Kleiderwahl Das perfekte Outfit für Männer

Wie viele Anzüge soll ich mir zum Jobstart zulegen? Ist ein hoher Preis auch ein Garant für hohe Qualität? Und muss es am Handgelenk wirklich eine Rolex sein? Dirk Pfister beantwortet diese Fragen und berät junge Berufseinsteiger bei der richtigen Kleiderwahl.

karriere.de | , aktualisiert

1. Ein bis vier Anzüge gehören in den Schrank
Wie viele Anzüge ein Berufseinsteiger haben sollte, kommt stark auf die Branche und die Firma an. Ein Jungbanker muss mindestens zwei, besser noch drei bis vier haben. Wer geschickt ist, kommt auch mit wenigen Anzügen aus, dafür besitzt er viel mehr Hemden und Krawatten. In kreativen Berufen sind Anzüge seltener erforderlich, da tut es oft schon ein einziger.

2. Kein Outfit an zwei aufeinanderfolgenden Tagen tragen
Jeder sollte vermeiden, dasselbe Outfit mehrere Tage in Folge zu trage - egal ob Berufsanfänger oder Seniorberater. Für eine andere Krawatte, selbst wenn sie nur fünf Euro kostet, soll es immer reichen. Jeder hat ein paar Euro für Einsteigerkrawatten übrig.

3. Nie bessere Marken tragen als der Vorgesetzte
Wie wichtig die Marke des Anzugs ist, entscheiden vor allem die Kunden, der Vorgesetzte und die Kollegen. Das Wesentliche ist die Wirkung auf andere. Daher sollte sich ein Berufsanfänger vor allem an diesen Personengruppen orientieren. Grundsätzlich sollte ein Berufsanfänger unterhalb seiner Vorgesetzten beginnen. Tipp: Am besten wählt man Maßanzüge, denn die haben keine Label.

4. Anzug: Preiswert heißt nicht billig
Der erste Anzug kann direkt ein teurer Anzug sein oder auch ein kostengünstigeres Modell. Viel wichtiger als der absolute Preis ist, dass der Anzug gut aussieht und eine gute Qualität besitzt. „Preiswert" bedeutet also nicht billig, sondern „seinen Preis wert".

5. 80 Prozent des Kleidungsbudgets sollten in Berufskleidung gehen
Männer die Karriere machen möchten sollten rund 80 Prozent des Kleiderbudgets für Berufskleidung ausgeben. Das bedeutet leider: weniger für Tauch-, Surf- und Mountainbike-Outfits!

6. Mindestens zehn Krawatten kaufen!
Ein Berufseinsteiger sollte mindestens zehn Krawatten besitzen, damit er sich zwei Wochen lang nicht zu wiederholen braucht.

7. Fingernägel feilen und eine elegante Uhr tragen!
Weibliche Personalchefs achten verstärkt auf Fingernägel, Schuhe und die passenden Größen bei der Kleidung. Männliche Personalchefs ticken etwas anders und bewerten Anzug, Krawatte und Uhr.

8. Outfit und auch die Farbwahl haben Einfluss auf das Gespräch

Besonders bei Einstellungsgesprächen ist die Farbwahl des Outfits wichtig. Kaum eine Firma möchte eine Außendienststelle mit einem sofort erkennbar nachlässigen Mitarbeiter besetzen. Kaum ein Chef wünscht sich eine verlottert ausschauende Meute vor seiner Bürotür. Ein Outfit kann stets die Aussagen zur eigenen Person unterstützen oder behindern. Daher gilt: Sind die Farben zu grell oder auffällig, lenken diese vom Gesprächsinhalt ab. Die Kleidung sollte sich nicht in den Vordergrund schieben.

9. Die Qualität eines Anzugs ist für den Chef erkennbar
Der Preis ist nicht sofort erkennbar, die Qualität durchaus. Das Wichtigste sind Passform, dezente Farben und die richtigen Längen.

10. Ein Berufsstarter muss sich an die Kleidungsordnung der Kollegen anpassen 
Kleidung ist ein Teil unserer Kommunikation und zeigt damit auch soziale Kompetenz. Wer seine Flexibilität auch in der Kleidung unter Beweis stellt, gilt gewiss nicht allzu lange als der Anfänger, sondern ist schneller akzeptiert.

Dirk Pfister, geboren 1968 in Altrip am Rhein, trainiert Männer, sich treffsicher zu kleiden. Für ihn ist Kleidung ein Kommunikationsmittel das zielsicher eingesetzt werden kann. Er selbst ist seit 1994 als Referent und Trainer tätig. Auf den Grundlagen seiner langjährigen Erfahrungen im Umgang mit Vertriebs- und Führungskräften bei Seminaren und Incentives im In- und Ausland, seines BWL-Studiums mit den Schwerpunkten Personal- und Ausbildungswesen erarbeitete er Schulungs- und Vortragsinhalte, die auf die Innen- und Außenwirkung von Firmenrepräsentanten abzielen.

Pfisters Ziel ist es, über die verbesserte äußere Erscheinung die Ausstrahlung der jeweiligen Personen zu steigern, deren Wirkung auf Geschäftspartner zu optimieren so dass die Umsatz- und Ertragsergebnisse positiv beeinflusst werden. Dirk Pfister erhebt seit Mitte der Achtziger eigene Studien zur Wirkung von Kleidung und Auftreten auf berufliche Beziehungen. www.treffsicher-kleiden.de/

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