Chef zu gewinnen Ernst & Young - Michael Plaumann-Ewerdwalbesloh

„Wer mobil und flexibel ist, hat viel mehr Möglichkeiten.“

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Michael Plaumann-Ewerdwalbesloh – den prägnanten Doppelnamen verdankt der
42-Jährige seiner Frau – hat tatsächlich das, was man einen internationalen Arbeitsplatz nennt. Bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young berät er Banken und Finanzdienstleister, wie sie zum Beispiel nach der Wirtschaftskrise ihre Risiken besser managen und ihre internen Kontrollen organisieren. Er verantwortet in diesem Geschäftsbereich für 89 Länder das Kompetenzcenter Process&Controls, immerhin in zwölfen davon unterhält das Unternehmen eigene Financial-Service-Büros. In den letzten Monaten war er in den USA, Russland, Hongkong und Spanien. In England steht sogar ein eigener Schreibtisch für ihn. Von seinem 250-Mann-Team sitzen etwa 40 Berater in Deutschland, der Rest ist über die Welt verstreut. „Solch eine virtuelle Mannschaft zusammenzuhalten ist wirklich spannend. Wie bekommt man zum Beispiel über zwölf Kulturen und Mentalitäten hinweg ein einheitliches Erscheinungsbild unserer Dienstleistung hin“, beschreibt Plaumann-Ewerdwalbesloh seinen Job. „Das geht nur mit ganz viel Kommunikation.“ Und eben mit Hinfahren. Das Thema Mobilität zieht sich dann auch wie ein roter Faden durch seinen Werdegang. Bis in die Oberstufe hinein wollte der begeisterte Wassersportler Luft und Raumfahrttechnologie studieren. „Eine Stippvisite an der Uni zeigte mir aber schnell, dass das ein echter Brocken ist. Praktische Mathe liegt mir mehr als die Theorie, die dort gebraucht wird.“ Eine Alternative musste her. „Um die Banklehre habe ich mich dann eher durch Zufall beworben. Aber es war die richtige Entscheidung.“ Die Dresdner Bank schickt den Mainzer Abiturienten für zwei Jahre zur Ausbildung nach Hannover. Während des Studiums in Frankfurt und den USA geht er für sie unter anderem nach Tokio. Dass sich junge Leute ein Herz fassen, auch mal wegzugehen und Neues auszuprobieren, findet der Manager wichtig. Und auf selbstständiges Arbeiten legt der Unternehmensberater beim Nachwuchs großen Wert. „Mir ist fast egal, was die Leute studiert haben, solange sie strukturiert arbeiten, analysieren und sich selbst motivieren können.“ Leider fördere das verschulte Bachelor-System die Selbstständigkeit nicht gerade, stellt er fest. – Mit ein Grund, warum Ernst & Young seit kurzem mit einigen Hochschulen kooperiert und angepasste Bachelor-Studiengänge anbietet.

Name: Michael Plaumann-Ewerdwalbesloh
Alter: 42 Jahre
Job: Partner bei Ernst & Young in Frankfurt, verantwortlich für die Risikomanagementberatung bei Banken und Finanzdienstleistern in Deutschland und Competency Leader Process & Controls für Europa, den Mittleren Osten, Indien und Afrika
Karriere: Banklehre Dresdner Bank, BWLStudium Hochschule für Bankwirtschaft, ab
1992 Controller/Revisor bei der Dresdner Bank u.a. in Tokio, seit 2000 Ernst & Young
Branche: Wirtschaftsprüfung, Steuer und Transaktionsberatung, Risiko- und
Managementberatung
Mitarbeiter: 6 970 (D), 141 000 (Welt)
Einstieg: Praktika, Ausbildung zum Steuerfachangestellten, duales Studium in drei
Fachrichtungen, Direkteinsteig für Absolventen als Assistant/Consultant in allen
Bereichen; Trainee-Programm AuditPLUS (Wirtschaftsprüfung)
Kontakt: www.ey.com/de/de/careers; www.jobportal.de.ey.com

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