Jobs in der Medienbranche Digital zum Erfolg

Die digitalen Jobs halten zunehmend Einzug in die Medienwelt und wälzen damit eine ganze Branche um. Völlig neue Berufsbilder werden aus dem Boden gestampft. Welche Jobs gefragt sind, verrät der Karriere.de-Jobturbo.

Miriam Bax | , aktualisiert

Digital zum Erfolg

Stellenangebote im Bereich Medien

Foto: Rawpixel/Fotolia.com

In den großen Medienhäusern tut sich momentan einiges. Klassische, zumeist technische Jobs wie Drucker, Buchbinder oder Setzer werden immer rarer, Redaktionen laufend dezimiert. In den Verlagen fielen laut Statischem Bundesamt seit 1991 etwa 85.000 Arbeitsplätze weg, der überwiegende Teil davon in den vergangenen fünf Jahren.

Stattdessen zieht auf Seiten von Vermarktung und Software der Mitarbeiterbedarf an. Das zeigt die aktuelle Auswertung des Karriere.de-Jobturbos auf Basis der Stellenangebote der bundesweit bedeutendsten (Online-)Stellebörsen, Zeitungen und Karriereportalen der Top-Unternehmen.

Unterschiedliche Entwicklung der Marktsegmente

Die Etablierung digitaler Technik in unserem Alltag verdeutlicht eine aktuelle Erhebung der Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PwC. Denn nach dem "German Entertainment and Media Outlook: 2014 - 2018" verbuchte die Medienbranche 2013 ein Umsatzplus von 1,8 Prozent. Vor allem die Werbeerlöse legten zu, maßgeblich dank des digitalen Bereichs wie den Teilsegmenten Videospiele bis hin zu Online-Werbung.

Die einzelnen Marktsegmente haben sich 2013 allerdings unterschiedlich entwickelt. Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC sagt: "Die Teilbranche Online-Werbung, Internetzugang, Hörfunk, Außenwerbung und Fernsehen konnten ein deutliches Umsatzwachstum erwirtschaften. Die Einnahmen in den Segmenten Buch, Musik und Film entwickelten sich stabil. Die Bereiche Zeitungen, Zeitschriften und Videospiele mussten hingegen Umsatzrückgänge hinnehmen."

Nach PwC-Angaben wird die fortschreitende Digitalisierung weiterhin Wachstumsmotor in der Medienbranche bleiben. Demnach wachse die Branche im Schnitt um 1,8 Prozent pro Jahr weiter. Damit ändert sich auch die Berufswelt Medien.

Der Blick in die Statistik der Job-Metasuchmaschine Jobturbo zeigt: Hoch im Kurs stehen Mitarbeiter mit technologischer und digitaler Kompetenz. Informatiker haben derzeit freie Bahn in der Branche.

Verglichen mit 2013 wurden im vergangenen Jahr laut Jobturbo zum Beispiel mehr als doppelt so viele Stellen für Data Scientists geschaltet. Datenspezialisten also, die Informationen zusammentragen, auswerten und analysieren können. Hier haben neben Informatikern auch kreative Autodidakten eine Chance.

Crossmediale Kompetenz erwünscht

Darüber hinaus boomt der Bereich Mobile im Mediensektor. Der Jahresvergleich belegt für App-Entwickler rund ein Viertel mehr Jobs. Von zunehmender Bedeutung ist außerdem der Sicherheitsaspekt. Wie soll mit welchen Daten umgegangen werden?

Security Manager kümmern sich um die Strategie der IT-Sicherheit im Unternehmen. Neben kommunikativen Fähigkeiten ist dabei juristisches Know-how im Bereich Datenschutz wichtig.

Auch das Thema Suchmaschine spielt weiterhin eine zentrale Rolle. SEO-Fachkräfte, zumeist Marketing-Spezialisten mit technischer Affinität, werden für die Optimierung von Inhalten fürs Internet gesucht.

Außerdem werden Experten in den Bereichen Suchmaschinenmarketing (SEM) und -werbung (SEA) benötigt.

Knapper werden die Offerten hingegen im redaktionellen Umfeld, zumeist für klassische Redakteur-Posten. Im Vergleich: 2011 gab es laut Jobturbo noch über 16 Prozent mehr redaktionelle Angebote als im vergangenen Jahr.

Verschwimmen der klassischen Grenzen

Diese Entwicklung beobachtet auch der Personaldienstleister Adecco. "Die Grenzen zwischen klassischen und Online-Redaktionsstellen verschwimmen zusehends", sagt Adecco Geschäftsführer Thomas Bäumer. Nach Angaben des Adecco-Stellenindex wird mittlerweile in über der Hälfte (63 Prozent) der redaktionellen Stellenausschreibungen im Anzeigentext von einer Tätigkeit im multi- und crossmedialen Kontext gesprochen. Hier klettern die Angebote für Praktika und Volontariate nach oben.

Ballungsräume mit den meisten Angeboten

Die Medienproduktion in Deutschland konzentriert sich sehr stark auf Ballungsräume. Und dort gibt es auch die meisten Jobs. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge konzentriert sich ein Drittel der bundesweit ca. 1,1 Millionen bundesweit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Medienumfeld an neun Standorte.

Darunter fallen allen voran München, Köln, Hamburg, Stuttgart, Mainz und Düsseldorf.

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