MBA Überblick Die führenden Business Schools

Ein Managementstudium mit MBA-Abschluss gilt als Eintrittskarte in die Top-Etagen der Wirtschaft. Inzwischen gibt es mehr als 10.000 Programme weltweit – für den Nachwuchs ist die Wahl der richtigen Wirtschaftshochschule schwieriger denn je. Karriere.de zeigt anhand der wichtigsten internationalen Ranglisten, wo sich das Studium wirklich lohnt.

karriere.de | Aktualisiert am 15.06.2015 | , aktualisiert


Foto: UCLA

Anderson School of Management (UCLA)

Gründungsjahr: 1935
Studenten: ca. 1750
Gebühren MBA: 69.400 Euro

Entstanden in Zeiten der großen wirtschaftlichen Depression konnte die „UCLA“ -unter diesem Akronym ist die Eliteschule weltweit bekannt – 2010 ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Die kalifornische Business School zieht vor allem Studenten an, die ihren Schwerpunkt im High-Tech-Bereich setzen. Der Nähe zu Hollywood geschuldet, besitzt die Schule ein eigenes Entertainment und Media Management Institut. Als staatliche Schule bietet die UCLA ihr MBA-Programm vergleichsweise günstig an – neben den nahe gelegenen Stränden von Malibu und Santa Monica ein weiterer Grund für viele Ausländer dort zu lernen. Zu den Absolventen gehört auch Larry Fink. Forbes zählt den Blackrock-CEO zu den hundert mächtigsten Menschen weltweit. (jpe)

Booth School of Business (Chicago)

Gründungsjahr: 1898
Studenten: ca. 3500
Gebühren MBA: 73.600 Euro

Als eine der ältesten Business Schools der USA hat die Managementschule eine stolze Tradition: Keine andere Business School hat so viele Nobelpreisträger unter ihren Dozenten. Ihren neusten Coup landete die Booth School vor kurzem, als sie Ex-Bundesbank-Chef Axel Weber als Hochschullehrer verpflichtete. Das Weber ausgerechnet nach Chicago ging, kommt nicht von ungefähr: Neben Wharton gilt die Booth School als Mekka für Finance-Experten. Auch Commerzbank-Chef Martin Blessing gehört zu den Absolventen. Das Einzige, das in Chicago keine Tradition besitzt, ist der Name der Schule, „Booth“. Alumnus David Booth spendete der Schule vor drei Jahren 300 Millionen US-Dollar. Die Schule verewigte ihn daraufhin in ihrem Namen. (jpe)

Columbia Business School

Gründungsjahr: 1916
Studenten: ca. 1500
Gebühren MBA: 79.900 Euro

Einen Steinwurf von der Wall Street, dem Finanz- und Wirtschaftszentrum der USA in New York, entfernt bildet die Columbia Business School die künftige Finanzelite aus. Anleger-Ikone Warren Buffett ist einer der bekanntesten Absolventen der Hochschule. Auch das Lehrangebot kann sich sehen lassen: Nobelpreisträger wie Joseph Stiglitz und Edmund Phelps unterrichten hier. Im zweiten Jahr können die Teilnehmer aus mehr als 100 Wahlpflichtkursen wählen. (jpe)

Darden School of Business (Virginia)

Gründungsjahr: 1954
Studenten: ca. 20.550 (Uni)
Gebühren MBA: 72.200 Euro

Darden spielt zwar nicht ganz in der absoluten Topliga wie Harvard oder Wharton, dennoch darf die Business School aus Virginia in der Liste der besten Schulen nicht fehlen. Dass die historischen Bauten der Universitätsstadt Charlottesville von außen einen eher beschaulichen Eindruck machen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Darden hochmodern ausgestattet ist. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten besitzt Darden keinen Finance- oder High-Tech-Schwerpunkt, bietet dafür eine breit angelegte Management-Ausbildung, die Karrieren in vielen Branchen ermöglicht. Ihren Namen hat die Schule von Colgate Whitehead Darden, Jr., einem ehemaligen demokratischen Kongressabgeordneten und Gouverneur des Bundesstaates Virginia. (jpe)

Fuqua School of Business (Duke)

Gründungsjahr: 1970
Studenten: ca. 1340
Gebühren MBA: 70.800 Euro

Fuqua ist der Newcomer unter den führenden amerikanischen Business Schools. In rasantem Tempo hat sich die junge Hochschule zu einer globalen Managementschule gemausert. Der neue Ansatz heißt Standorte auf der ganzen Welt. MBA-Studenten können wählen, ob sie außer in North Carolina in London, Dubai, Neu Delhi, St. Petersburg oder Schanghai studieren wollen. Sie haben außerdem die Wahl zwischen einem Dutzend Spezialisierungen, darunter Energie und Umwelt sowie soziales Unternehmertum. Obwohl sie recht jung ist, kann die Schule eine Reihe erfolgreicher Alumni vorweisen: 1988 machte der neue Apple-Boss Tim Cooks hier seinen MBA, ein Jahr zuvor schloss Melinda Gates ihr Studium in North Carolina ab. (jpe)


Foto: Haas School

Haas School of Business (Berkeley)

Gründungsjahr: 1898
Studenten: ca. 2340
Gebühren MBA: 70.823 Euro

Durch ihre engen Kontakte zu den Technologieunternehmen im Silicon Valley zieht die Haas School kreativen Nachwuchs aus aller Welt an. Der Fokus auf Erfindungsreichtum zeigt sich auch im Curriculum: Schulleiter Richard Lyons setzt auf ein Konzept, das besonders innovative Führungskräfte hervorbringen soll und hat den Lehrplan um mehrere neue Kurse ergänzt. Wer einen der MBA-Plätze bekommt, steht in einer Reihe mit Absolventen wie Intel-Chef Paul Otellini. (jpe)

