Integration Einwanderer sichern unseren Wohlstand

Ohne ausländische Fachkräfte kommt die deutsche Wirtschaft nicht mehr aus. Doch unter denen, die gut qualifiziert sind hat Deutschland alles andere als den Ruf, Einwanderer willkommen zu heißen. Der Umgang mit Migranten, die bereits im Land leben, ist der beste Beweis dafür.

Andrea Auler / wiwo.de | , aktualisiert

Egal, ob es die Sonnenallee in Berlin-Neukölln ist oder die Keupstraße im Kölner Stadtteil Mülheim: Wenn Deutsche über das Leben der Zuwanderer in ihrer Mitte disputieren, geht es erst einmal um die schlimmen Zonen der Großstädte. Um wie Fremde in Deutschland lebende Menschen, meist mit türkischen Wurzeln, der deutschen Sprache kaum mächtig, weitgehend unbrauchbar für die deutsche Wirtschaft, oft eine Belastung für das Sozialsystem, manchmal sogar für die öffentliche Sicherheit, nach innen abgeschottet, nach außen unheimlich. Doch ebenso typisch wie Neukölln und Mülheim ist die Sozialisation des FDP-Bundestagsabgeordneten Serkan Tören. 1972 in der tiefsten anatolischen Provinz geboren, kam er als kleiner Junge nach Stade in Niedersachsen. „Natürlich lebte ich nie in einer Parallelgesellschaft – die hätte ja auch nur aus meinen Eltern und mir bestanden!“, sagt der Rechtsanwalt und Integrationsfachmann heute. Und auch wer als Migrant im Ballungsgebiet lebt, kann wirtschaftlich Erfolg haben: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag verzeichnet immer mehr Unternehmensgründungen von Migranten. In diesem Jahr werden Zuwanderer in Deutschland schätzungsweise 150.000 neue Stellen schaffen.

Drohender Fachkräftemangel

Integration ist in – das zumindest hat der zum Rücktritt genötigte Ex-Bundesbanker und Bestsellerautor Thilo Sarrazin richtig erkannt. Der Streit um den Umgang mit Einwanderern hat einen Spitzenplatz auf der politischen Agenda erlangt. Doch bei kaum einem anderen Thema klaffen Wunschdenken, Ängste und Realität so weit auseinander. 40 Jahre Wegschauen und Untätigkeit lassen sich nur schwer revidieren.

Es ist aber nötig. Schon weil die deutsche Erwerbsbevölkerung schrumpft, ruft die Wirtschaft nach ausländischen Fachkräften, ohne die sich der Wohlstand im Land nicht halten lässt. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung verliert Deutschland wegen der Überalterung der Gesellschaft von 2015 an etwa 250.000 Arbeitskräfte pro Jahr, und bekommt vor allem einen massiven Fachkräftemangel – wenn die Politik nicht gegensteuert. Um die Wirtschaftskraft dauerhaft zu sichern, müssen nach DIW-Rechnung mindestens 500.000 Menschen jährlich zuwandern – netto.

Probleme mit ausländischen Abschlüssen

Davon ist Deutschland allerdings weit entfernt. Seit Jahren nimmt die Zahl der Einwanderer kontinuierlich ab, die Zahl der Auswanderer dagegen zu. Seit zwei Jahren ist Deutschland statistisch gesehen ein Auswanderungsland: Es gehen mehr als kommen.
Die Probleme sind hausgemacht. Denn statt zu integrieren, hat die deutsche Zuwanderungspolitik genau das Gegenteil bewirkt. „Die Politik hat hier schwere Fehler gemacht“, sagt der FDP-Politiker Tören. Sie tut es immer noch. Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft und eines auch heute schon spürbaren Fachkräftemangels wird eigentlich jeder Qualifizierte dringend gebraucht – und Millionen Talente liegen brach.
Ärztinnen aus Südamerika arbeiten in Deutschland als Pflegekräfte, Physiker aus dem Irak sind Taxifahrer, weil ihre Examina nicht anerkannt werden. Oft können diese Überqualifizierten von ihrem Lohn nicht leben, viele kommen mit dem offensichtlichen sozialen Abstieg nicht klar, resignieren ganz und werden zu Kostgängern des Sozialsystems. Was ihnen die Mehrheitsgesellschaft wiederum zum Vorwurf macht. Wen wundert es da noch, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe zu den Schlusslichtern gehört?

