Interview mit Jon Christoph Berndt Das Konzept hinter "Human Branding"

Unser Job-Coaching-Experte erklärt, wie Menschen mit "Human Branding" eine starke Marke aus sich machen. Doch was genau ist "Human Branding" eigentlich? Fünf Fragen an Jon Christoph Berndt über sein Konzept der menschlichen Markenbildung.

Kirsten Ludowig | , aktualisiert

Herr Berndt, was genau ist „Human Branding“?
Bei Human Branding passen wir die Methoden und Werkzeuge, die Unternehmen nutzen, um Produkte erfolgreich zu positionieren, an die besonderen Bedürfnisse des Menschen an. Das heißt, Human Branding schafft die Grundlagen dafür, dass aus einem Menschen eine starke Persönlichkeit mit einem klaren Profil wird. Es macht ihn zu einer Marke. Wenn er auf dieser Grundlage lebt und sich ständig fortentwickelt, kann er mehr erreichen mit weniger Anstrengung. So wird ein Mensch zufriedener und glücklicher, sowohl im Job als auch privat.

Wie sind Sie auf die Idee für das Konzept des „Human Brandings“ gekommen?
Ich habe fast drei Jahre über das Konzept nachgedacht. Man könnte fast sagen, es hat drei Jahre gegärt. Ich habe in dieser Zeit eine Ausbildung zum systemischen Trainer und Coach gemacht und hatte viel mit Menschen zu tun. Das hat mich darin bestärkt, ein Konzept zu entwickeln, das es auch Menschen ermöglicht, sich eindeutig zu positionieren. 2005 habe ich dann die brandamazing: Unternehmensberatung für Markenkommunikation gegründet. Im April 2007 war das Produkt Human Branding schließlich marktreif, und wir sind damit an die Öffentlichkeit gegangen.

Wer braucht „Human Branding“? Wer sind Ihre Kunden?
Human Branding ist ein Angebot für alle Menschen, die im Leben weiterkommen möchten. Vor allem aber richtet es sich an diejenigen, die unter enorm starkem Druck stehen, weil sie sich ständig bemerkbar machen und ihre Vorzüge auf den Punkt bringen müssen. Das sind die Menschen, die sich beruflich in einem riesigen Haifischbecken befinden und sich nicht nur über den Preis oder die Leistung, sondern eben vor allem über die eigene Marke von der Konkurrenz abgrenzen wollen. Dazu gehören beispielsweise Manager, Politiker oder andere Personen des öffentlichen Lebens. Aber auch Anwälte oder Architekten.

Wie sieht ein typisches Seminar bei Ihnen aus?
In einem zweitägigen Intensivseminar entwickeln wir mit den Teilnehmern, es sind maximal acht, ihre persönliche Marke. Dabei gehen wir – wie auch Unternehmen bei ihren Produkten – auf Alleinstellungsmerkmale, Kundennutzen und vieles mehr ein. Das Seminar ist sehr interaktiv und erarbeitet vor allem die soften, emotionalen Werte und Faktoren, die das Selbst- und das Fremdbild schärfen. Wir arbeiten nicht mit Beamer, Laptop und Power-Point-Präsentationen, sondern sehr viel mit Papier, Stift und Fotos. Was zählt, ist der Bauch und das Herz. Jeder Teilnehmer dreht zum Beispiel seinen eigenen TV-Werbespot, aber ohne Kamera. Außerdem leiten wir aus der Markenpositionierung Ziele und Maßnahmen ab, damit sie wahr wird. Die wesentliche Frage dabei ist, wofür man selber in zwei Jahren stehen möchte.

Beschreiben Sie sich selbst – was sind Sie für eine Marke?
Unternehmen schreiben auf ihrer Homepage gerne „Wir stehen für …“ und dann folgt eine Reihe von Werten. Das will ich aber gar nicht lesen oder hören, sondern ich will es in entsprechenden Taten umgesetzt sehen und spüren. Ich will zum Beispiel sehen, dass ein Unternehmen für Qualität steht, wenn es das behauptet. Genauso ist es bei einem Menschen: Er sollte nicht seine Marke zeigen und erläutern, sondern sich einfach dementsprechend verhalten und sie dadurch erlebbar machen. Mit allem, was er tut – und mit all dem, was er getrost weglassen kann, wenn er eine starke Marke ist.

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