Harvard Business School

Gründungsjahr: 1908
Studenten MBA: ca. 935
Gebühren MBA: 123.000 Euro

Sie ist der Inbegriff der Managerausbildung weltweit: Die Bostoner Elitehochschule ist mit ihrer Fallstudien-Pädagogik das Vorbild schlechthin. Gut 350 praxisnahe Fallstudien entwickeln die Dozenten jedes Jahr, 80 Prozent der Fälle die weltweit gelöst werden, stammen nach eigenen Angaben aus Harvard. Auch wenn der Ruf ungebrochen ist - den Titel als beste Business School der Welt können die Amerikaner nicht mehr beanspruchen. In den maßgeblichen Rankings sind Konkurrenten vorbeigezogen. Die Absolventenliste liest sich wie das Who is Who Amerikas, der Fokus liegt auch auf den USA: Ex-Präsident Georg W. Bush jun., Ex-Finanzminister Henry Paulson und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sind nur drei Namen. (jpe) 

Johnson Graduate School of Business (Cornell)

Gründungsjahr: 1946
Studenten: ca. 2450
Gebühren MBA: 72.212 Euro

Klein aber fein: Für nur rund 300 Teilnehmer pro Jahr bietet die Business School ihre MBA-Ausbildung an. Die Studenten profitieren von der Anbindung an die renommierte Cornell University. Was die Business School von vielen anderen unterscheidet ist ihre beschauliche Lage im Studentenstädtchen Ithaka. Mit dem Auto dauert die Fahrt in die nächstgelegene Metropole New York fünf Stunden. Bei deutschen Bewerbern steht die Johnson Graduate nicht sehr hoch im Kurs. (jpe)



Kellogg School of Management (Northwestern)

Gründungsjahr: 1851
Studenten: ca. 1160
Gebühren MBA: 72.900 Euro

Wer Business Schools vorwirft, Einzelkämpfer hervorzubringen, der sollte sich an der Kellogg School of Management umsehen: Statt auf Ellenbogen setzt die Schule aus Illinois auf Teamwork und die Idee, dass Unternehmen und Organisationen nur dann positiv verändert werden können, wenn alle an einem Strang ziehen. Trotz oder gerade wegen dieses Ansatzes schafft es die Schule aus dem Nordwesten regelmäßig unter die besten im Land und in der Welt. Besonders anziehend ist der Kellogg-MBA für Studenten mit Marketing-Schwerpunkt und internationaler Ausrichtung: Ihren Executive-MBA bietet die Schule unter anderem in Kooperation mit Business Schools in Hongkong und Tel Aviv sowie der deutschen WHU - Otto Beisheim School in Vallendar an. (jpe)

MIT Sloan School of Management

Gründungsjahr: 1914
Studenten: ca. 1350 Gebühren
MBA: 72.200 Euro

Für Erfinder und Tüftler gibt es wohl keine bessere Adresse als das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Etwas in Vergessenheit gerät da, dass die angegliederte Sloan School eine praxisnahe Managementausbildung anbietet, die ebenfalls zur Weltspitze gehört. Am Charles River in Cambridge können ambitionierte Studenten neben gewöhnlichen MBA-Programmen auch Studiengänge wählen, die Management und Ingenieurkenntnisse verbinden. Auf Top-Forscher hat die Sloan School eine immense Anziehungskraft. Zahlreiche Nobelpreisträger wie Robert Solow und Paul Samuelson unterrichteten an der Business School, sie brachte Absolventen wie den früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan oder den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hervor. (jpe)


Foto: Richard Ivey School

Richard Ivey School of Business (Western Ontario)

Gründungsjahr: 1922
Studenten: ca. 900
Gebühren MBA: 62.800 Euro

Die beste Adresse in Kanada für ambitionierten Managernachwuchs ist die Richard Ivey School, die ihren Hauptcampus in Ontario hat und Dependancen in Toronto und Hongkong betreibt. Wie die renommierten Vorbilder in den USA setzt auch die kanadische Business School im Unterricht fast ausschließlich auf Fallstudien und veröffentlicht selbst eine große Zahl praktischer Lehrbeispiele. Besonders interessant ist die Business School für Studenten, die ihre Zukunft im Gesundheitssektor sehen. Im Ivey Centre for Health Innovation and Leadership können sich die MBA-Teilnehmer zu Gesundheitsmanagern weiterbilden lassen. Benannt ist die Schule nach Richard Ivey, einem kanadischen Geschäftsmann, dessen Nachkommen der Einrichtung 11 Millionen US-Dollar vermacht haben. (jpe)

Ross School of Business (Michigan)

Gründungsjahr: 1924
Studenten: ca. 3050
Gebühren MBA: 71.500 Euro
 
Die Ross School in der Studentenstadt Ann Arbor hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der Riege der MBA-Anbieter Amerikas hochgearbeitet. Vor allem der langjährige Schulleiter Robert Dolan modernisierte die etwas angestaubte Einrichtung und verpasste ihr ein extrem praxisnahes Programm. Statt Fallstudien am Schreibtisch zu lösen, schicken die Dozenten ihre Studenten in Unternehmen, in denen sie sich mit „echten Fällen“ befassen sollen. (jpe)

