Chef zu gewinnen Die Stuttgarter | Frank Karsten

"Auszeiten sind unverzichtbar – und machbar. Denn jeder ist mal für ein paar Wochen ersetzbar – auch ein Chef."

Katja Stricker | , aktualisiert




Frank Karsten

   
    ALTER: 58


JOB: Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Lebensversicherung a.G.


KARRIERE: Stammhaus-Lehre bei Siemens, Studium der Wirtschaftsinformatik. Ab 1989 bis 2010 verschiedene leitende Funktionen bei der AMB Gruppe, der Volksfürsorge Versicherungen und der Generali Informatik Services GmbH. 2010 wechselte Karsten auf seine jetzige Stelle.


BRANCHE: Versicherungen


MITARBEITER: 750


EINSTIEG: Ausbildungen als Finanzassistent, Kaufleute für Versicherungen und Finanzen sowie Fachinformatiker; Duales Studium Wirtschaftsinformatik; Praktika für Studenten (z.B. Mathematik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften) und Direkteinstieg für Absolventen.


KONTAKT:

www.stuttgarter.de/ stuttgarter-als-arbeitgeber


DIE STUTTGARTER:



Als Frank Karsten sich nach Abitur und Lehre bei Siemens für ein Wirtschaftsinformatik-Studium entschied, war das Thema Versicherung für den gebürtigen Niedersachsen noch ganz weit weg. "Mich hat die damals junge und spannende Technologie der Datenverarbeitung gereizt – und so konnte ich mein Hobby zum Beruf machen", erinnert sich der 58-Jährige heute. Über seinen Job als Unternehmensberater kam er mit der Versicherungsbranche in Berührung – und merkte schnell, "wie spannend diese Branche für einen Informatiker durch die vielen Anwendungsmöglichkeiten, etwa bei der Automatisierung der Abläufe, ist."

Auch heute kommt dem studierten Wirtschaftsinformatiker sein IT-Wissen fast täglich zugute. Denn als Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Lebensversicherung gehört es unter anderem auch zu seinen Aufgaben, die Digitalisierung seines Unternehmens und der Versicherungsprodukte voranzutreiben. Keine leichte Aufgabe in Zeiten, wo es für Geld auf der Bank so gut wie keine Zinsen mehr gibt. "Deshalb müssen wir innovative Versicherungsprodukte entwickeln, die auch die Chancen der Kapitalmärkte nutzen", sagt der Versicherungsexperte, der viele Vorteile darin sieht, dass er Chef eines "genossenschaftlich" organisierten Versicherungsvereins mit langer Tradition ist. "Ich bin nicht irgendwelchen Aktionären, sondern unseren Mitgliedern und damit unseren Kunden Rechenschaft schuldig", sagt der Vater dreier erwachsener Kinder. "Und natürlich unseren rund 750 Mitarbeitern, von denen ich viele persönlich kenne."

Neue Kraft für seinen Job sammelt Frank Karsten am liebsten auf Fernreisen. Gerade war er drei Wochen in Botswana unterwegs, denn "ich fotografiere für mein Leben gerne". Auf einer Foto-Safari wartet der 58-Jährige geduldig, bis sich Elefanten, Löwen oder andere Wildtiere vor seiner Kamera zeigen. "Solche Auszeiten sind unverzichtbar – und machbar. Denn jeder ist mal für ein paar Wochen ersetzbar – auch ein Chef", fügt Karsten lachend hinzu.

Foto: Stuttgarter Leben

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