Gisma Eine Business School auf Selbstfindungskurs

Die Gisma feilt fleißig am Profil als eigenständige Schule im Raum Hannover. Doch die nötige internationale Beachtung fehlte bislang. Die nächsten Schritte zur Profilierung sind der erste eigene Teilzeit-MBA und ein neuer Doppelabschluss.

Stefani Hergert | , aktualisiert

Und wieder war die Gisma Business School nicht dabei: Im April widmete sich eine große englischsprachige Zeitung den deutschen MBA-Schulen, die Anschluss an die europäischen und amerikanischen Anbieter finden. Sechs Schulen hierzulande wurden erwähnt, selbst die international kaum beachtete European School of Management and Technology. Die Gisma in Hannover jedoch fand keine Beachtung.

Sie gilt zwar als eine der führenden Business Schools hierzulande, wird oft aber nicht als eigenständig wahrgenommen. Stattdessen sehen viele in ihr noch immer eine Art Filiale des amerikanischen Partners Purdue University. "Wir haben in Deutschland seit Jahren das größte MBA-Vollzeitprogramm, die internationalsten Professoren und Studenten.

Aber wir sind immer wieder ein bisschen frustriert darüber, dass dies oft einfach ignoriert wird", sagt Annegret Zurawski, die akademische Direktorin der Schule. Die Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover und das erste eigene Teilzeit-MBA-Programm sollen das ändern.

Neuer Doppelabschluss zur Entwicklung eines Hochschul-Profils

Seit 2008 ist Gisma, die vorher nicht einmal eine staatlich anerkannte Hochschule war, die Business School der ehrwürdigen Leibniz Universität Hannover. Die Uni beteiligte sich mit einer Minderheit, die MBA-Absolventen bekommen nun auch den deutschen Titel der Leibniz Universität - neben dem Abschluss des Partners Krannert School of Management der Purdue University.

Seit ihrer Gründung 1999 kooperiert die Gisma mit der amerikanischen Uni (siehe Kasten). Das war zwar gut für die internationale Bekanntheit. "Doch die Schule steht bis heute vor der Herausforderung, ein eigenständiges Profil zu entwickeln", sagt der frühere Gisma-Geschäftsführer Karlheinz Schwuchow.

Der neue Doppelabschluss ist ein Schritt dahin. Er ist selbst für amerikanische Studenten ein Grund, nach Hannover zu kommen. "Mit beiden Abschlüssen bin ich flexibler", sagt der 24-jährige Wesley Kading. Der deutsche Abschluss sei für die Bewerbungen hierzulande viel wert, der amerikanische, falls er zurückgehe.

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