademischen Abschluss überholt (574.000 Euro).

Gehalt.de hat das Brutto-Lebenseinkommen ausgewertet. Transferzahlungen, Sozialleistungen und mögliche Einkünfte aus Kapital und Vermietung sind darin nicht berücksichtigt.

Doch es gibt Ausnahmen: Auch Beschäftigte mit einer Ausbildung können gut verdienen, mit Führungsverantwortung mitunter sogar mehr als Akademiker. Beispiel: Leiter in der Logistik. Wer in seiner Karriere früh Führungsverantwortung übernimmt, kann bis zu 3,9 Millionen Euro verdienen. Auch Key-Account Manager kommen mit 3,1 Millionen Euro auf ein lukratives Lebenseinkommen.

Ob Akademiker einen Bachelor- oder Masterabschluss haben, wirkt sich indes nicht mehr so stark auf das Lebenseinkommen aus. Zum Karriereende haben Masterabsolventen 300.000 Euro mehr verdient als ihre Kollegen mit Bachelorabschluss.

Mann oder Frau – wie groß sind die Unterschiede?

Die Höhe des Lebenseinkommens ist eine Frage des Geschlechts. Über das gesamte Berufsleben gerechnet verdienen Männer fast 2,4 Millionen Euro. Frauen kommen im selben Zeitraum nur auf 1,7 Millionen Euro. Das lässt sich auch damit erklären, dass Frauen hierzulande seltener in Führungsposten sind. Doch „im fortgeschrittenen Alter ist der Faktor Personalverantwortung ausschlaggebend für das weitere Lohnwachstum“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Die Auswertung zeigt auch, dass Frauen ab Mitte 30 nur noch geringe Gehaltszuwächse verzeichnen können. Bierbach erklärt sich das mit der Zeit der Familiengründung. „Da immer noch Frauen federführend die Kinderbetreuung übernehmen und dafür im Beruf kürzertreten, hat das einen hemmenden Einfluss auf die Gehaltsentwicklung.“

Fach- oder Führungskraft – welche Auswirkungen hat das?

Ob Manager oder Mitarbeiter – die Auswirkungen auf das Lebenseinkommen sind immens. Angestellte haben am Ende ihres Berufslebens 1,9 Millionen Euro verdient, Führungskräfte landen bei knapp 3,9 Millionen Euro.

Große Gehaltsunterschiede nach Branchen

Auch der Einfluss der Branche ist immens. Die Einkommen in Hotels und in der Gastronomie etwa sind traditionell geringer. Zum Renteneintritt beträgt ihr zusammenaddiertes Lebenseinkommen 1,3 Millionen Euro. Beschäftigte in der Automobilbranche haben bereits mit 45 Jahren so viel verdient. Am Ende können sie im Schnitt mit drei Millionen Euro rechnen. Und damit etwas mehr als in der IT-Branche, in der Beschäftigte zum Ende ihres Berufslebens auf 2,9 Millionen Euro kommen.

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