Jobsuche Fettnäpfchen bei E-Mail-Bewerbungen

Früher wurden Bewerbungen auf dem klassischen Weg verschickt: Ausgedruckt, per Post und in einer Bewerbungsmappe. Heute kommt die Bewerbung per Mail, das ist schneller und günstiger. Doch hier lauern Fettnäpfchen.

Clare Devlin, wiwo.de | , aktualisiert

Fettnäpfchen bei E-Mail-Bewerbungen

Anhang1

Foto: jd-photodesign/Fotolia.com

Eine Bewerbung schreiben – das dauert. Bis alle Rechtschreibfehler gefunden und alle Absätze richtig formatiert sind, vergeht schon mal die ein oder andere Stunde. Dann muss das Ganze auch noch ausgedruckt werden, aber bitte nicht auf dem üblichen 70 Gramm Papier. 100 sollten es schon sein.

Also ab zum Schreibwarenhändler. Zu Hause stellt man dann fest: Die Druckerpatrone ist leer, der große Briefumschlag und das passende Porto fehlen, die Bewerbungsfotos gibt es auch nur noch in digitaler Form. Ganz zu schweigen von der Bewerbungsmappe, die unten rechts schon etwas kaputt ist.

Da ist das elektronische Anschreiben eine willkommene Alternative. Einfach und schnell, mit ein paar Klicks und direkt vom heimischen Computer aus. Viele Firmen haben längst auf die Bewerbung per E-Mail umgestellt. Aber: Es lauern viele Fettnäpfchen, in die der Bewerber treten kann.

Mit den Anhängen sparen

"Alles weitere finden Sie im Anhang" – So, oder so ähnlich enden die meisten Online-Bewerbungen. Was dann häufig folgt, ist ein Chaos in den Anhängen.

Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnis, Arbeitsproben und Arbeitszeugnisse – alle einzeln, durcheinander und oftmals auch noch unbeschriftet. Die Personaler müssen sich dann erstmal durch unübersichtliche Datenmengen arbeiten und selber herausfinden, was wohin gehört. Die Anhänge sollten besser zu einem oder maximal zwei Anhängen zusammengefasst werden.

Auffällig ist nicht immer gut

Wer herausstechen will, sollte das nicht durch bunte Farben, viele Bilder oder experimentelle Schriftarten tun. Auch Photoshop-Profis und Verfechter der Schriftart "Comic Sans MS" sollten sich zurückhalten.

Spielereien und unkonventionelle Ideen müssen auch in einer elektronischen Bewerbung nicht sein. Denn: Es wirkt schnell unseriös. Die Bewerbung sollte gradlinig, dezent und einfarbig gestaltet werden.

Viele Bewerber platzieren direkt im E-Mail-Fenster ihr Anschreiben. Das ist allerdings nicht ratsam. Viele Personaler drucken sich die Online-Bewerbung aus – und vergessen dabei schnell das E-Mail-Fenster mit dem wichtigsten Teil. Sinnvoller ist es, im E-Mail-Fenster nur ein paar Sätze zu schreiben und kurz das eigene Anliegen vorzustellen.

Danach kann dann auf die Anhänge verwiesen werden. Die sollten idealerweise als PDF hochgeladen sein. Das Anschreiben sollte auch in elektronischer Form nicht länger als eine Seite lang sein.

Datenwust vermeiden

Der Daten-Dschungel im Internet suggeriert: Wir haben unendlich viel Platz für Anhänge. Also wird nach und nach immer mehr hochgeladen. Ein Foto, ein Zeitungsartikel zum Thema und eine Linksammlung der eigenen Arbeitsproben.

Da kommt schnell ein großes Datenvolumen zusammen.

Anhänge sollten allerdings nicht größer als zwei Megabyte sein – das ist die Obergrenze. Wenn die E-Mail das Postfach des Empfängers verstopft, landet sie schneller im Papierkorb als erwartet. Oder sie wandert direkt und ungelesen in den Spam-Ordner. Das Nötigste reicht völlig aus, im Bewerbungsgespräch kann dann noch ergänzt werden. Wer trotzdem viele Daten schicken muss, kann sie zum Beispiel als ZIP-Datei komprimieren.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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