IT-Karriere Immer auf dem Absprung

IT-Führungskräfte müssen sich auf einen häufigen Wechsel des Arbeitgebers einstellen. Nur auf diesem "Umweg" gelingt der Aufstieg.

Mathias Peer | , aktualisiert

Immer auf dem Absprung

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Foto: ryanking999/Fotolia.com

Wer IT-Chef werden möchte, der muss dafür in der Regel die Firma wechseln. Der Aufstieg bis an die Spitze der IT-Abteilung im eigenen Unternehmen ist nur in den seltensten Fällen möglich.

Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Booz & Company hervor.

Die Autoren haben für ihre Erhebung die Karrierewege von 60 IT-Chefs (CIOs) in großen internationalen Konzernen aus unterschiedlichen Branchen untersucht. Dabei zeigt sich: Gerade einmal jeder Dritte CIO hat seine Position durch Aufstieg im eigenen Unternehmen erreicht. Die Mehrheit kam von außen.

Karriereaufbau auf der Niederlage eines Anderen

Der Grund dafür: Meistens suchen Unternehmen einen neuen IT-Chef, wenn der alte aufgrund eines fehlgeschlagenen IT-Großprojekts gehen musste.

"In diesem Fall ergibt es Sinn, die IT-Leitung in die Hände eines bisher nicht involvierten Managers zu legen", sagt Rainer Bernnat, Studienautor und Partner bei Booz. Der externe Manager ist seiner Meinung nach besser in der Lage, kritische Situationen mit der erforderlichen Konsequenz zu bereinigen.

Hohes Maß an Flexibilität

Zu solchen Neuaufstellungen kommt es in der IT deutlich häufiger als in anderen Unternehmensbereichen. Die Führungskräfte müssen daher ein großes Maß an Flexibilität an den Tag lagen.

"Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten eines Misserfolgs im Rahmen von IT-Großprojekten sind CIO-Positionen oftmals von kurzer Dauer", sagt Bernnat. Der häufige Wechsel führe zu vielen ähnlichen Stationen in den Lebensläufen von IT-Profis mit Führungspositionen.

Damit es dabei nicht zu Brüchen kommt, sollten die CIOs die Kontaktpflege nicht vernachlässigen. Denn laut der Booz-Studie haben weniger als 30 Prozent der IT-Chefs ihre aktuelle Stelle mit Hilfe von Headhuntern bekommen.

Beim Großteil spielte das persönliche Netzwerk eine große Rolle. Für den weiteren Aufstieg erscheinen die Chancen besser denn je: Als nächsten Karriereschritt kann sich bereits jeder zweite CIO vorstellen, die IT zu verlassen und in den Vorstand aufzurücken.

Karrierewege, die früher unvorstellbar waren

Das geht aus einer im November veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hervor. Noch vor wenigen Jahren wären solche Karrierewege sehr unwahrscheinlich gewesen, schreiben die Studienautoren.

Ein Viertel der Befragten kann sich zudem vorstellen, als Berater zu arbeiten.


 




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