Karriere-Städteranking Frankfurt, Berlin und Köln siegen im <br />"War for Talents"

In Frankfurt, Berlin und Köln schaffen es Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern am besten, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Um eine Stelle als ITler bewerben sich zum Beispiel in Frankfurt fünfmal mehr Jobsuchende als in Nürnberg und an einer Ingenieursstelle in Berlin sind sechsmal mehr Bewerber interessiert als in Dresden.

Anne Koschik | , aktualisiert


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Langzeitstudie

Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie von karriere.de, bei der über ein halbes Jahr rund 7,2 Millionen Jobanzeigen und das Verhalten von 1,5 Millionen Stellensuchenden untersucht wurden – in den Bereichen „Ingenieure und Technik“, „IT und Telekommunikation“, „Wissenschaft und Forschung“ und „Medien“. Für die Studie hat karriere.de die zwölf einwohnerreichsten Städte mit den meisten Stellenangeboten und Bewerbern unter die Lupe genommen.

Ballungsräume ohne Wachstum

Unternehmen aus Branchen mit hoher Innovationskraft und positiven Wachstumsaussichten siedeln sich bevorzugt dort an, wo genügend hochqualifizierte Arbeitskräfte verfügbar sind. Das klingt nach einer belanglosen Binsenweisheit. Jetzt aber, wo der Fachkräftemangel allgemein spürbar wird, gewinnt dieser Satz an Sprengkraft. Denn die Bevölkerung geht zurück: Alle Bundesländer außer Berlin und Hamburg haben zuletzt an Einwohnern verloren.

Wachstum verzeichneten allein städtische Ballungsräume wie München, Hamburg, Düsseldorf, Köln oder Frankfurt am Main. Nur: Bevölkerungszuwachs allein bedeutet nicht zwangsläufig einen Zuwachs an hochqualifizierten Bewerbern. Viele Unternehmen stellen also die Frage: Wo finde ich geeignete Mitarbeiter?

Das karriere.de-Ranking schafft Abhilfe, denn es deckt auf, wo der Arbeitsmarkt funktioniert und wo nicht:

Die besten Chancen, dem Fachkräftemangel zu entgehen, haben Arbeitgeber in:

1)Frankfurt/Main
2)Berlin
3)Köln
4)Düsseldorf
5)Hamburg

In den folgenden Städten haben Unternehmen es besonders schwer, ihren Fachkräftebedarf zu decken:

6.) Stuttgart
7.) Leipzig
8.) München
9.) Dortmund
10.) Bremen
11.) Dresden
12.) Nürnberg

Für Bewerber heißt das: Nirgendwo sonst ist es für sie so einfach, den Traumjob zu ergattern wie in Nürnberg, Dresden oder Bremen. Es will nur niemand hin!

 





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In den Zukunftsbranchen klafft bereits jetzt eine riesige Fachkräftelücke: Um viel zu wenige Bewerber ist der „War for talents“ voll entbrannt. Das melden Arbeitsamt, Wirtschaftsinstitute und die jeweiligen Wirtschaftsverbände. Selbst Top-Arbeitgeber, die allein aufgrund ihrer Markenbekanntheit in der Regel keine Rekrutierungsprobleme haben, tun sich schwer, geeigneten Nachwuchs zu finden.

Und das wird sich fürs erste auch nicht ändern: Die Geburtenrate in Deutschland ist niedrig, es gibt zu wenige Schulabgänger, zu wenige Studierende, zu wenige entsprechend qualifizierte Migranten – und noch zu wenige Frauen, die nach der Babypause wieder voll in den Job einsteigen. Gehalt alleine lockt hochqualifizierte Bewerber nicht mehr, sie erwarten ein passendes Gesamtpaket mit Karrieremöglichkeiten und mehr Lebensqualität – und sie sind immobiler geworden. Der Arbeitsmarkt gibt das her.

Karriere wollte wissen, welche Stadt in Sachen Zukunftsjobs am besten gerüstet ist und wo Unternehmen die wenigsten Probleme haben, Bewerber zu finden.


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Basis zur Ermittlung der zukunftsträchtigen Jobs war eine Langzeitbeobachtung des Stellenmarktes über ein halbes Jahr (Oktober 2010 bis April 2011), bei der rund 7,2 Millionen Jobanzeigen (in 28 Stellenbörsen, überregionalen Zeitungen, Zeitschriften, bei der Bundesagentur für Arbeit sowie auf mehr als 2.000 Unternehmensseiten) und das Verhalten von 1,5 Millionen Stellensuchenden untersucht wurden – in den Bereichen „Ingenieure und Technik“, „IT und Telekommunikation“, „Wissenschaft und Forschung“ und „Medien“.

Stadt für Stadt wurden die Jobanzeigen der Zukunftsjobs zu den geschalteten Stellenangeboten aller Branchen in Relation gesetzt. In einem zweiten Schritt wurden die Jobsuchenden (mittels anonymisierter Userdaten) ermittelt: Wie viele Kandidaten gibt es insgesamt, die in der jeweiligen Stadt suchen, und wie groß ist der Anteil derer, die für die Zukunftsjobs in Frage kommen? Mit Hilfe dieser Daten konnte nun ermittelt werden, in welcher Stadt sich Angebot und Nachfrage am besten decken.

Ausgewählt wurden die zwölf einwohnerreichsten Städte mit den meisten Stellenangeboten und den deutlichsten Entwicklungen in den Jobs der Zukunftsbranchen.

 



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