Frauen in Führungspositionen Erste Riege

Die Lieblingsthemen erfolgreicher Managerinnen: Personal, Einkauf und Marketing. Endlich stoßen sie aber auch in andere Sphären vor – ins Finanzwesen der Dax-Unternehmen zum Beispiel.

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Foto: Henkel

Simone Bagel-Trah, Henkel

Die mächtigste Frau bei Henkel ist die Konzernerbin Simone Bagel-Trah. Die promovierte Mikrobiologin und Ururenkelin von Fritz Henkel leitet als erste Frau den Aufsichtsrat eine deutschen Dax-Unternehmens und zudem das wichtigste Gremium beim börsennotierten Familienunternehmen, den Gesellschafterausschuss.

 
Foto: Siemens

Barbara Kux, Siemens

Die 57-jährige Zürcherin Barbara Kux wechselte im November 2008 von Philips zu Siemens und rückte dort als Verantwortliche für den kompletten Einkauf des Münchner Elektronikkonzerns als erste Frau in einem Dax-Unternehmen überhaupt in den Vorstand. Seitdem ist die Managerin verantwortlich für das Konzern-Einkaufsvolumen in Höhe von mehr als 40 Milliarden Euro; zudem verantwortet sie als „Chief Sustainability Officer“ den von Konzernchef Peter Löscher vorgebenen Schwenk des Industriegiganten zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin mit MBA von der Insead in Fontainebleau liebt laut eigenem Bekunden Skifahren – seit ihrem dritten Lebensjahr steht die Schweizerin auf den Brettern.

 
Foto: Daimler

Christine Hohmann-Dennhardt, Daimler

Im Vorstand des Automobilkonzerns kümmert sich Christine Hohmann-Dennhardt, 61, seit dem 16. Februar 2011 um das Ressort Integrität und Recht.

Der Aufgabenbereich der früheren hessischen Ministerin und ehemaligen Richterin am Bundesverfassungsgericht umfasst das Management der globalen Compliance- und Rechts-Organisation, die Geschäftsethik sowie eine nachhaltige Verankerung von Compliance und Integrität im gesamten Unternehmen.

 
Foto: BMW

Hildegard Wortmann, BMW

Die 44-Jährige Hildegard Wortmann leitet das Produktmanagement bei BMW – alles andere als ein klassisches Frauenressort. Die Betriebswirtin arbeitet seit 1998 bei BMW. Zuvor war sie im Marketing des Konsumgüterkonzerns Unilever tätig.

 
Foto: Bayer

Sandra Peterson, Bayer

Die Amerikanerin Sandra Peterson leitet seit dem 1. Oktober 2010 bei Bayer das Pflanzenschutzgeschäft (CropScience). Sie ist verantwortlich für 6,8 Milliarden Euro Umsatz und etwa 19.000 Mitarbeiter.
 
Eine landwirtschaftliche Ausbildung kann die Pflanzenschutz-Chefin nicht vorweisen. Aber sie habe als Kind viel Zeit auf Bauernhöfen verbracht, sagt die 51-Jährige. Wenn es nach dem Willen des neuen Bayer-Chefs Marijn Dekkers geht, sollen Peterson noch recht viele Frauen an die Führungsspitze folgen.

Nur: In den Konzernvorstand von Bayer hat es noch keine Frau geschafft.

 
Foto: Eon

Regine Stachelhaus, Eon

Seit Juni 2010 ist Regine Stachelhaus Eon-Vorstand, zuständig für Personal und Recht. Vorher war die 1955 in Böblingen geborene Rechtsanwältin (Universität Tübingen) Geschäftsführerin des Deutschen Komitees von Unicef. Das aber war nur ein Übergangsjob.

Denn 2008 schied sie als langjährige Geschäftsführerin von Hewlett Packard Deutschland aus. In dem amerikanischen Computerunternehmen hatte sie sich seit 1984 von der Pike auf hochgedient, erst als Syndicusanwältin, schließlich als Leiterin der Rechts- und Exportabteilung.

 
Foto: BASF

Margret Suckale, BASF

Margret Suckale ist seit der Gründung der BASF vor 146 Jahren die erste Frau, die in den Vorstand des Ludwigshafener Chemieunternehmens eingezogen ist. Seit dem 6. Mai amtiert die 54-Jährige als oberste Personalchefin des Konzerns mit weltweit über 100.000 Mitarbeitern.

Gleichzeitig zeichnet sie für die großen BASF-Standorte in Europa – vor allem für das Stammwerk in Ludwigshafen – verantwortlich. Bundesweit bekannt wurde Suckale durch ihren vorigen Arbeitgeber – die Deutsche Bahn. Während des Lokführer-Streiks 2008 trat die damalige Personalchefin der Bahn-Betriebsgesellschaft vor etliche Mikrofone und Kameras. Kämpferisch stemmte sie sich gegen einen eigenständigen Tarifvertrag der Lokführer.

2009 wechselte die gelernte Juristin zur BASF und kümmerte sich dort zunächst um die Personalentwicklung für die obersten Führungskräfte. Zwei Jahre hatte sie Zeit, sich für den BASF-Vorstandsjob warmzulaufen.

 
Foto: SAP

Angelika Dammann, SAP

Die 51-jährige Schwäbin Angelika Dammann gehört seit Juli 2010 als Arbeitsdirektorin zum Vorstand des Softwarekonzerns aus Walldorf.

Davor arbeite die Volljuristin seit 2008 als Geschäftsleitungsmitglied beim Konsumgüterhersteller Unilever in Hamburg, nachdem sie 17 Jahre lang unterschiedliche Posten bei Shell inne hatte, zuletzt als Personalverantwortliche für die rund 8.000 IT-Mitarbeiter des Erdölkonzerns.

Die Vorstandsfrau ragt aus der Masse heraus: Dammann misst rund 1,85 Meter.

 
Foto: Allianz

Elisabeth Corley, Allianz Global Investors

Elizabeth Corley (55) kann mit Geld und mit Psychopathen umgehen: gewaltige 442 Milliarden Euro verwaltet die Chefin der Allianz Global Investors Europe, der europäischen Anlagetochter des Münchener Versicherungskonzerns.

Nervenkitzel liebt die Mutter einer Tochter aber nicht nur an der Börse. Corley hat bereits vier Kriminalromane veröffentlicht. 2009 wurde sie von einer britischen Finanzzeitung zur wichtigsten Frau der europäischen Finanzbranche gekürt.

Was sie antreibt, bringt sie messerscharf auf den Punkt: „Ich liebe es zu gewinnen.“

 
Foto: Siemens

Brigitte Ederer, Siemens

Die 55-jährige Wienerin Brigitte Ederer ist seit Juli 2010 Personalchefin bei Siemens und seitdem die zweite Frau im Vorstand des Münchner Industrie- und Elektrokonzerns.

Die frühere SPÖ-Politikerin arbeitete viele Jahre in der Politik, in der Spitze war sie Mitte der 90er Jahre Staatssekretärin für europäische Angelegenheit im Bundeskanzleramt in Wien. In dieser Funktion trieb sie maßgeblich den EU-Beitritt ihres Heimatlandes voran.

Anfang 2001 wechselte die immer noch „rote Gitti“ genannte Volkswirtin zu Siemens Österreich und wurde 2005 Chefin der dortigen Landesgesellschaft.


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