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Headhunter sind Mangelware

Für Headhunter läuft es gerade außerordentlich gut. Sie können sich derzeit vor Aufträgen kaum retten. Das Geschäft läuft sogar so gut, dass mancher von ihnen mit seinen Kapazitäten schon am Ende ist. Headhunter sind bereits Mangelware und die Aufgabe wird immer komplizierter.

Jammerschade finden es nur die Headhunter landauf landab, dass die Wechselwilligkeit der Kandidaten nicht entsprechend hoch ist. Schumann von Boyden beobachtet: ?Die Top-Kandidaten sind recht wählerisch und gehen nicht überall hin.? Spätestens nach der Übernahme des einstigen Top-Arbeitgebers Schering (?Bester Arbeitgeber 2003? auf Platz 16 deutschlandweit) im vergangenen Jahr und dem anschließend Kehraus, ist jedem klar, wie schnell es aus sein kann mit einer guten Adresse als Arbeitgeber. Die Begeisterung, mit der sich Unternehmen bemühen, in die Rankings der Top-Arbeitgeber zu kommen, spricht Bände.

Und weil die Manager den Unternehmen und ihrer Beständigkeit nicht mehr über den Weg trauen, ?lässt jeder zweite heute eine so genannte Change-of-Control-Klausel in den Arbeitsvertrag aufnehmen?, erzählt Schumann. Dann kann eine Führungskraft ? etwa wenn Hedge Fonds das Regiment übernehmen oder die Firma geschluckt wird ? sich entscheiden, ob sie bleibt oder ? mit Abfindung ? lieber geht.

Doch in welchen Branchen boomt es heute genau für die Headhunter? IT, Telekommunikation, Finanzdienstleister, Automobilhersteller und Maschinenbau zählen bei Boyden zu den stärksten Nachfragern. Bei Heidrick & Struggles sind es ?die Konsumgüterhersteller, Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik?, berichtet Deutschland-Chefin Christine Stimpel.

Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Staude vom BDU rechnet mit mindestens zehn Prozent Plus noch in diesem Jahr. Ganz so viel Wachstum wie im vergangenen Jahr erwartet er nicht mehr: Denn viele Stellen im Management hatten die Unternehmen einfach eine Weile unbesetzt gelassen, um Kosten zu sparen ? und die haben sie erst einmal besetzt, also die Lücken aufgefüllt. Noch optimistischer ist Kracht: Er glaubt, dass ?das Hoch der Personalberater gerade erst beginnt, weil die Konjunktur weltweit anzieht? und Deutschland als Exportnation davon weiter profitieren wird.

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