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Chancengleichheit Forschung ohne Frauen

Managerinnen arbeiten nur zu einem winzigen Teil in der Entwicklung, sagt eine Studie. Die meisten kümmern sich um Marketing und Personal.

rüd | , aktualisiert

Jungs können Technik, Mädchen gehen lieber mit Menschen um. Ein Klischee, das schon im Kindergartenalter unausrottbar ist. Glaubt man einer neuen Studie, setzt sich dies aber sogar bis in die Führungsebene fort.

Nur 0,3 Prozent aller weiblichen Führungskräfte in Deutschland arbeiten demnach in der Forschung und Entwicklung. Die meisten kümmern sich um Verkauf und Marketing (40 Prozent) oder ums Personal (26 Prozent). Das fand die Personalberatung Heidrick & Struggels heraus, nachdem sie die Lebensläufe von 6000 weiblichen Führungskräften ausgewertet hatte.

Auch die Verteilung nach Branchen zeige den Trend: Während nur zwölf Prozent der Managerinnen in der klassischen Industrie beschäftigt sind, seien sie bei Finanzdienstleistern mit 21 Prozent auf dem Vormarsch.

Grundsätzlich hätten es Frauen aber in allen Branchen noch immer schwer: Nur vier Prozent der Befragten schafften es in den Vorstand oder die Geschäftsführung. "Der Weg nach ganz oben ist den meisten Frauen weiterhin versperrt", sagt Christine Stimpel, Deutschland-Chefin der Agentur.

In eine ähnliche Richtung zeigt der aktuelle Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums, der die Chancengleichheit in 128 Ländern in Wirtschaft, Politik und Bildung vergleicht. Dort steht Deutschland 2007 mit Platz sieben zwar relativ gut da. Im Jahr davor war es allerdings noch Platz fünf. An der Spitze in beiden Jahren: Schweden.

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