Kommando "Warum"?! Nachwuchsgeneration diktiert neue Werte

Die Unternehmen müssen den Wertewandel vorantreiben, um die Jungen Zweifler an sich zu binden: Mehr Flexibilität, eine gute Work-Life-Balance und der Wunsch nach Wertschätzung – das sind die anspruchsvollen Forderungen der "Millennials".

Anne Ritter | , aktualisiert

Nachwuchsgeneration diktiert neue Werte

Foto: alphaspirit/Fotolia.com

Die Generation der heute 18- bis 33-Jährigen revolutioniert den Arbeitsmarkt. "Die Millennials verändern unsere Arbeitskultur grundlegend", sagt PwC-Personalvorstand Marius Möller. Die hochqualifizierten Nachwuchskräfte setzen die Unternehmen unter erheblichen Anpassungsdruck. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher größte Studie zu Verhalten und Erwartungen der jüngeren Arbeitnehmergeneration – eben der "Millennials", die häufig auch "Generation Y" oder "Digital Natives" genannt werden.

Im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC befragten die University of Southern California und die London Business School (LBS) weltweit rund 44.000 PwC-Mitarbeiter dazu, inwieweit sich die Generation Y von den älteren Generationen unterscheiden.

Die Work-Life-Balance steht auf der Prioritätenliste an oberster Stelle: Die "Umdiedreißigjährigen" wollen ihr Privatleben nicht für die Karriere opfern. 71 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre beruflichen Pflichten sich auf ihr persönliches Leben auswirken. Deswegen fordern sie flexiblere Arbeitszeiten (66 Prozent) und die Möglichkeit zur Heimarbeit (64 Prozent).

Generation Klick sehnt sich nach Werten

Das zeigt auch die Student Survey 2013, die zu dem Ergebnis kommt, dass Selbstbestimmung und Familie wichtiger sind als Erfolg und Geld. "In einer Zeit, die gefühlt immer schneller verrinnt, jeder materielle Wunsch nur einen Mausklick entfernt ist, Markenwerte von heute Morgen schon wieder überholt sind, in der wir gestern noch über Facebook unsere Freundschaften pflegten und heute über Pinterest unser Leben mit Millionen anderer teilen, ist es sehr verständlich, dass der Wunsch nach Beziehungen und Ankerpunkten im realen Leben wächst", kommentiert Melanie Vogel, Initiatorin der Studie. 70 Prozent der Frauen und 72 der Männer erwarten, dass Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch den Arbeitsgeber gefördert wird.

Die Bedingungen an den Arbeitsplatz beziehen sich vor allem auf zwischenmenschliche Werte: Eine teamorientierte Unternehmenskultur rangiert nach der PwC-Studie an oberster Stelle. Sowie das regelmäßige Feedback und die Wertschätzung vom Vorgesetzten.

"Einbeziehen in Entscheidungen" (74 Prozent) und "Lob" (66 Prozent) sind aus Sicht der 400 Teilnehmer der Student Survey die wichtigsten wertschätzenden Handlungen, die Arbeitgeber der Generation Y entgegen bringen können. 67 Prozent der Befragten wünschen sich eine Kreativzeit-Regelung – um in 20 Prozent der Arbeitszeit neue Ideen und Projekte entwickeln zu können.

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