Rotman School of Management (Toronto)

Gründungsjahr: 1950
Studenten: ca. 3580 Gebühren
MBA: 70.200 Euro

Ende der 1990er-Jahre erweckten eine Millionenspende des Geschäftsmanns Joseph L. Rotman und die Ideen des neuen Dekans Roger Martin die Rotman School aus ihrem Dornröschenschlaf: Der Schulleiter hat die Lehre auf einen Ansatz getrimmt, den er „Integrative Thinking“ nennt und als Schlüssel für erfolgreiches Management im 21. Jahrhundert sieht: Statt einzelne Modelle stupide anzuwenden, sollen die Studenten lernen, Modelle zu verbinden und kreativere Lösungen zu entwickeln. Da pro Jahrgang nur rund 260 Vollzeit-MBA-Studenten aufgenommen werden, bleibt viel Zeit für individuelle Betreuung. Dass es vorangeht, zeigt sich auch äußerlich: Im kommenden Jahr eröffnet Rotman ein neues Lehrgebäude mit High-Tech-Klassenräumen. (jpe)

Schulich School of Business (York)

Gründungsjahr: 1966
Studenten:ca. 2650
Gebühren MBA: 40.272 Euro

Angegliedert an die renommierte York-University ist die Schulich School of Business traditionell eine der besten Adressen in Kanada. Was die Schule von den meisten ihrer US-Konkurrenten abhebt, ist ihre sehr internationale Ausrichtung. Seit kurzem bietet Schulich als eine der ersten ausländischen Schulen einen MBA in Indien (Mumbai) an, sie betreibt außerdem Zweigstellen in Peking, Schanghai, Seoul und Moskau. Gemeinsam mit der Kellogg School of Management organisiert die Schule ihr Executive-MBA-Programm. Die internationale Ausrichtung macht sich auch bei den Absolventen bemerkbar: Die 21 000 Alumni, die in Schulich bislang ihren MBA gemacht haben, fanden in 90verschiedenen Ländern einen Job. (jpe)

Stanford Graduate School of Business


Gründungsjahr: 1925
Studenten MBA: ca. 410
Gebühren MBA: 112.000 Euro

Für Gründer und solche, die es mal werden wollen, gibt es wohl kaum eine bessere Adresse als Stanford. Die enge Verbindung zu der forschungsstarken Stanford-Universität und die Nähe zum High-Tech-Standort Silicon Valley macht die Schule besonders. Das MBA-Programm ist für amerikanische Verhältnisse klein, die Bewerberzahlen hoch - entsprechend schwierig ist es, einen Platz zu bekommen. Wer es schafft, darf sich auf Unterricht bei den klügsten Köpfen freuen: Aktuell unterrichten Michael Spence und zwei weitere Nobelpreisträger an der Fakultät. Ein Glücksfall für die Schule ist Nike-Gründer Phil Knight. Der Absolvent spendete 2006 über 100 Millionen Dollar, die in den Bau eines hochmodernen neuen Campus-Komplexes flossen. (jpe)

 
Foto: Stern School

Stern School of Business (NYU)

Gründungsjahr: 1900
Studenten: ca. 5400
Gebühren MBA: 67.352 Euro

In Nachbarschaft zur Wall Street gibt es neben der Columbia Business School eine weitere Top-Adresse – die Stern School. Wie Columbia setzt auch sie vor allem auf Finanzthemen. Neben Kooperationen mit asiatischen und europäischen Schulen, hat die Stern School in den vergangenen Jahren eigene Zweigstellen in Abu Dhabi und Schanghai gegründet. Der wohl prominenteste Absolvent der Schule ist Alan Greenspan, der langjährige Chef der amerikanischen Notenbank. (jpe) 

Tepper School of Business (Carnegie Mellon)

Gründungsjahr: 1949
Studenten: ca. 1300
Gebühren MBA: 72.900 Euro

Die Tepper School, die an die Pittsburgher Carnegie Mellon University angegliedert ist, gehört zwar nicht zur absoluten Weltspitze der Business Schools, ist aber im Bereich High-Tech und Informationstechnologie sehr weit vorne. Sehen lassen kann sich die Liste der Dozenten: Die Tepper School hat insgesamt sieben Nobelpreisträger hervorgebracht, darunter Robert Lucas Jr und Herbert Simon. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Konkurrenten setzt Tepper in der Lehre nicht in erster Linie auf die Fallstudien-Methode, sondern auf strategisch angelegte Modelle, die universeller anwendbar sein sollen. Einen Schub erhielt Tepper 2004 durch die 55-Millionen Spende ihres Absolventen David A. Tepper, der auch Namensgeber ist. (jpe)

Tuck School of Business (Dartmouth)

Gründungsjahr: 1900
Studenten: ca. 500
Gebühren MBA: 72.200 Euro

Wer eine Top-Ausbildung, kombiniert mit familiärem Flair und fast ländlicher Idylle sucht, der ist an der Tuck School richtig. Die Hochschule, die für sich in Anspruch nehmen kann, den ersten Master im Bereich Wirtschaft vergeben zu haben, bietet ausschließlich den Vollzeit-MBA an und nimmt gerade einmal 250 Studenten pro Jahr auf. Wer einen Platz ergattert, darf sich sicher sein, dass er wenig abgelenkt wird. Der Campus liegt im Städtchen Hanover im Bundesstaat New Hampshire. Die Absolventen schwärmen von der familiären Atmosphäre und dem engen Kontakt zu den Professoren. Unterschätzen sollte man die Schule wegen ihres provinziellen Anstrichs nicht. Unter anderem der Ex- Pepsi-CEO Christopher Sinclair hat einen Tuck-MBA gemacht. (jpe)