(Artikel zuerst erschienen auf WirtschaftsWoche Online wiwo.de)

Beispiele, wie man es besser machen könnte, gibt es zuhauf. Australien wäre ein Vorbild beim Steuern von Zuwanderung und der Anwerbung qualifizierter Ausländer. Wer in Australien dauerhaft leben will, muss sich einem strengen Test unterziehen, der auf einem Punktesystem beruht. Junge Leute sind besonders willkommen. Auch gute englische Sprachkenntnisse sind sehr wichtig. Am schwersten fällt aber die Berufsqualifikation ins Gewicht. Wie viel Punkte der Altenpfleger, der Ingenieur oder der Arzt bekommen, steht auf der sogenannten Skilled Occupation List (SOL). Nach dieser Fachleuteliste bekommt zum Beispiel ein Manager mit Erfahrung im Finanz- und Rechnungswesen 60 Punkte, ein Experte für Akupunktur 50 Punkte und ein Hotelfachmann mit Diplom 40 Punkte. Die Punktwerte können sich jederzeit ändern: So reagiert die australische Regierung flexibel auf Fachkräftemangel oder Überangebot in einzelnen Branchen.
In Europa haben die nordischen Staaten das Prinzip im Wesentlichen übernommen. Nicht-EU-Ausländer erhalten in Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden eine Arbeitserlaubnis, wenn die Nachfrage nach ihrer Qualifikation hoch ist. In Absprache mit der Industrie werden regelmäßig Bedarfsanalysen erstellt und die Zugangsschranken hochgezogen oder wieder heruntergelassen.

Zuwanderung über Kriterienkatalog

Die FDP will ein solches Modell auch in Deutschland etablieren. „Wenn wir eine möglichst unbürokratische und bedarfsgerechte Zuwanderung wollen, dann geht das nur über einen Kriterienkatalog“, sagt Tören. Doch ob so ein Punktesystem wirklich kommt, ist ungewiss. Denn beim größeren Berliner Regierungspartner stößt die Idee auf wenig Gegenliebe. In der CDU/CSU-Fraktion ist man sich zudem gar nicht einig, ob Deutschland sich Zuwanderung überhaupt leisten soll. „Bei immer noch drei Millionen Jobsuchenden brauchen wir eine Qualifizierungsoffensive und keine Zuwanderungsoffensive“, sagt der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. „Wir werden jetzt nicht die Schleusentore hochziehen und eine neue Gastarbeiterwelle in unser Land rollen lassen.“

Oft schon scheiterte der Versuch, die Migration nach Qualifikation zu steuern. 2001 hatte eine Kommission unter Vorsitz der CDU-Politikerin Rita Süssmuth eine Zuwanderungspolitik mit Punktesystem vorgeschlagen – Alter, Qualifikation und Sprachkenntnisse gehörten zu den vorgeschlagenen Kriterien. So sollten die Bewerber gesund und jünger als 45 Jahre sein und über ausreichend finanzielle Mittel für die Anfangszeit verfügen. Süssmuths Vorschläge sollten die Grundlage für ein neues Zuwanderungsgesetz bilden, wurden aber nie umgesetzt.

Greencard für IT-Spezialisten

Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte schon vorher ganz gezielt Fachkräfte aus dem Ausland holen wollen. 2000 führte er eine sogenannte Greencard für IT-Spezialisten ein – 30 000 Fachkräfte sollten so nach Deutschland kommen. Mit dem erfolgreichen gleichnamigen Modell in den USA hatte die deutsche Version aber wenig gemein: Der Zuzug war zeitlich begrenzt und außerdem an ein jährliches Mindesteinkommen von 50 000 Euro geknüpft – zu viel für die meist kleinen IT-Firmen. Die Branche murrte, und die Spezialisten blieben weg. Sie mussten sich als eigentlich unwillkommene Notlösung für ein vorübergehendes Arbeitsmarktproblem fühlen. Wer trotzdem gekommen war, zog meistens bald schon weiter.
Auch heute geht es ernsthaften Vorstößen für eine arbeitsmarktfreundliche Einwanderungsstrategie ähnlich. Zu schrill klingen die Debatten um Kopftuchverbote an Schulen, Moscheebauten in deutschen Städten oder die Bedrohung durch kriminelle ausländische Jugendliche. „Mehr Pragmatik, weniger Panik“ fordert der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Dessen Vorsitzender Klaus Bade, ein angesehener Integrationsforscher, fordert unter anderem eine „zuwanderungspolitische Generalreform“. Darunter falle auch, dass ausländische Qualifikationen schneller anerkannt werden.
Auf etwa 300 000 wird die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer geschätzt, die keinen ihrer guten Ausbildung entsprechenden Job annehmen dürfen – weil ihre Zeugnisse nicht anerkannt werden. In den kommenden Wochen will Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) jetzt endlich ein Gesetz zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse vorlegen. Der Kern ist ein Anspruch auf ein geregeltes Anerkennungsverfahren. Am Ende eines schnellen und transparenten Verfahrens soll Klarheit darüber herrschen, ob der ausländische Abschluss gleichwertig oder ob Weiterbildung angesagt ist. „Die wichtigste Aufgabe ist, niemand zurückzulassen“, sagt Schavan.

