Interview Fortbildung ältere Mitarbeiter „Es muss immer wieder neues Wissen her"

Der Leiter der Personalentwicklung bei der Deutschen Telekom, Peter Körner, erklärt, warum neuerdings auch für Mitarbeiter jenseits der 40 ein Studium bezuschusst wird.

Interview: Ulrike Heitze | , aktualisiert


Foto: hisks/SXC

Warum sollen gestandene Führungskräfte noch mal zur Uni?

Peter Körner: Mit 45 oder 50 haben wir heutzutage noch ein langes Arbeitsleben vor uns. Dafür müssen wir uns beschäftigungsfähig halten. Zugleich muss immer wieder neues Wissen her. Da kann ein Studium, das man mit Mitte 20 beendet hat, nur noch eine gute Basis, aber nicht mehr der Weisheit letzter Schluss sein.

Was ist neu am Fortbildungsprogramm für Ältere?

Körner: Wir bieten Mitarbeitern seit 2009 an, via Teil-Stipendium ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Master-Studium zu absolvieren. Auch unsere älteren Führungskräfte und Experten waren daran sehr interessiert, die meisten hielten aber die zeitliche Zusatzbelastung oder gar den längeren Ausstieg aus dem Job für unpraktikabel. Deshalb starten wir im nächsten Jahr unser Pilotprojekt 40+. Darüber können sie berufsbegleitend und zeitlich gestreckt ein (erneutes) Studium aufnehmen oder promovieren.

Wie funktioniert das?

Körner: Wir kooperieren mit sieben Hochschulen. Aus unserem Studienangebot haben wir rund 200 Module in technischen und ökonomischen Fachrichtungen identifiziert, die nun auch einzeln angeboten werden. Der ältere Mitarbeiter kann diese Studienmodule in seinem Tempo belegen und später für ein komplettes Studium anrechnen lassen.


Foto: hisks/SXC

Wieso lässt sich das besser neben dem Job erledigen?

Körner: Viele Studieninhalte werden per E-Learning offeriert. Das Modul Datenmanagement läuft zum Beispiel über 125 Stunden, beinhaltet aber nur zweieinhalb Präsenztage.

Und wie sieht die finanzielle Unterstützung aus?
 
Körner: Belegt der Mitarbeiter ein Modul, das unserem Bildungsbedarf voll entspricht, werden wir die Kosten komplett übernehmen. Darüber hinaus stellen wir den Mitarbeiter zehn Tage pro Studienjahr für Prüfungen frei. Unterm Strich kommen Mitarbeiter so mit Brief und Siegel zu neuen Qualifikationen und wir als Unternehmen sichern uns den aktuellsten Wissensstand.

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