Wharton School (Pennsylvania)

Gründungsjahr: 1881
Studenten MBA: ca. 859
Gebühren MBA: 125.000 Euro

Im Kampf um den Titel der weltweit besten Business School hat die traditionsreiche Wharton School ein gehöriges Wort mitzureden. Allein ihre Größe ragt heraus: Über 750 Dozenten sorgen für ein Top-Lehrangebot: Die knapp 1700 MBA-Studenten können aus über 200 Wahlkursen wählen. Um auch in den Wachstumsmärkten vertreten zu sein, kooperiert Wharton unter anderem mit der französischen Insead, die einen Campus in Singapur betreibt. (jpe)  

Yale School of Management

Gründungsjahr: 1976
Studenten: ca. 525
Gebühren MBA: 72 900 Euro

Die Yale Universität ist die drittälteste Hochschule Amerikas, der MBA an der angeschlossen School of Management hat dagegen weit weniger Tradition, ihn gibt es erst seit 25 Jahren. Die Business School in Yale ist ja auch erst 35 Jahre alt.. Trotz des überschaubaren Zeitraums hat sie ein Profil entwickelt, das sich unterscheidet. Yale setzt auf ein Lehrangebot, dass nicht nur auf Laufbahnen in Unternehmen, sondern auch bei Non-Profit-Organisationen und im öffentlichen Sektor vorbereiten soll. Im zweiten Studienjahr können die MBA-Studenten nicht nur zwischen etlichen Wahlkursen entscheiden, sondern auch Seminare an der Yale-University besuchen. Mit ihrem breiteren Ansatz hat die Managementschule Top-Personal in sämtlichen Wirtschaftsbereichen hervorgebracht. (jpe)  


Foto: Ashridge Business School

Ashridge Business School

Gründungsjahr: 1959
Studenten: 6000 Gebühren
MBA: 36.610 Euro

Die private Hochschule bietet neben einem einjährigem Vollzeit-MBA-Studium auch mehrjährige berufsbegleitende Executive MBA-Studiengänge und Doktorandenprogramme. Der Ashridge-MBA ist ein kleines Programm für Manager mit relativ viel Berufserfahrung und dem entsprechenden Alter; Jungspunde wird man hier nicht finden. Dafür gibt es gute Qualität für vergleichsweise wenig Geld. Von den maßgeschneiderten Programmen für Unternehmen profitieren in Deutschland unter anderem die Mitarbeiter von Bosch, Lufthansa und Merck. Das Vollzeit-MBA-Programm hinkt allerdings noch hinter dem Executive-Angebot her. Die Klassen sind mit 25 bis 40 Teilnehmer relativ klein, was auch bedeutet, dass es nur ein dünnes Alumni-Netz gibt.

Cass Business School (City University)

Gründungsjahr: 1966
Studenten: ca. 3500
Gebühren MBA: 35.100 Euro

Die Business School der Londoner City Universität erhielt nach einer Millionenspende der Sir John Cass Foundation ihren neuen Namen. 1966 gegründet, gehört ist sie laut eigener Aussage heute mit über 20 Programmen zu den größten Anbietern von spezialisierten Masterkursen. Ihre Stärke liegt, die Nähe zur City lässt es erahnen, im Bereich Finance. Angeboten werden aber auch Nischenfächer wie Schifffahrt oder der Wohlfahrtssektor. Unter den prominenten Absolventen sind Manager wie Muhtar Kent, Vorstandsvorsitzender von Coca-Cola oder Stelios Haji-Ioannou, Gründer der EasyGroup, zu der auch die Fluglinie EasyJet gehört. Gelehrt wird an drei Orten: Neben zwei Standorten in London hat die Cass Business School einen weiteren Campus in Dubai.

Cranfield School of Management

Gründungsjahr: 1967
Studenten: 4200 (Uni)
Gebühren MBA: 37.400 Euro 

Das MBA-Programm der Cranfield School ist eines der ältesten in Europa, die Qualität der Hochschule aber beständig gut. Das Vollzeit-Programm dauert ein Jahr, der Executive MBA kann am Wochenende oder in Wochenblöcken studiert werden. Zu den bekannten Absolventen gehört Barclays-Vorstandsmitglied Antony Jenkins. Die Schule legt großen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung, was heute an vielen Schulen unter Leadership thematisiert wird.

Esade Business School

Gründungsjahr: 1958
Studenten: k.A.
Gebühren MBA: 57.000 Euro

Die Hochschule mit Sitz in Barcelona wurde Ende der 50er-Jahre von katalanischen Unternehmern und von Jesuiten gegründet. Sie wurde von allen drei international maßgeblichen Akkreditierungsorganisationen (AMBA, EQUIS und AACSB) ausgezeichnet. Die Esade bietet sowohl MBA-, als auch Executive-Programme an, die in Zeiträumen zwischen 12 und 18 Monaten absolviert werden. Die Business School arbeitet mit etwa 100 Universitäten zusammen. Über 50 Prozent der Studenten der christlichen Schule sind Ausländer. Ein Fokus der Esade ist der Management-Dialog: Zu den etwa 270 von der Schule organisierten Veranstaltungen sollen jedes Jahr 20.000 Gäste kommen. Neben dem Campus in Barcelona gibt es Standorte in Madrid, Buenos Aires und Casablanca.


