MBA-Ranking London Business School an der Spitze

Das MBA-Ranking der Financial Times gilt als die einflussreichste Rangliste in Europa. Als erste europäische Schule schaffte es in diesem Jahr die London Business School auf Platz eins. Eine deutsche Business School ist im Ranking nicht vertreten.

Stefani Hergert | , aktualisiert

Langsam hat sie sich herangeschlichen. Seit mehr als zehn Jahren kämpft sie sich langsam nach oben, 2007 noch auf Rang fünf, stand die London Business School ein Jahr später schon auf dem zweiten Platz - hinter der Wharton School of the University of Pennsylvania. Im vergangenen Jahr setzte London dann zum Überholen an, gleichauf kamen die beiden Schulen ins Ziel. Und 2010 hat sie es dann geschafft.

Die London Business School steht allein an der Spitze des Global MBA Rankings der britischen Financial Times. Zum ersten Mal hat es damit eine europäische Schule allein auf den ersten Platz geschafft. Die Ränge dahinter gleichen einem Bäumchen-wechsel-dich-Spiel. In dem einen Jahr gewinnt die eine Business School ein wenig, im anderen Jahr die andere. Große Veränderungen gab es daher auch in diesem Jahr nicht. Und eine deutsche Schule sucht man im Ranking noch immer vergeblich.

Das Gehalt der Absolventen ist wichtiges Kriterium

Es ist das einflussreichste MBARanking in Europa - und eines, vor dem Business-School-Chefs zittern. Die Top 100 der MBA-Programme weltweit ermittelt die FT jährlich. Die Hauptkriterien sind im Zuge der Wirtschaftskrise allerdings in die Kritik geraten. Denn das Ranking fußt zu einem großen Teil auf dem Gehalt der Absolventen, Forschungsstärke der Business School sowie Vielfalt und Internationalität des Programms kommen hinzu. Teilnehmen können nur Schulen, die eine der international maßgeblichen Akkreditierungen wie AACSB, Equis oder AMBA vorweisen, das Vollzeit-Programm muss mindestens schon vier Jahre existieren und der erste Jahrgang muss vor mindestens drei Jahren abgeschlossen haben. Eine Mindestklassengröße von 30 Teilnehmern kommt hinzu.

Genau diese Anforderungen werfen fast alle der wenigen renommierten deutschen Schulen aus dem Rennen - noch zumindest. Sie sind zu jung oder zu klein, um in die Liste aufgenommen zu werden. Zum zweiten Mal konnte sich lediglich die Handelshochschule Leipzig (HHL) dem Wettbewerb stellen, berücksichtigt werden konnte sie aber auch in diesem Jahr nicht und wird daher nicht im Ranking aufgeführt. "Laut der Financial Times war die Anzahl der vollständigen Antworten der HHL-Alumni nicht ausreichend", begründet HHL-Rektor Hans Wiesmeth das Fehlen. Mit der Tias Nimbas ist zwar eine Schule unter den Top 100 vertreten, die auch in Deutschland eine Dependance hat, aber hierzulande bietet sie keinen Vollzeit-MBA an.

Wieder weniger amerikanische Business Schools unter den Top 25

Die Europäer haben unter den Top25 wieder aufgeholt, die Amerikaner ein wenig verloren. Der schon bekannte Trend setzt sich also fort. Mit der Hong Kong UST Business School ist wieder eine asiatische Schule unter den besten zehn, die chinesische Ceibs hingegen ist aus der Top 10 auf den 22. Rang abgestürzt.

Zu wichtig nehmen sollten MBA-Bewerber die Rankings nicht. Als erster Orientierungspunkt sind die Listen zwar hilfreich, doch letztlich muss die Schule zum Schüler passen. Die bestplatzierte Business School hat wenig Wert, wenn der angebotene Schwerpunkt und die Kultur nicht das richtige sind.

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