Gleichberechtigung Unternehmen ignorieren Frauenquote

Ab 2016 sollen 30 Prozent der deutschen Aufsichtsräte Frauen sein. Eine neue Studie zeigt nun: Viele Unternehmen tun so, als ob es das neue Gesetz zur Frauenquote gar nicht gibt.

wiwo.de | , aktualisiert

Unternehmen ignorieren Frauenquote

Foto: wildworx/Fotolia.com

Nur wenige Unternehmen bereiten sich konkret auf das neue Gesetz zur Frauenquote vor. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Befragung durch den Verein Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar). Danach haben 54 Prozent der Unternehmen, die sich laut Gesetz selbst ein Ziel für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat und Vorstand geben müssten, bisher noch keine entsprechende Zielgröße formuliert. Und sie planen dies auch nicht in näherer Zukunft. Erst 24 Prozent der Unternehmen haben sich den Angaben zufolge bereits ein konkretes Ziel gesteckt. 21 Prozent gaben an, man habe zwar bislang keine Zielgröße beschlossen, die Einführung sei aber demnächst vorgesehen.

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe in Führungspositionen war am 1. Mai in Kraft getreten. Es schreibt bei Neubesetzungen in den Aufsichtsräten von 100 Großunternehmen eine starre Frauenquote von 30 Prozent ab 2016 vor. Gibt es nicht genügend Frauen im Aufsichtsrat, bleibt der zu besetzende Stuhl leer. Mehr als 4 000 weitere Unternehmen müssen sich selbst im kommenden September ein eigenes Ziel für die Erhöhung des Frauenanteils geben. Nach einem Jahr soll es für sie erstmals eine Überprüfung geben. Sanktionen sind hier aber bislang nicht vorgesehen.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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