Konkurrenzkampf Frischzellenkur für die MBA-Tests

Die MBA-Standardtests sind im Umbruch. Der Marktführer GMAT will ab 2012 mit einem neuen Fragenkatalog aufwarten. Dieser soll die Anforderungen eines Studiums besser simulieren. Doch auch der Konkurrent GRE ruht sich nicht aus.

Stefani Hergert | , aktualisiert

Der Standardtest GMAT, den fast alle etablierten Wirtschaftshochschulen für ihre MBA-Programme verlangen, soll von Juni 2012 an in neuem Gewand erscheinen. Der GMAT – die Abkürzung steht für Graduate Management Admission Test – wird dann einen völlig neuen Fragekomplex beinhalten.

In dem neuen Fragenkatalog geht es darum, dass die Kandidaten Informationen aus verschiedenen Quellen wie Tabellen, Grafiken und Diagrammen analysieren und darauf aufbauend Entscheidungen treffen. Damit - argumentiert die Organisation GMAC, die den Test verantwortet - sollen die Kurse in den MBA-Programmen simuliert werden. Und die sollen schließlich auf den Alltag der künftigen Manager vorbereiten: Auch im Job müssen sie in immer komplexeren Situationen mit einer Flut an Informationen umgehen und Geschäftsentscheidungen treffen.

Der Test wird mit den neuen Fragen aber nicht länger dauern als bisher. Dreieinhalb Stunden haben die Kandidaten auch in Zukunft Zeit. Dafür soll einer der beiden Essays, den die Bewerber bisher schreiben mussten, entfallen.

Der GMAT bekommt seit wenigen Jahren Konkurrenz, die er vorher nicht kannte. Denn MBA-Kandidaten können sich an immer mehr Schulen auch mit dem GRE-Test des Wettbewerbers Educational Testing Service (ETS) bewerben. Da viele Bachelorstudenten diesen am Ende ihres Studiums ohnehin absolvieren, könnte er einmal zur echten Konkurrenz für den GMAT werden. Die Änderungen könnten also zum Teil dem recht jungen Wettbewerber geschuldet sein. Allerdings überarbeiten beide Anbieter ihre Tests regelmäßig.

Eine veränderte Version des GRE wird im August 2011 auf den Markt kommen. ETS will dann einen neuen Typ von Fragen einbauen, der GRE soll zudem benutzerfreundlicher werden. ETS will im sprachlichen Teil des GRE-Tests die seit langem kritisierten Antonyme und Analogie-Aufagen rausschmeißen, die der Konkurrent GMAT nach eigenen Angaben schon seit Jahrzehnten nicht mehr abfragt, weil sie zu leicht zu merken seien. Im analytischen Teil sollen die mathematischen Fähigkeiten auch weiter abgefragt werden, allerdings werden die Kandidaten mehr gefordert sein, Daten zu interpretieren und sich mit wirklichkeitsnahen Szenarien auseinanderzusetzen.

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