Foto: Essec

Essec Business School

Gründungsjahr: 1907
Studenten: 5200
Gebühren MBA: 45.000 Euro

Die französische „École supérieure des sciences économiques et commerciales“ wurde 1973 in den Pariser Vorort Cergy-Pontoise verlagert. Traditionell kämpft die Essec mit der HEC und der Insead um den Ruf der besten französischen Elitehochschule. Um auch in den Wachstumsmärkten präsent zu sein, kam 2006 ein weiterer Campus in Singapur dazu. Die Schule ist bekannt für ihre harten Eingangsprüfungen. Weil sie keine Berufserfahrung voraussetzt, sind die Studenten im Vergleich zu anderen Business Schools jung. Die Essec kann sich mit einer langen Liste internationaler Vorstandsvorsitzender und Manager schmücken. Darunter Goldman-Sachs-Direktor Jean-Luc Biamonti oder der Kopf der Eigentümerfamilie von Peugeot Citroën, Thierry Peugeot. 

Hautes Études Commerciales (HEC) Paris

Gründungsjahr: 1881
Studenten: 3500
Gebühren MBA: 45.000 Euro

Die Eliteschule, die von der französischen Industrie- und Handelskammer finanziert wird, gilt derzeit als das Nonplusultra unter den französischen Wirtschaftshochschulen. Die HEC hatte in diesem Jahr doppelten Grund zu feiern: Die Gründung der Schule jährte sich zum 130. Mal und ihr Executive Education Programm wurde erstmals in einem Ranking als das beste der Welt ausgezeichnet. Derzeit wirbt die HEC Paris für Doppelabschlüsse – etwa mit der New Yorker Stern School of Business oder der London School of Economics and Political Science. Die Pariser sind für ihr berüchtigtes Auswahlverfahren bekannt. HEC-Studenten können neben dem englischen Programm auch ein bilinguales in Englisch und Französisch wählen.

Instituto de Empresa (IE) Business School

Gründungsjahr: 1973
Studenten: 7500
Gebühren MBA: 58.200 Euro

Anders als die beiden anderen großen spanischen Business Schools hat das IE keinen religiösen Hintergrund und ist nicht an eine Universität angegliedert. In Madrids Finanzzentrum gelegen, gilt sie als besonders unternehmensnah. Das Angebot umfasst neben einem Vollzeit-, einem internationalen Executive MBA und einem Doktorandenprogramm auch das 15-monatige Fernstudium „Global MBA online“. Treffen dieses Masterkurses finden in Städten weltweit statt.

Iese Business School

Gründungsjahr: 1958
Studenten: 1700
Gebühren MBA: 70.700 Euro

Sie gilt als beste Business School Spaniens. Das Instituto de Estudios Superiores de la Empresa mit Sitz in Barcelona, Madrid und New York. Gleichzeitig wird sie kritisch betrachtet, da sie von der umstrittenen katholischen Organisation Opus Dei gegründet wurde und noch kontrolliert wird. Sie arbeitet seit 1964 eng mit der Harvard Business School zusammen und ist die erste europäische Hochschule, die ein Executive-Programm eingeführt hat. Das Vollzeit-Programm der Schule setzt sehr stark auf die umstrittenen Fallstudien. In Deutschland unterhält sie eine Dependance in München. Zu den Absolventen gehören der langjährige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Juan Antonio Samaranch, und Ex-Henkel-Vorstandsmitglied Alois Lindner.

Institute for Management Development (IMD)

Gründungsjahr: 1990
Studenten: 8000
Gebühren MBA: 50.697 Euro

Das Institut in Lausanne, dass sich der Managerweiterbildung verschrieben hat, entstand 1990 aus den Wirtschaftshochschulen IMI und IMEDE. Das IMD bietet einen elfmonatigen MBA mit gerade einmal 90 Teilnehmern und einen flexiblen Executive MBA an. Schwerpunkt aber ist die Weiterbildung von Managern in kurzen Seminaren sowie Unternehmensprogramme. Bekannteste Deutsche, die hier studiert hat ist BMW-Großaktionärin Susanne Klatten.


Foto:  Imperial College London/Christian Richters

Imperial College Business School

Gründungsjahr: 2004
Studenten: 13.400 (Uni)
Gebühren MBA: 40.570 Euro

Ein guter Unternehmensgründer: Die am Imperial College erdachten Ideen werden an der Business School direkt vor Ort oft schnell in erfolgreiche Start-ups umgesetzt. Die Nähe zu den einzelnen Disziplinen des Imperial College sieht die Business School als besonderen Vorteil, da die Zusammenarbeit helfen könne, große gesellschaftliche Fragen zu beantworten. Neben Vollzeit-MBA und EMBA-Programmen ist auch ein Fernstudium im Angebot. Imperial gilt als eine der führenden technischen Hochschulen Europas. Einer der Ehemaligen der Business School ist der Banker Kostas Mitropoulos. Er war Chef des Investmentbankings der EFG Eurobank und ist heute Chef der griechischen Privatisierungsbehörde, die zur Senkung der Schulden Staatseigentum veräußern soll.

