Einkommenssteuer Das ändert sich bei der Steuererklärung

2012 haben Arbeitnehmer bis zu 160 Euro mehr Gehalt pro Jahr, haben Ökonomen errechnet. Grund sind Steuersenkungen. Wir zeigen sie im Überblick.

zeit.de | , aktualisiert


Foto: Kautz15/Fotolia


Rentenversicherung

: Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent. Arbeitnehmer werden dadurch den Berechnungen des Ökonomen Frank Hechtner von der Freien Universität Berlin zufolge um rund 60 Euro pro Jahr entlastet. Insgesamt werden die Nettojahreseinkommen den Daten zufolge im neuen Jahr um bis zu 160 Euro höher ausfallen.

Private Altersvorsorge: Wer eine sogenannte Rürup-Rente anspart oder betriebliche Altersvorsorge betreibt, kann künftig einen größeren Teil seiner Beiträge von der Steuer absetzen. Für Riester-Sparer ändert sich leider  nichts.

Arbeitnehmerpauschbetrag: Beruflich bedingte Ausgaben, die sogenannten Werbungskosten, müssen nicht unbedingt mit Belegen nachgewiesen werden. Jeder Arbeitnehmer kann auch eine pauschale Summe von der Steuer absetzen. Dieser Pauschbetrag ist von 920 Euro auf 1.000 Euro gestiegen. Wessen Werbungskosten höher als 1.000 Euro sind, kann sie auch weiterhin von der Steuer absetzen, sofern er die Kosten belegen kann.


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Kinderbetreuung: Bisher waren Kinderbetreuungskosten entweder Werbungskosten oder Sonderausgaben, je nachdem ob beide Elternteile arbeiten oder nur einer. Jetzt sind die Betreuungskosten grundsätzlich Sonderausgaben, komplizierte Nachweise entfallen. Eltern können dadurch bis zu 160 Euro pro Jahr sparen.

Kindergeld: Eltern mit erwachsenen Kindern in Schul- oder Berufsausbildung erhalten ab diesem Jahr Kindergeld oder die entsprechenden Freibeträge unabhängig vom Einkommen der Kinder. Bisher wird das Kindergeld gestrichen, wenn das Kind mehr als 8.004 Euro im Jahr verdient.

Beitrag-Bemessungsgrenze: Die sogenannte Beitrag-Bemessungsgrenze in der Sozialversicherung wurde angehoben. In der Kranken- und Pflegeversicherung um 1.350 Euro auf 45.900 Euro, in der Renten- und Arbeitslosenversicherung um 1.200 Euro auf 67.200 Euro, allerdings nur in den alten Bundesländern.

Pendlerpauschale: Wer für den Weg zur Arbeit unterschiedliche Verkehrsmittel benutzt, konnte bisher auf den Tag genau entweder die Kilometerpauschale oder die Ticketkosten absetzen – je nachdem, welches Verkehrsmittel benutzt wurde. Künftig müssen sich Arbeitnehmer entscheiden und dürfen entweder immer die Kilometerpauschale absetzen oder nur die Ticketkosten. Diese Regelung spart zwar Papierkram, der Steuervorteil dürfte sich häufig aber reduzieren.

Zuerst veröffentlicht auf zeit.de

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