Gründungschancen in China Von alternativer Energie bis Weiterbildung

Während Franchise-Anbieter, etwa für Dienstleistungen, willkommen sind, bleibt Direktvertrieb verboten.

Ulrike Heitze | , aktualisiert


Foto: masasa/Fotolia

Neues Fünf-Jahres-Programm 

Die chinesische Regierung gibt regelmäßig ein Fünf-Jahres-Programm mit ihrer politischen wie wirtschaftlichen Marschrichtung heraus. Für chinesische wie internationale Unternehmen ist das eine wichtige Orientierung, wo etwa Märkte entstehen – und welche abkühlen.

Das aktuelle Programm gilt bis 2015 und sieht die Stärkung des Dienstleistungssektors und der Binnennachfrage, den Ausbau des Gesundheitswesens, den Bereich Erneuerbare Energien, energiesparender Technologien und der Kernkraft vor.

In diesen bevorzugten Bereichen ist mit mehr staatlichen Aufträgen, einer stärkeren Marktöffnung und erleichterten Bedingungen für Unternehmer zu rechnen. Auf der anderen Seite müssen zum Beispiel energie- und rohstoffintensive Produktionen mehr Gegenwind einkalkulieren.

Investitionskatalog zeigt die Richtung

Ein Beispiel für die eingeschlagene Marschrichtung: In der für ihre Massenproduktion bekannten Stadt Chonqing soll binnen der nächsten fünf Jahre ein nachhaltiger Industriepark entstehen, der deutsche Mittelständler aus der Umwelt- und Antriebstechnik ansprechen soll.

Basierend auf den Zielen des Fünf-Jahres-Programms gibt die Regierung alle zwei bis drei Jahre den Investitionslenkungskatalog heraus. Darin ist verzeichnet, in welche Branchen und Industrien ausländische Firmen investieren können, welche Rechtsformen dafür erlaubt oder vorgeschrieben sind.


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Dementspechend gern gesehen sind künftig etwa Spezialisten des Weiterbildungsbereichs, Risikokapitalgeber sowie Unternehmer, die sich mit Marken- und Patentrechten beschäftigen.

Energiesparende, nachhaltige und regenerative Technologien und alternative Antriebstechniken werden ausdrücklich protegiert, Ausländer dürfen im Automobilsektor aber nach wie vor nur 50 Prozent Anteile an Firmen halten.

Der Komplettfahrzeugbau wird dagegen heruntergestuft von "gern gesehen auf "erlaubt". Auch das Franchising-Firmenmodell erhält grünes Licht, während der Direktvertrieb weiterhin verboten bleibt. Neuerdings verboten wird der Bau von Villen – schlecht für deutsche Spezialisten.

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