Institut Européen d’Administration des Affaires (Insead)

Gründungsjahr: 1957
Studenten MBA: 1 000
Gebühren MBA: 65.800 Euro

Besser als an der Hochschule aus dem französischen Fontainebleau geht es in Europa kaum. Das Institut Européen d’Administration des Affaires gehört in den Rankings schon seit langem zu den Top 5 Business Schools auf dem Kontinent. Das auch, weil die Franzosen ungewöhnlich international aufgestellt sind – und zwar nicht nur, weil hier Studenten aus 36 Nationen studieren. Neben dem Stamm-Campus gibt es Standorte in Singapur und Abu Dhabi. Zudem kooperieren die Franzosen mit der US-Schule Wharton und der chinesischen Tsinghua. Die Franzosen sind für eilige Nachwuchsmanager interessant: Das Vollzeitprogramm lässt sich in zehn Monaten absolvieren. Am Insead haben auch Publizist Florian Langenscheidt und Siemens Einkaufschefin Barbara Kux ihren MBA gemacht.

Lancaster University Management School

Gründungsjahr: 1964
Studenten: 3499
Gebühren MBA: 41.080 Euro

Ein Komplettanbieter mit Hang zur Exzellenz sitzt im Nordwesten Englands. Denn die private Hochschule ist eine Volluniversität, die mit ihren mehr als hundert Professoren und Dozenten die gesamte Produktpalette vom Wirtschafts-Erststudium (undergraduate) über MBA- und Master-of-Science-Programme bis zum Promotionsstudium anbietet. Mit etwa 28 000 Euro Studiengebühren ist das einjährige MBA-Programm vergleichsweise preisgünstig. Was für Teilnehmer, die auf Inhalte schielen, noch anziehend ist: Die Lancaster University gilt als äußerst forschungsstark. Etwa 90 Studenten gehören einem Jahrgang an. Neben den üblichen Seminaren absolvieren die Teilnehmer während des Studiums drei Unternehmensaufenthalte.

London Business School

Gründungsjahr: 1964
Studenten MBA: 410
Gebühren MBA: 94.000 Euro

Im Herzen der britischen Hauptstadt liegt die wohl angesagteste Business School Europas. Die LBS residiert am vornehmen Regent's Park. Ihre Stärken: Finanzwirtschaft und strategisches Management. Beim Vollzeit-MBA können die etwa 300 Studierenden zwischen einer Dauer von 15 bis 21 Monaten wählen. Zusammen mit der Columbia Business School bietet die LBS auch einen „EMBA-Global“ an. Der normale MBA in London kostet 60.000 Euro.

Manchester Business School

Gründungsjahr: 1918
Studenten: 3500
Gebühren MBA: 42.300 Euro

Die größte Business School Großbritanniens liegt in Manchester. Die Manchester Business School wurde zwar Mitte der 1960er-Jahre etwa zeitgleich mit der London Business School gegründet. Deren Ansehen und Internationalität hat sie aber nie erreicht, dafür ist sie den Londonern aber in Sachen Größe entwachsen. Besonders stolz ist man in der alten Arbeiterstadt im Norden Englands auf die hier entwickelte „Manchester-Methode“ projektbasierten praxisnahen Lernens. Der Vollzeit-MBA dauert 18 Monate und kostet derzeit etwa 42.000 Euro. Daneben gibt es einen berufsbegleitenden Teilzeit „Global MBA“. Die MBS ist zudem eine Volluniversität, die auch grundständige Studiengänge und ein PhD-Programm anbietet.


Foto: RSM

Rotterdam School of Management (Erasmus University)

Gründungsjahr: 1966
Studenten: 7500
Gebühren MBA: 39.000 Euro

Die berühmte Mutterhochschule, die Erasmus Universität, hat offenbar beflügelt: In ihrem Schatten hat sich die Rotterdam School of Management in den vergangenen Jahren zu einer der führenden Business Schools in Europa entwickelt. Die Zusammensetzung der Studenten ist sehr international. Die Business School bietet ein akademisches Komplettprogramm, auch mit Bachelor-Studiengängen, und drei MBA-Studiengängen. Das Vollzeitprogramm dauert zwölf Monate und kostet 39.000 Euro Gebühr. Dazu gibt es einen Executive- und einen 21-monatigen „Global“Executive MBA für Kandidaten mit mehr als sechs Jahren Berufserfahrung. Die RSM trägt derzeit die Qualitätssiegel aller drei führenden Akkreditierungsagenturen.

SDA Bocconi School of Management

Gründungsjahr: 1971
Studenten: 12.800
Gebühren MBA: 43.500 Euro

Italiens einziger Vertreter im Top-Segment der Business Schools hat in den vergangenen Jahren deutlich zu den absoluten Spitzenschulen aufgeholt. Teilnehmerzahl, Durchschnittseinkommen der Absolventen, Zahl der internationalen Studenten – alles zeigt nach oben. Im MBA-Ranking der Financial Times kletterte die Mailänder Hochschule in den vergangenen zwei Jahren um zehn Plätze auf Platz 28, zählt in Europa sogar zu den Top 10. Die Italiener bieten neben einem klassischen zwölfmonatigen Vollzeit-MBA auch zwei EMBA-Programme und ein Abendprogramm für voll Berufstätige. Das Vollzeitprogramm liegt mit 43.500 Euro Gebühren im Mittelfeld der europäischen Top-Schulen. Seminarsprache ist natürlich durchgehend Englisch.

Judge Business School (Cambridge)

Gründungsjahr: 1954
Studenten: 550
Gebühren MBA: 40.740 Euro

Altehrwürdige Mutter-Universität trifft auf neue Business School: Während Cambridge zu den traditionsreichsten Hochschulen der Welt zählt, ist die angeschlossene Judge Business School erst seit 1990 am Markt. Trotzdem hat sich das MBA-Programm unter die besten Angebote in Großbritannien vorgearbeitet. Die Schule bietet einen Vollzeit- und einen EMBA an. Das Vollzeitprogramm dauert zwölf Monate und kostet derzeit etwa 40.000 Euro.