Doch damit ist das Potenzial der oft hier schon geborenen Kinder und Enkel der meisten Zuwanderer immer noch nicht ausgeschöpft. Die Keupstraßen und Sonnenalleen der Großstädte bezeugen das. Es gibt sie nicht nur, weil gerade ungebildete Zuwanderer oft gerne unter sich bleiben. Sondern auch, weil ihnen schlecht bezahlte Jobs und die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen häufig kaum eine andere Wahl lassen. Gebildete, aufstiegsorientierte Gastarbeiterkinder sind hier oft längst weggezogen. Manche von ihnen sieht man hier nur noch, weil sie als Ärzte praktizieren, andere, weil sie regelmäßig in der Filiale ihrer Bäckerei nach dem Rechten sehen.

Besonders skeptisch

Was nichts daran ändert, dass die türkische Sprache in der Kölner Keupstraße alles dominiert, die Bäckerei statt Brötchen und Apfeltaschen Fladenbrot und Börek verkauft. Die Ärzte heißen Dogangül oder Yilmaz. Vor den Dönerbuden sammeln sich junge Männer mit zu viel Gel in den Haaren und zu viel Zeit. Ein gutes Geschäft machen hier vor allem die Call-Shop-Besitzer, die angeblich billigere Telefongespräche nach Edirne und Erzurum anbieten als die großen Telefongesellschaften. In so einem Call-Shop arbeitet Ekim, in Istanbul geboren, in Köln aufgewachsen, jedes Jahr im Sommer bei den Verwandten in der Türkei. Köln ist sein Zuhause, aber Ekim fühlt sich als Türke, und die deutsche Staatsbürgerschaft will er nicht. „Ich bin stolz, Türke zu sein. Wir Türken sind die Besten.“
Das beste Beispiel ist Ekim allenfalls für das Dilemma einer Integration, zu der ein Teil der Migranten nicht bereit ist und die ein Teil der Mehrheitsgesellschaft ablehnt – zwei Phänomene, die sich gegenseitig begünstigen. Seit Jahren fordern deutsche Politiker von den Zuwanderern zu Recht mehr Integrationsbereitschaft – und viele Migranten hören auch daraus Ablehnung heraus. Aus ihrer Perspektive fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Offenheit. Nach einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung und des Institutes für Demoskopie Allensbach macht nur eine Minderheit der Menschen mit Migrationshintergrund die Erfahrung, dass die eingesessenen Deutschen offen auf Zuwanderer zugehen. Türken sind da besonders skeptisch.

Das Problem sind nicht einfach die ethnisch dominierten Straßenzüge. 40 Kilometer nördlich der Kölner Keupstraße findet sich auch so etwas. Nur kommt niemand auf die Idee, die Immermannstraße nahe dem Düsseldorfer Hauptbahnhof einen Problembezirk zu nennen. Rund 8000 Japaner leben in der Rheinmetropole, ein Teil in der Immermannstraße mit ihren vielen japanischen Geschäften und Gastronomiebetrieben vom Schnellimbiss bis zum Edelrestaurant. Obwohl die meisten Japaner recht überschaubare Deutschkenntnisse haben und weitgehend unter sich leben, schlägt ihnen kaum Ablehnung entgegen. Im Gegenteil erscheinen sie als wahre Musterausländer: Unauffällig dreht sich ihr Leben um die Arbeit, meist bei Niederlassungen japanischer Unternehmen. Trotzdem gibt es kulturellen Austausch: Die Japanische Schule in Düsseldorf pflegt beste Kontakte zum benachbarten Cecilien-Gymnasium. Bei den jährlichen Japanwochen präsentiert sich die fernöstliche Kultur einem großen Publikum. Warum das so gut funktioniert? „Wir haben eine große Affinität zu deutschen Tugenden wie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit“, sagt Wataru Okuma, Vizekonsul für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit im japanischen Generalkonsulat, „ich glaube deshalb nicht, dass sich die Japaner von der aktuellen Migrationsdebatte angesprochen fühlen.“ Müssen sie auch nicht, solange die meisten von ihnen Leute aus der oberen Mittelschicht sind, die ein paar Jahre ihrer Karriere im Dienst der heimatlichen Firma am Rhein verbringen.

Enorme Bildungsdefizite

Um „deutsche Tugenden“ geht es kaum, sagt Armin Laschet (CDU), bis vor zwei Monaten Integrationsminister in Nordrhein-Westfalen. Es seien nicht unterschiedliche Kulturen oder Religionen, die Probleme bereiten, sondern der soziale Status. „Es ist ein Unterschichtenproblem“, betont Laschet.
Bildung wäre darum der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Zumindest auf diesem Gebiet ist die Politik alles andere als untätig. Es gibt sogenannte Bildungsketten, Ausbildungsboni und Einstiegsqualifikationen für schwer vermittelbare Jugendliche, daneben regionale Kooperationen und eigene Programme der Landesregierungen. Doch noch immer sind die Bildungsdefizite enorm. Während lediglich rund sechs Prozent der deutschen Schüler keinen Hauptschulabschluss schaffen, sind es bei den ausländischen Schülern mehr als doppelt so viele. Dagegen ist der Anteil der Deutschen, der Abitur macht, gut dreimal so hoch.

