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Dienstgeräte im Urlaub Bei Verlust droht Kündigung

Wer Dienstgeräte auch privat nutzt, sollte im Urlaub aufpassen. Zwar gelten die gleichen Bestimmungen wie in der Freizeit auch. Aber verschwindet ein Computer samt sensibler Daten, droht die Kündigung.

Lea Deuber, wiwo.de | , aktualisiert

Bei Verlust droht Kündigung

Arbeiten am Pool

Nah am Wasser kann es für dienstlich genutzte technische Geräte gefährlich werden. Arbeitnehmer sollten gut auf Notebooks und Smartphones ihres Arbeitgeber aufpassen – besonders im Urlaub.

Foto: yanlev/Fotolia.com

Viele Arbeitnehmer nutzen ihre Dienstgeräte auch privat. Doch wer Computer und Mobiltelefon mit in den Urlaub nehmen will, sollte einiges beachten.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Gerät des Unternehmens mitgenommen wird, dann sollte der Arbeitgeber darüber informiert sein. Es spielt keine Rolle, ob das Mobiltelefon nur mit nach Hause genommen wird oder mit in den Urlaub.

„Es gelten die gleichen Vereinbarungen wie normalerweise auch“, sagt Patrick Bruns, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Baden-Baden.

Schriftliche Vereinbarung unnötig

Dabei reiche bereits ein mündliches Einvernehmen. „Eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist nicht zwingend notwendig“, sagt Bruns.

Trotzdem sei es sinnvoll, wenn eine schriftliche Vereinbarung vorliegt. Darin kann beispielsweise die Übernahme von Telefonkosten oder Haftungsbestimmungen festgehalten werden. Damit lassen sich spätere Konflikte vermeiden.

Handynutzung im Ausland: Wer übernimmt die Kosten?

Nimmt ein Arbeitnehmer sein Mobiltelefon mit ins Ausland, gelten die gleichen Vereinbarungen wie sonst auch: Trägt der Arbeitgeber die Kosten normalerweise, muss er sich auch bei einer Reise ins Ausland übernehmen.

„Die Kosten sollten nicht aus dem Rahmen fallen“, sagt Bruns. „Aber grundsätzlich, egal ob Europa oder die USA, die Kosten müssen übernommen werden.“

Andersherum gilt natürlich auch, dass der Arbeitnehmer für mögliche zusätzliche Roaming- oder Telefonkosten aufkommen muss, wenn die Kosten sonst auch getrennt abgerechnet werden.

Geht ein Gerät kaputt oder wird beschädigt, kommt es darauf an, ob es und wie es versichert ist. So etwas kann auch in einer Vereinbarung vorab geklärt werden.

„Ist ein Gerät nicht versichert, wird der Arbeitnehmer allerdings haften müssen, wenn er den Verlust zu verantworten hat“, sagt Bruns.

Wirklich problematischer wird es erst, wenn dienstliche Geräte verloren gehen oder gestohlen werden – und darauf vertrauliche Daten des Unternehmens gespeichert sind.

Vorsicht mit sensiblen Daten

„Entsteht ein Schaden, ist der Arbeitnehmer schadensersatzpflichtig“, erklärt Arbeitsanwalt Bruns. „Gegebenenfalls muss der Arbeitnehmer auch mit einer Abmahnung rechnen.“

Handelt es sich um sehr sensible Daten, könne es sogar zu einer fristlosen Kündigung kommen. Dies sei aber fallabhängig, so Bruns.

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