Gesundheitsmanagement Fit dank Dr. Bob

buw hat einen eigenen "Betriebsarzt": Dr. Bob. Er ist zwar nur virtuell, dafür bei den Mitarbeitern umso beliebter.

Text: Anne Koschik | Fotos: Stefanie Biel | , aktualisiert

Fit dank Dr. Bob

Gesundheitsmanagement

Dr. Bob empfiehlt in der Kantine die Körnerbrötchen mit Salat und Käse, gibt auf dem Schwarzen Brett Tipps zur Grippeschutzimpfung und weist auf das Massageangebot hin: Mit großen Augen und breitem Grinsen tritt er den Mitarbeitern gegenüber. Überall ziert das Maskottchen Infotafeln, Plakate, Snackautomaten. Und es ist sichtbar erfolgreich – zumindest, was die gesunde Ernährung angeht: Während nachmittags Schokoriegel und Gummibärchen noch auf Abnehmer warten, ist die von Dr. Bob propagierte Cerealienkost im Warenautomaten längst geplündert.

Zum Glück gibt es da noch die großen Obstschalen in den Gemeinschaftsküchen, an denen sich die Mitarbeiter bedienen können, die Saftautomaten und das Gemüseangebot, bei dem die Belegschaft gerne zulangt. Gesundheit ist bei buw im Wortsinn "greifbar".

Doch nicht nur Ernährung steht hoch im Kurs: In Kooperation mit der IKK classic hat das Unternehmen ein ganzheitliches, präventiv ausgerichtetes Gesundheitsmanagement geschaffen. Aus einem naheliegenden Grund: Das einst von Studenten geprägte Unternehmen kommt in die Jahre. Zwar sind die Angestellten mit ihrem Altersdurchschnitt von 35 Jahren gemessen am Durchschnittsalter der Arbeitnehmer in Deutschland von rund 42 Jahren noch recht jung. Dennoch stellte sich die Personalabteilung vor sechs Jahren die Frage: Was macht man, wenn man den Kinderschuhen entwachsen ist? "Als Mittdreißiger beginnen viele, auch mal an die eigene Gesundheit zu denken", erklärt Personaldirektorin Tanja Schilling. So spielt das Thema Gesundheit seither eine größere Rolle bei buw.

Ergonomie am Arbeitsplatz steht dabei an erster Stelle, "denn Entlastung für die Mitarbeiter ist sehr wichtig", sagt Schilling. Neben qualitativ hochwertigen Bürostühlen gibt es höhenverstellbare Tische und Stehpulte, aber auch das notwendige Coaching zum richtigen Sitzen gehört dazu. Um Rückenproblemen vorzubeugen, lernen die Mitarbeiter mit gezielten Bewegungsübungen, wie sie bereits vorhandene Beschwerden überwinden und chronische Schmerzen vermeiden können. Beinahe genauso wichtig sind die augenärztlichen Untersuchungen, da der Job in einem Customer Care-Center ohne Bildschirmarbeit nicht funktioniert.

Eine große Hürde aber gilt es noch zu überwinden: Der Job des Kundenberaters mit seiner Pflicht zu beständiger Freundlichkeit sei psychisch sehr belastend, erklärt Personaldirektorin Schilling: "Das führt ursachenbedingt zu einer hohen Krankenquote." Doch auch hier naht persönliche Hilfe dank eines extern angeforderten, speziell geschulten Beratungsunternehmens. Es dient auch als Anlaufstelle für Mitarbeiter, die Eltern in Pflege zu versorgen haben.

Doch in der Regel sind es die kleinen Notfälle, mit denen die Mitarbeiter zu kämpfen haben, zum Beispiel mit der Geschmeidigkeit ihrer Stimme. Ein Fall für Dr. Bob? Ach was! Der Salbeitee, der überall bereitsteht, entfaltet seine Wirkung auch einfach so…


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