Jobtrends 2016 Beste Aussichten für Absolventen

Akademiker aufgepasst: Mindestens 17.000 Stellen wollen Unternehmen aktuell besetzen. Bei der Bewerber-Auswahl ganz vorn stehen Wirtschaftswissenschaftler vor Informatikern und Ingenieuren, stellt die Studie "Staufenbiel JobTrends Deutschland 2016" fest. Studienschwerpunkte spielen eine zunehmend stärkere Rolle: Die meisten Arbeitgeber halten sie sogar für wichtiger als die Examensnote. Auch die Praxiserfahrung der Absolventen gewinnt an Relevanz.

ak | , aktualisiert

Beste Aussichten für Absolventen

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Foto: pressmaster/Fotolia.com

Der Bedarf an akademischem Nachwuchs wächst weiter. Allerdings entfallen rund 40 Prozent der Jobangebote auf Praktikanten. Die Praktikumsstellen werden von 91 Prozent der Unternehmen zur Verfügung gestellt. Rückläufig – wenn auch auf noch hohem Niveau – ist die Zahl der Angebote für Werkstudenten oder die Betreuung von Abschlussarbeiten.

Bachelor-Abschluss gewinnt an Bedeutung

Am meisten gesucht über alle Branchen hinweg sind Wirtschaftswissenschaftler vor Informatikern und Ingenieuren. Dabei bevorzugen Arbeitgeber den Master-Abschluss. Bachelor-Absolventen holen im Ansehen jedoch weiter auf: Bei rund 60 Prozent der Arbeitgeber haben sie gute Karten und gleiche Entwicklungsperspektiven.

Viele Unternehmen zahlen hohe Einstiegsgehälter

Auch an den Einstiegsgehältern zeigt sich die Akzeptanz des Bachelor-Abschlusses, denn 55 Prozent der Unternehmen zahlen Einsteigern das gleiche Gehalt wie Master-Absolventen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Prozentsatz um drei Punkte gestiegen. Über die Hälfte der Unternehmen zahlt Einsteigern mehr als 40.000 Euro im Jahr: Bei 34 Prozent der Unternehmen liegt das Einstiegsgehalt zwischen 40.000 und 44.999 Euro, bei 24 Prozent zwischen 45.000 und 49.999 Euro.

Für Arbeitgeber haben Studienschwerpunkte eine zunehmend hohe Relevanz. Bei der Bewerber-Auswahl fallen sie sogar stärker ins Gewicht als die Examensnote. Der Studienverlauf folgt auf Position drei.

Interessant ist, dass selbst bei Juristen die Note des zweiten Staatsexamens unwichtiger wird: Sahen im Vorjahr noch 85 Prozent der Unternehmen diese Note als entscheidend für die Bewerberauswahl an, sind es jetzt nur noch 70 Prozent.

Praxis-Erfahrung als Einstellungskriterium

Die Studie beweist nicht zuletzt: Praxis-Erfahrung hat einen bedeutenden Stellenwert für die Einstellung und ist damit ungefähr gleichrangig mit Englischkenntnissen der Bewerber, die für Dreiviertel der Unternehmen unerlässlich sind.

Noch eine Anmerkung zur Form der Bewerbung: Anschreiben und Lebenslauf auf Papier haben weitgehend ausgedient. Arbeitgeber bevorzugen die digitale Bewerbung: Rund Dreiviertel wünschen E-Mail-Bewerbungen, bei knapp zwei Dritteln ist die Bewerbung auf Online-Formularen mittlerweile das übliche Prozedere.

Der Einstieg ins Unternehmen erfolgt dann am häufigsten direkt. Bei 84 Prozent der Arbeitgeber ist das so. Gleichzeitig haben sich Traineeprogramme bei etwa 50 Prozent der Unternehmen etabliert. Kurze Einführungsprogramme bieten rund 30 Prozent der Unternehmen an und nur 16 Prozent der Einstiege erfolgt über Assistenzpositionen.

Quelle: An der Studie "Staufenbiel JobTrends Deutschland 2016", die vom Berliner Trendence Institut für Personalmarketing durchgeführt wurde, beteiligten sich rund 300 Unternehmen mit mehr als 7,8 Millionen Mitarbeitern weltweit. Sie erhalten Anfragen von über 120.000 Bewerbern im Jahr.

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