Im Büro Ihre Kollegen nerven? Nicht mehr lange!

Sie kennen sicherlich diese Situationen im Büro: Einer Ihrer Mitarbeiter weiß ständig alles besser. Ein anderer spinnt eine Intrige nach der anderen? Wir haben für Sie acht Tipps zusammen gestellt, mit denen Sie Widerständler zähmen.

Julia Troesser | , aktualisiert

1. Hintergründe beleuchten

Als Vorgesetzter sollten Sie Widerständler keinesfalls einfach ignorieren oder abstrafen, sondern sie unbedingt genauer betrachten. Teamschädliches Verhalten ist nur selten angeboren - vielleicht ist der Mitarbeiter überfordert, in seinem Aufgabenbereich frustriert oder hat Probleme mit den Kollegen? Finden Sie heraus, ob es derartige Ursachen für sein Verhalten gibt und beseitigen Sie diese - nur so kommt Ihr Team voran. Probleme ansprechen. Bei jeder Art von Widerstand rät Diplom-Psychologin Martina Lackner grundsätzlich: "Zunächst sollte das Gespräch mit dem Kollegen gesucht werden. Klagen Sie dabei aber nicht an, sondern schildern Sie, wie sich Ihnen persönlich die Situation darstellt." Geben Sie sich selbstbewusst und beziehen Sie klare Position. Machen Sie dem Störenfried klar, dass Sie auch bereit sind, die Chefetage oder die Personalabteilung einzubeziehen, wenn er Ihre Arbeit weiter behindert.

2. Rhetorik nutzen

Egal, um welchen Typ von Widerständler es sich handelt - mit Forderungen kommen Sie nur selten weiter. Vermeiden Sie Formulierungen wie "müssen", "sollen" oder "dürfen". Verpacken Sie Ihre sachliche Kritik stattdessen in Wünsche und Erwartungen. Jede befehlsartige Formulierung könnte von ihrem Gegenüber als Grenzüberschreitung wahrgenommen werden und dazu führen, dass sich der Kollege angegriffen fühlt. Die Fronten verhärten sich, der Widerstand wächst und die gemeinsame Arbeit gerät noch weiter ins Stocken.

3. Umerziehung zwecklos

Versuchen Sie erst gar nicht, den Charakter ihres Kollegen zu ändern. "Der Versuch, andere nach unserem Willen zu formen, sie umzuerziehen, ist zum Scheitern verurteilt", sagt Führungskräfte-Coach Meike Müller. Sie werden aus einem Egoisten keinen Samariter und aus einem Choleriker keinen Ruhepol machen. Sie können die charakterlichen Schwächen eines anderen nicht auslöschen, versuchen Sie deshalb, den Kollegen zu akzeptieren, wie er ist, und suchen Sie nach seinen Stärken, die Sie eventuell sogar nutzen können und fördern sollten.

4. Geltungsbedürfnis stillen

Aus einigen scheinbar nervigen Eigenschaften der Kollegen können Sie durchaus einen Nutzen ziehen. Wenn ein Teammitglied sich zum Beispiel ständig in den Vordergrund drängt und sich beweisen will, lassen Sie ihm doch diesen Spaß. Holen Sie ihn ins Boot und übertragen Sie ihm wichtige Aufgaben. So ist sein Geltungsbedürfnis befriedigt - und Sie können sich entspannt zurücklehnen. Besserwisser fordern. Es gibt kaum etwas Schlimmeres als einen Mitarbeiter, der ständig alles besser weiß. Diese Charaktereigenschaft lässt sich leider nicht abstellen - deshalb sollten Sie zu Hilfsmitteln greifen. Fordern Sie den Wichtigtuer heraus, geben Sie ihm Aufgaben, die eine Nummer zu groß für ihn sind. "Dann kann er zeigen, ob er wirklich so viel kann und weiß, oder ob es sich doch nur um leeres Gerede handelt. Solche Menschen bringt man nur auf den Boden, wenn man sie mit der Praxis konfrontiert", rät Psychologin Martina Lackner.

5. Auf Distanz gehen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Kollege sein Intrigennetz in der Abteilung oder in der Firma spinnt, Sie aber keine Belege dafür haben, sollten Sie unbedingt auf Abstand gehen. Zu naher Kontakt wird Ihnen sonst auf Dauer schaden: Sie könnten mit den Hinterhältigkeiten in Verbindung gebracht werden - oder selbst Opfer einer Intrige werden, wenn der Kollege Sie und Ihre Schwachstellen erst mal besser kennengelernt hat. Beweise sammeln. Intrigante Kollegen sollten Sie mit ihren hinterhältigen Spielchen konfrontieren. Dabei können Sie aber nur bestehen, wenn Sie unwiderlegbare Beweise anführen.

6. Spielchen konfrontieren

Dabei können Sie aber nur bestehen, wenn Sie unwiderlegbare Beweise anführen. Schreiben Sie am besten im Vorfeld jedes intrigante Verhalten des Kollegen auf. So zwingen Sie ihn dazu, Stellung zu beziehen, und er kann Ihnen nicht durch fadenscheinige Ausflüchte den Wind aus den Segeln nehmen.

7. Miesmacher meiden

Um ewige Nörgler sollten Sie einen möglichst großen Bogen machen - sie werden Sie nur von der Arbeit abhalten und selbst mit runterziehen. Falls das nicht möglich ist, gehen Sie auf die Probleme des Miesmachers ein. "Bitten Sie ihn, seine Probleme schriftlich festzuhalten", empfiehlt Meike Müller."Das verdirbt den Nörgel-Spaß." Alternativ können Sie ihn aber auch bitten, seine Probleme einem Vorgesetzten vorzutragen. So vergeht den Pessimisten hoffentlich die Lust an der Schwarzseherei - und falls nicht, haben Sie zumindest kurzzeitig Ruhe.

8. Leidende weiterschicken

Manche Menschen fühlen sich in der Opferrolle durchaus wohl. Sie erzielen damit Aufmerksamkeit und fühlen sich im Mittelpunkt. Sie sind aber nicht für die Probleme aller anderen verantwortlich. Haben Sie die Umstände geprüft und kommen zu dem Schluss, Sie haben einen ewig gestressten und leidenden Kollegen vor sich, sollten Sie ihn elegant weiterleiten. Sagen Sie : "Das ist wirklich schrecklich, aber ich fürchte, dafür bin ich der falsche Ansprechpartner." Die Klagen der Kollegen kosten Sie nur Zeit und Nerven.

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