Jobsuche Meister sind seltener arbeitslos als Akademiker

Bildung und vor allem Ausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit. Doch wo es lange hieß, dass nur ein Studium gegen Jobverlust absichert, zeigt sich nun: Wer auf Nummer sicher gehen will, besucht die Meisterschule.

Kerstin Dämon, wiwo.de | , aktualisiert

Meister sind seltener arbeitslos als Akademiker

Foto: stockphoto-graf/Fotolia.com

Lange galt das Studium als Allheilmittel gegen Arbeitslosigkeit. Das hat sich geändert, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegt. Zwar sind Akademiker weiterhin selten von Arbeitslosigkeit betroffen – ihre Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt 2013 bei 2,5 Prozent – Techniker und Meister verlieren ihre Jobs aber noch seltener. Seit der Wirtschaftskrise seien sie weniger von Erwerbslosigkeit betroffen als Hochschulabsolventen. Nur zwei Prozent der Arbeitslosen in Deutschland sind Meister oder Techniker.

Schwierig ist die Lage hingegen noch immer für Personen ohne berufliche Qualifikation: Ihre Arbeitslosenquote erhöhte sich 2013 auf 20 Prozent. Nicht nur, dass es immer weniger Jobs gibt, für die keine Ausbildung nötig ist, mittlerweile veraltet Wissen auch immer schneller. Was heute der neueste Stand der Dinge ist, ist morgen schon völlig überholt.

Wer sich also nicht regelmäßig weiterbildet, hinkt schnell hinterher. "Dabei erleichtert eine Hochschulausbildung die berufliche Neuausrichtung", heißt es in der Studie. Bildung spielt im Übrigen auch eine Rolle, wenn keine Ausbildung gemacht wurde. Der Abiturient ohne Lehre kriegt immer noch leichter einen Job, als der Hauptschüler ohne Ausbildung. "Ein höherer schulischer Abschluss verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt", bestätigen auch die Arbeitsmarktforscher. So war in der Gruppe ohne schulischen Abschluss fast jede dritte Person arbeitslos.

Mit Hauptschulabschluss halbierte sich diese Quote nahezu auf 17,8 Prozent. Bei Personen ohne Berufsausbildung, aber mit einem mittleren Bildungsabschluss lag die Arbeitslosenquote bei 9,8 Prozent.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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