Chef zu gewinnen Messe München | Klaus Dittrich

"Messe kann man nicht vom Schreibtisch aus machen."

Katja Stricker | , aktualisiert




Klaus Dittrich

   
    ALTER: 61


JOB: Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH


KARRIERE: Studium der Germanistik und Politikwissenschaften in München. Ab 1980 öffentlicher Dienst beim Freistaat Bayern, ab 1982 verschiedene Funktionen in der Verbandsarbeit sowie in Aufsichts- und Verwaltungsräten bei verschiedenen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Seit 2002 in verschiedenen Führungspositionen bei der Messe München; seit 2010 in seiner jetzigen Funktion.


BRANCHE: Messeanbieter


MITARBEITER: gut 650 in Deutschland


EINSTIEG: verschiedene Ausbildungsberufe, u.a. Veranstaltungskaufleute, Fachkraft für Veranstaltungstechnik und Kaufleute für Marketingkommunikation; Praktikanten und Werkstudenten.


KONTAKT:

www.messe-muenchen.de/karriere



MESSE MÜNCHEN:



Wenn auf dem Münchner Messegelände eine der großen Messen stattfindet wie die weltgrößte Baumaschinen-Schau Bauma oder die Sportmesse Ispo, dann hält Klaus Dittrich nichts mehr in seinem Büro. "Messe kann man nicht vom Schreibtisch aus machen", sagt der Chef der Messe München. Und so mischt er sich von früh bis spät unter die Besucher. Er begrüßt Politiker und andere Ehrengäste, sitzt bei Diskussionen mit auf dem Podium und lässt sich von Ausstellern aus aller Welt die neusten Innovationen und Zukunftstrends der jeweiligen Branche zeigen. Immer am Puls der Zeit und ständig in Kontakt mit Menschen aus aller Welt: Das macht für Dittrich den Reiz seines Jobs aus.

Schon als Student jobbte er neben seinem Germanistik- und Politikstudium auf Messen. "Da hat mich bereits der Virus gepackt – und seither nicht mehr losgelassen", erzählt der 61-jährige Münchner lachend. Heute finden jährlich mehr als 200 Veranstaltungen auf seinem Ausstellungsgelände statt. Neben den Veranstaltungen in der bayerischen Landeshauptstadt spielt auch das Auslandsgeschäft inzwischen eine große Rolle: Etwa 20 Veranstaltungen in China, Indien, Afrika, Türkei und Russland organisiert Dittrichs Team. Für ihn persönlich bedeutet das alle vier bis sechs Wochen ein Interkontinentalflug, um auch in Shanghai, Delhi und Moskau während der Messetage präsent zu sein.

Für den studierten Germanisten kein Problem:  "Ich genieße diese bis zu zehn Stunden im Flugzeug ohne Handy- und Mailempfang. Das ist für mich fast wie Meditation", sagt der Manager. Einen Ausgleich zu seinem oft stressigen Job findet der passionierte Bergsteiger in den Alpen gleich vor der Haustür. Ein besonderes Highlight war für ihn, dass er mit einem Aussteller der Ispo den Mont Blanc bestiegen hat.

Foto: Messe München

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