Said Business School (Oxford)

Gründungsjahr: 1996
Studenten: 351
Gebühren MBA: 41.080 Euro

Qualität hängt nicht an Tradition: Erst 1996 entschloss sich die altehrwürdige Oxford University, eine Business School zu gründen. Nach einer 20-Millionen-Pfund-Spende des Geschäftsmanns Wafic Said benannte sich die Schule 1998 um. Seitdem ist sie zu einer der besten Wirtschaftshochschulen des Kontinents aufgestiegen. Die Business School versteht sich als Teil der Universität, so dass es zahlreiche Querverbindungen zu den anderen Fa-kultäten gibt. Von besonderem Interesse ist auch das Skoll Centre for Social Entrepreneurship, mit dem sich Oxford als das in Europa führende Zentrum für das Management von Non-Profit-Organisationen profilieren will. Neben dem Vollzeit-MBA mit etwa 200 Studierenden (ca. 45.000 Euro) gibt es einen Executive-MBA.

Vlerick Leuven Gent Management School

Gründungsjahr: 1953
Studenten: 800 Gebühren
MBA: 28.500 Euro

Von Belgien in die Welt – das gilt nicht nur für die MBA-Alumni der belgischen Business School sondern auch für die Schule selbst. Denn neben einem Vollzeit-MBA und einem EMBA bieten die Genter auch einen MBA auf dem Campus in St. Petersburg. Deutlich renommierter ist der Vollzeit-MBA, der in Leuven unterrichtet wird. Hier kooperiert die Hochschule mit der Peking University, Austausch inklusive. Das Vollzeitprogramm ist vergleichsweise günstig.


Foto: Warwick Business School

Warwick Business School

Gründungsjahr: 1967
Studenten: 8000
Gebühren MBA: 29.423 Euro

Als Wirtschafts-Volluniversität bietet die Warwick Business School die gesamte Programmpalette von Undergraduate- und Postgraduate-Studiengängen bis hin zu einem eigenen Promotionsprogramm an. Warwick ist eine der forschungsstärksten britischen Hochschulen. Neben dem eigenen zwölfmonatigen Vollzeit-MBA gibt es auch ein Fernstudium und einen „Warwick Global Energy MBA“. Das Vollzeitprogramm kostet vergleichsweise günstige 30.000 Euro. Studenten aus 30 Nationen nehmen derzeit an dem Programm teil. Zwar fiel das Vollzeitprogramm im Ranking der Financial Times in den vergangenen zwei Jahren um 19 Plätze, dennoch zählt Warwick noch immer zu den führenden Adressen im europäischen MBA-Geschäft.

Australian School of Business (University New South Wales)

Gründungsjahr: 1977
Studenten: ca. 8 000
Gebühren MBA: 50.400 Euro

Die noch relativ junge Schule ging 2007 aus dem Zusammenschluss der Wirtschaftsfakultät der Universität New South Wales und der Australian Graduate School of Management (AGSM) hervor. Vier Jahre später zählt sie zu den Top 50 Business Schools der Welt und gilt als führend in Australien. Die Schule bietet MBA- und Executive MBA-Programme an und ist wichtiger Anlaufpunkt für Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum. Daneben kann die Australian School of Business auch mit ihrem Standort punkten. Sie ist sowohl nah am Finanzzentrum Sydneys als auch am beliebten Strand Boni Beach. Das Gebäude ist wie die Schule in vielen Bereichen auf dem neuesten Stand. Gut für Studenten: Jedes Jahr werden etwa 180 Preise und Stipendien verliehen.

China Europe International Business School (Ceibs)

Gründungsjahr: 1994
Studenten: k.A.
Gebühren MBA: 34.700 Euro

In China gilt Schanghai als Vorreiter für neue Trends. Kein Wunder, dass sich hier die wichtigste internationale Managementschule des Landes befindet: die China Europe International Business School (Ceibs). 1994 als europäisch-chinesisches Gemeinschaftsprojekt gegründet, hat sie einen rasanten Aufstieg hinter sich. 2004 war sie die erste Schule auf dem chinesischen Festland, die die wichtige Equis-Akkreditierung erhielt, 2009 folgte das Gütesiegel der US-Organisation AACSB. Die Ceibs verspricht einen MBA auf internationalem Niveau, aber mit chinesischem Blickwinkel. Zu den Absolventen gehören Jonathan Lu, der Chef der größten Internet-Handelsplattform Alibaba, oder Jin Zhiguo, Präsident des Brauerei-Konzerns Tsingtau. (fmk/shr)

Hong Kong UST Business School

Gründungsjahr: 1991
Studenten: 3500
Gebühren MBA: 46.800 Euro

Der Standort Hongkong, die ehemalige britische Kolonie, spiegelt sich im Partnernetzwerk der HKUST Business School wider, die mit über 100 Institutionen vor allem in Fernost und in den USA zusammenarbeitet. Die MBA-Schule hat einen Schwerpunkt auf Finanzmanagement, aber kaum Teilnehmer aus Hongkong selbst. Je ungefähr ein Viertel stammen aus Festlandchina, dem restlichen Asien, Nordamerika und Europa. Die Studenten sind vergleichsweise jung.(fmk)

