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Digitalisierung und ihre Folgen: Bedrohte Jobs bei Versicherungen

Digitalisierung und ihre Folgen Bedrohte Jobs bei Versicherungen

Im Juni kündigte Oliver Bäte an, die Allianz ins digitale Zeitalter zu beamen – und die Versicherungsvertreter zu reduzieren. Eine McKinsey-Studie zeigt: Auch für Verwaltungsangestellte wird es bei Assekuranzen eng.

Kerstin Dämon, wiwo.de | , aktualisiert

Bedrohte Jobs bei Versicherungen

Foto: Volker Witt / fotolia.com

Im Juni 2015 trat Oliver Bäte seinen neuen Job beim Versicherungskonzern Allianz an – und machte seinen Mitarbeitern gleich zu Amtsantritt erstmal Angst. Er kündigte nämlich an, die Allianz zu digitalisieren. Das Versicherungsgeschäft verlagert sich ohnehin zunehmend ins Internet – Tarifvergleiche und Abschlüsse funktionieren mit wenigen Klicks, den Vertreter braucht eigentlich niemand mehr. Entsprechend strich die Versicherung 360 Stellen in Deutschland. Damit stehen die Mitarbeiter der Allianz aber nicht alleine da.

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung McKinsey geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 rund 25 Prozent der Versicherungsjobs in Europa wegfallen werden. Am härtesten trifft es laut den Beratern die Verwaltung und das operative Geschäft, also Schadensregulierung & Co.

Computer könnten die Jobs von über 4 Millionen Deutschen ersetzen

In den Bereichen Produktentwicklung, Sales und Marketing sowie IT werde man dagegen auch in zehn Jahren noch Menschen brauchen. Das deckt sich auch mit der Einschätzung eines Forschungsberichts des IAB aus dem Dezember. Die Experten vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hatten darin die Theorie aufgestellt, dass die Digitalisierung nicht, wie vielleicht gedacht, die Jobs von ungelernten Hilfskräften obsolet macht, sondern durchaus komplexere Berufe ersetzt – so lange die nur genügend Routinen beinhalten. Dem Bericht zufolge könnten schon per heute Computer die Jobs von 15 Prozent der Deutschen - in konkreten Zahlen: 4,4 Millionen – übernehmen.
Zum Beispiel können Computer und Roboter schon heute kognitive Routine-Aufgaben wie in der Buchhaltung oder eben der Verwaltung eines Versicherungskonzerns ausführen.

Managementaufgaben oder Beratungsjobs, also analytische und interaktive Nicht-Routine-Aufgaben können Computer dagegen nicht erledigen, sie können dort höchstens unterstützen.
Computer können vieles ersetzen, aber längst nicht alles. Finden Sie den Job, der auf Sie zugeschnitten ist und Sie unentbehrlich macht. Nutzen Sie dazu die karriere.de-JobAgenten. Sie durchforsten über 300 Medien gezielt nach Ihren Jobvorstellungen.  Bätes Job ist also erstmal sicher.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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