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Konfitürenkönigin Ursula Oetker gestorben

Die Unternehmerin Ursula Oetker ist tot. Wie am Mittwoch bekannt wurde, starb die langjährige Eigentümerin und Gesellschafterin des Konfitüren-Herstellers Schwartauer Werke bereits am 23. Dezember im Kreise ihrer Familie.

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HB LÜBECK. Ursula Oetker wurde 90 Jahre alt und von den Schwartauer Werken in einer Traueranzeige als ?menschliches Vorbild? bezeichnet. Sie habe ihrer Firma ?auch in schwierigen Zeiten uneingeschränkt zur Seite? gestanden. Die Beisetzung ist am Donnerstag in Detmold (Nordrhein-Westfalen) geplant.

Ursula Oetker war die Enkelin des Backpulver-Pioniers August Oetker und die Schwester des ehemaligen Oetker-Konzernchefs Rudolf August Oetker. Ihr Sohn und Nachfolger bei Schwartau, Arend Oetker, ist der Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Ursula Oetker war durch Erbschaften Mitte der 60er Jahre Alleingesellschafterin der Schwartauer Werke geworden. ?Das war ein Sanierungsfall?, sagte Arend Oetker den ?Lübecker Nachrichten?. Er hatte 1968 die Geschäftsführung übernommen: ?Verdient wurde nichts.? Mutter und Sohn verzichteten auf Gewinnausschüttung und leiteten eine Sanierung ein. Arend Oetker machte die Firma schließlich profitabel.

Die Schwartauer Werke sind heute Marktführer bei Konfitüre in Deutschland. Ursula Oetker blieb weiterhin Mitglied des Aufsichtsrates und in der Firma präsent: ?Sie war auch bei jedem Betriebsfest und beim Rentnerkaffee dabei?, erinnerte ihr Sohn.

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