Indian Institute of Management, Ahmedabad (IIMA)

Gründungsjahr: 1961
Studenten: ca. 800 jährlich
Gebühren MBA: 19.000 Euro

Das Institut im Wirtschaftszentrum des indischen Bundesstaates Gujarat im Nordwesten des Landes gehört heute zu den fünf am besten bewerteten Business Schools in der Asien-Pazifik-Region. Im MBA-Ranking der Financial Times steht das Institut aktuell auf Platz elf. Im Alumni-Netzwerk sind rund 30 000 Absolventen organisiert. In einem Austauschprogramm haben Studenten namhafter deutscher MBA-Programme die Möglichkeit, für ein Semester in Ahmedabad zu studieren. Dazu gehören die European Business School, die Universitäten Leipzig, Köln, Mannheim und Pforzheim sowie die WHU – Otto Beisheim School in Koblenz. Zu den bekanntesten Alumni gehört Som Mittal, Präsident des indischen IT-Riesen Nasscom. (Stefan Mauer)


Foto: Insead

Insead (Singapur Campus)

Gründungsjahr: 2000
Studenten: 524 Gebühren
MBA: 56.000 Euro

Die Wirtschaftshochschule Insead versucht auf ihrem Singapur-Campus eine Brücke zu schlagen zwischen Europa und Asien. Die Business School, die zu den besten zehn der Welt zählt, hat ihren Hauptsitz in Frankreich, seit dem Jahr 2000 bietet sie den MBA auch in Singapur an. Der Standort ist mittlerweile zum richtigen Campus gewachsen. Das zehnmonatige MBA-Programm wird paralell in Singapur und Fontainebleau angeboten, die Studenten können beide Standorte kennenlernen. Das Programm richtet sich eher an Führungskräfte mit etwas Erfahrung als an den ganz jungen Nachwuchs. Zu den bekanntesten Absolventen zählen Marius Kloppers, Chef des Bergbaukonzerns BHP Billiton oder der Chef des chinesischen Videoportals Tudou, Wang Wei. (fmk)

KAIST College of Business

Gründungsjahr: 1971
Studenten: k.A.
Gebühren MBA: k.A.

Südkorea gilt als ein Land mit großem Bildungshunger und einem knallharten Ausbildungsdrill. Es ist also kaum verwunderlich, dass Südkorea mit der KAIST, früher Korea Advanced Institute of Science and Technology, eine der wichtigsten Elite-Ausbildungsstätten in Asien hat. Der Hauptsitz ist in Daejeon, einer Großstadt im Zentrum des Landes mit rund 1,5 Millionen Einwohnern. Die Fakultät für Betriebswirtschaftslehre (KAIST Graduate School of Management) befindet sich in Seoul. Die KAIST hat vor allem auf dem Gebiet der Technik und Naturwissenschaften einen hervorragenden Ruf. Viele Professoren kommen aus den USA. Der Physiker und Nobelpreisträger Robert Laughlin war der erste Nicht-Koreaner, der mit der KAIST eine koreanische Universität leitete. (ke)

Melbourne Business School

Gründungsjahr: 1956
Studenten: ca. 690
Gebühren MBA: 47.300 Euro

Die Schule nah am Finanzdistrikt von Melbourne gilt als eine der führenden Adressen im asiatisch-pazifischen Raum für Excecutive Programme. Ahmed Fahour, heute Vorstandsvorsitzender der australischen Post und früher Vorstandschef der australischen Nationalbank, hat hier seinen MBA erworben. In den 60er-Jahren hat die Business School den ersten MBA-Grad in Australien verliehen. Die Hochschule ist bei ausländischen Studenten wegen der hohen Ausbildungsqualität beliebt, vereint mit einem ansprechenden Klima. Für viele Bewerber ist die kulturelle Nähe zu westlichen Staaten wichtig. Auch in den Rankings holt die größere Melbourner Schule langsam zur bisher besser gerankten Australian Business School in Sydney auf.

Nanyang Business School

Gründungsjahr: 1987
Studenten: k.A.
Gebühren MBA: 32.000 Euro

Die Nanyang-Universität ist die große Technikhochschule des Stadtstaates – und hat schon seit 1956 den Abschluss „Bachelor of Commerce“ angeboten, der sich zu einem der prestigeträchtigsten MBA-Programme in Asien gewandelt hat. Eine besonders interessante Kooperation hat Nanyang mit der japanischen Waseda-Universität, wobei die Tokioter Hochschule ihre Kompetenz im Technik-Management in den Doppelabschluss einbringt. (fmk)

National University of Singapore, Business School

Gründungsjahr: 1965
Studenten: ca. 3120
Gebühren MBA: 21.800 Euro

Die größte und älteste Hochschule des Stadtstaates Singapur bietet schon seit 50 Jahren Wirtschaftsabschlüsse an und kann deshalb auf 46000 Absolventen verweisen, viele davon sind heute in guten Positionen. Die MBA-Angebote sind weit gefächert, doch sie richten sich zu einem guten Teil eher an junge Studenten als an erfahrene Manager. Besonderheit sind Abschlüsse aus dem Bereich „Management in der staatlichen Verwaltung“. Hier zeigt sich eine besondere Tradition Singapurs: Der kleine Staat ist wie ein Unternehmen geführt, der Regierungschef bezeichnet sich selbst als CEO. Nach eigener Aussage ist der durchschnittliche Gehaltsanstieg nach dem MBA dort mit über 140 Prozent besonders hoch. (fmk)

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