 Wenn notwendig mit Zwang

Schon darum wird die Forderung immer lauter, wenigstens bei den Enkeln der Gastarbeiter das zu schaffen, was bei ihren Söhnen und Töchtern versäumt wurde: Sie sollen möglichst früh an das Bildungssystem herangeführt werden – wenn notwendig auch mit Zwang. Heinz Buschkowsky (SPD), Bürgermeister von Berlin-Neukölln, fordert die Kindergartenpflicht sogar für Einjährige. „Zumindest über ein verpflichtendes drittes Kindergartenjahr sollten wir nachdenken“, sagt FDP-Politiker Tören dazu.

Aber für wen sollte diese Pflicht gelten? Nur für Migrantenkinder und die aus sozial schwachen Familien? Oder auch für die Kinder des Bildungsbürgertums? Die Reaktionen kann man sich nach dem Hamburger Volksentscheid zur längeren Grundschule lebhaft vorstellen. Wahrscheinlich lässt sich am Ende doch nicht zusammenbringen, was anscheinend nicht zusammengehören möchte.

Nebeneinander statt miteinander

Im schlimmsten Fall richtet sich unsere Gesellschaft dauerhaft auf einen Zustand ein, in dem Deutsche und Migranten zwar im selben Land, in derselben Stadt, im selben Bezirk leben, aber kaum miteinander in Kontakt treten – gewissermaßen aneinander vorbei existieren. Für das Fortkommen einer Volkswirtschaft kann das fatale Folgen haben, sagt der amerikanische Soziologe Robert Putman. In Studien zur italienischen und amerikanischen Gesellschaft weist er nach, dass Regionen, in denen sich die Lebenswirklichkeit verschiedener Gruppen von Bürgern – etwa in Sportvereinen und Parteien – kaum überschneidet, ein durchschnittlich niedrigeres Wirtschaftswachstum und ein geringeres Vertrauen in die gemeinsamen Institutionen aufweisen. Seine Schlussfolgerung: Ohne soziales Kapital, also ohne den Mehrwert, der durch zwischenmenschliche Kontakte entsteht, verliert die Gesellschaft ihren Wohlstand.
So muss es in Deutschland aber nicht kommen. Während Politiker über Parallelgesellschaften räsonieren, zeichnen sich neue Gemeinsamkeiten von Eingesessenen und Menschen mit Wurzeln im Ausland längst ab. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat ermittelt, dass sich ein großer Teil der Migranten in deutschen Gewerkschaften, Berufsverbänden oder Sportclubs organisieren. Sie spielen in Musikgruppen, besuchen Seniorenvereine, engagieren sich in Frauenverbänden. Das gilt – Thilo Sarrazin wird sich wundern – vor allem für Muslime. Dem Migrationsamt zufolge sind 55 Prozent der Einwohner muslimischen Glaubens Mitglied in einem deutschen Verein, bei allen anderen sind es durchschnittlich 48 Prozent.

 Integration ist keine Einbahnstraße

Sichtbar wird so etwas beispielsweise und beispielhaft in Wiesbaden, seit 2009 ganz offiziell eine „Modellregion Integration“, die vom Land Hessen zusätzliche Mittel für ihre besonderen Integrationsprojekte erhält. „Statt nur die Probleme zu sehen, wollen wir offensiv die Ressourcen heben“, sagt Birgit Zeimetz, die Wiesbadener Dezernentin für Integration. Für die Integration über den Arbeitsmarkt baut Zeimetz derzeit eine städtische Beratungsstelle auf, die Migranten Hilfestellung im Bürokratiedschungel gibt. Doch der Arbeitsplatz allein reicht noch nicht, sagt die Dezernentin: „Die meisten Migranten, die ich kennengelernt habe, sind sehr aufgeschlossen und wollen sich einbringen. Nur fehlt ihnen oft der Mut.“
Integration, da ist sich die Wiesbadenerin sicher, funktioniert nicht als Einbahnstraße. „Wir müssen aufeinander zugehen.“ Gemeinsam mit 12 der 14 örtlichen islamischen Gemeinden hat Wiesbaden darum eine Integrationsvereinbarung geschlossen, in der sie sich eine gemeinsame Wertegrundlage geben und gemeinsame Integrationsziele definieren. Einmal im Jahr laden die islamischen Gemeinden hier wie anderswo zum Tag der offenen Moschee ein – am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit.

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