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Master in Management Keine Alternative zum MBA

Worin sich der „Master in Management“ von seinem bekannteren Brudertitel unterscheidet

Stefani Hergert | , aktualisiert


Foto: kalilo/SXC

Unterschiedliche Inhalte, unterschiedliche Zielgruppen

Drei von vier Studiengängen, die mit dem Titel „Master in Management“ abschließen, lassen auch Studenten zu, die im Erststudium etwa anderes als Wirtschaft studiert haben. Was die Plattform „Master in Management Compass“ verkündet, scheint ein Vorurteil zu bestätigen: Die Abschlüsse Master in Management (MIM) und Master of Business Administration (MBA) seien das Gleiche.

„Viele Bewerber kennen den Unterschied nicht“, sagt Thomas Graf von der Compass-Plattform. „Doch beide haben völlig unterschiedliche Zielgruppen und unterscheiden sich auch bei den Inhalten.“

Denn anders als beim MBA, der etwa Berufserfahrung voraussetzt und allgemeine Managementfähigkeiten an Absolventen eines Erststudiums jeglicher Fachrichtung vermitteln soll, stehen beim MIM nicht alle der genannten 75 Prozent der Studiengänge Absolventen aller Fächer offen. Manche Programme richten sich zum Beispiel an Wirtschaftswissenschaftler und eine erweiterte, aber klar abgegrenzte Gruppe, an Mathematiker oder Wirtschaftsmathematiker etwa.

Geringere Zulassungshürden

Verlockend erscheinen die meist zweijährigen MIM-Programme für viele: Sie sind oft günstiger als der MBA, die Zulassungshürden sind meist niedriger. Und wenn sie für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler gemacht sind, vermitteln sie auch BWL-Grundkenntnisse.
 


Foto: kalilo/SXC

Vielleicht wichtigster Unterschied: Der Management-Master richtet sich an Kandidaten ohne Berufserfahrung. Und er bleibt theoretischer als der MBA, in dem die Studenten vor allem anhand von Fallstudien und Projekten lernen. „Im MBA interessiert nicht, wie eine Formel hergeleitet wird, sondern ausschließlich wie man sie anwendet“, sagt Graf.

Der MIM ist ein europäisches Phänomen, etabliert sich aber zunehmend auch in Asien. „Die Programme an den besten Business Schools der USA kann man zwar immer noch an einer Hand abzählen“, sagt Graf. Doch auch hier entstehen zunehmend MIM-Programme.

Aus dem Diplom entstanden

Ebenso im Ranking der britischen Financial Times ist unter den besten 65 Programmen kein amerikanisches. Dafür sind unter den Top 20 gleich vier deutsche Business-Schools vertreten.
 
Man könnte sagen, es liegt daran, dass der Master in Management hierzulande Tradition hat, obwohl es ihn namentlich an vielen Hochschulen erst seit wenigen Jahren gibt. Er ist nämlich im Zuge der Bologna-Umstellung aus den Diplom-Studiengängen entstanden.

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