Brutto-Netto-Rechner Jetzt Ihr genaues Gehalt berechnen

Mit dem Brutto-Netto-Rechner können Sie das Nettogehalt eines vorher gewählten Bruttogehalts ausrechnen. Auch alle Abgaben wie zum Beispiel die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zeigt Ihnen der Gehaltsrechner auf.

Julia Schuppien |

Die Funktionsweise des Brutto-Netto-Rechners

Zunächst wählen Sie bitte das Steuerjahr am rechten Rand des Rechners aus. Wählen Sie außerdem aus, ob Sie Ihr Nettogehalt basierend auf dem Bruttogehalt berechnen wollen oder andersherum. Links können Sie nun Angaben zu Ihrem Gehalt machen. Wählen Sie aus, ob Sie den Lohn monatlich oder jährlich angeben wollen und tragen Sie das Gehalt dann in das dafür vorgesehene Freitextfeld ein.

In der Rubrik Besteuerungsmerkmale können Sie dem Rechner Ihre Steuerklasse mitteilen. Die Steuerklasse ist ausschlaggebend dafür, wie viel Steuern ein Arbeitnehmer auf seinen Lohn zahlen muss. In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen, abhängig davon ob der Steuerzahler beispielsweise verheiratet ist und Kinder hat. Die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer werden von der Steuerklasse beeinflusst. Wählen Sie außerdem Ihr Bundesland sowie Ihr Geburtsjahr aus und geben Sie an, ob Sie Kinder haben oder nicht. Wenn Sie von einem monatlichen Freibetrag profitieren, können Sie diesen an dieser Stelle eintragen. Bitte wählen Sie außerdem noch aus, ob Sie Kirchensteuer zahlen oder nicht.

In der nächsten Rubrik des Gehaltsrechners werden Ihre Vorsorgeaufwendungen erfasst. Hier können Sie auswählen, ob Sie gesetzlich oder privat rentenversichert sind. Auch bei der Krankenversicherung können Sie zwischen den Optionen gesetzlich, privat ohne Zuschuss oder privat mit Zuschuss wählen. Im letzten Schritt können Sie angeben, welchen Zusatzbeitrag Ihre Krankenkasse einfordert. Der Zusatzbeitrag wird als Prozentsatz vom beitragspflichtigen Arbeitsentgelt berechnet. Die meisten Krankenkassen verlangen einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9%, daher berücksichtigt der Brutto-Netto-Rechner diesen Beitrag, falls Sie keine abweichenden Angaben machen.

Auf der rechten Seite können Sie nun das Ergebnis der Berechnungen durch unseren Gehaltsrechner sehen. Oben stehen Ihr Bruttolohn und Ihr Nettolohn. Darunter können Sie im Detail nachvollziehen, wie viel Geld für Steuern und Sozialabgaben von Ihrem vom Arbeitgeber gezahlten Gehalt abgeht. Klicken Sie auf den Pfeil am unteren rechten Rand des Gehaltsrechners, um zu sehen, wie hoch die Belastung für den Arbeitgeber insgesamt ausfällt.

Steuerklassen in Deutschland

Die Steuerklasse reguliert die Höhe der steuerlichen Abzüge bei nichtselbständiger Arbeit und nimmt starken Einfluss auf die Höhe des Nettolohns. Bei den Steuerklassen gelten unterschiedliche Freibeträge, wie zum Beispiel der Grundfreibetrag oder der Kinderfreibetrag. Daher sollte jeder Steuerzahler wissen, zu welcher Steuerklasse er gehört. In Deutschland gibt es sechs Lohnsteuerklassen, welche vom Familienstand des Arbeitnehmers abhängig sind.

Ledige, geschiedene oder alleinlebende Menschen gehören in der Regel zur Steuerklasse I. In der Steuerklasse II befinden sich alleinerziehende Arbeitnehmer. Verheiratete Menschen gehören meist zu den Steuerklassen III, IV oder V, abhängig davon ob einer der beiden Ehepartner deutlich mehr verdient als der andere. Wenn ein Steuerzahler mehr als ein Dienstverhältnis beziehungsweise mehr als einen Arbeitgeber hat, wird das geringere Gehalt mit Steuerklasse VI besteuert.

Die Lohnsteuerklassen beeinflussen den Freibetrag des Arbeitnehmers, also den Teil des Einkommens, der nicht versteuert werden muss. Die höchsten Freibeträge, inklusive Kinderfreibetrag, haben Steuerzahler in den Steuerklassen II und III. Den Grundfreibetrag bekommen Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I oder IV. Keine Freibeträge sind in den Steuerklassen V und VI enthalten.

Die Steuerklassen im Überblick

Steuerklasse I

  • Ledige
  • Geschiedene (im Jahr der Trennung bleibt Wahl anderer Steuerklasse möglich)
  • Verwitwete
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, deren Partner im Ausland lebt
  • dauerhaft getrenntlebende Ehepaare / eingetragene Lebenspartner

Steuerklasse II

  • Alleinerziehende

Steuerklasse III

  • Alleinverdiener bei Verheirateten / eingetragenen Lebenspartnern
  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die deutlich mehr verdienen, als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse V einzuordnen)
  • Wichtig: Beide Partner leben in Deutschland

Steuerklasse IV

  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die netto ungefähr das gleiche verdienen, wie ihr Partner

Steuerklasse V

  • Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die weniger verdienen als ihr Partner (dieser ist dann in Steuerklasse III einzuordnen)

Steuerklasse VI

  • Arbeitnehmer mit mehreren Anstellungen
  • für die Beschäftigung mit dem geringeren Gehalt wird Steuerklasse VI angegeben.
  • Für die Anstellung mit dem höchsten Gehalt wird die passende Steuerklasse (I-V) erhoben
  • Neben der Steuerklasse spielt auch das Bundesland eine Rolle bei der Höhe der Steuern. In verschiedenen Bundesländern wird ein unterschiedlich hoher Kirchensteuersatz erhoben. Der Gehaltsrechner
  • berücksichtigt diese unterschiedlichen Steuersätze bereits bei seinen Berechnungen.

Gleitzone für Geringverdiener

Für Geringverdiener spielt bei der Berechnung des Netto-Gehalts außerdem die Gleitzone, bald Übergangsbereich genannt, eine große Rolle. Ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer zwischen 450,01 und 850,00 Euro monatlich verdient, liegt in der Gleitzone. Bei einer versicherungspflichtigen Beschäftigung innerhalb dieser Gleitzonenregelung gelten reduzierte Sozialbeiträge und damit weniger Abzüge. Grundsätzlich steigt die Beitragsbelastung dabei progressiv an. Je mehr ein Steuerzahler in der Gleitzone also verdient, desto höher sind die Abgaben.

Viele Arbeitnehmer verzichten jedoch freiwillig auf eine Gleitzonenregelung, um eine Senkung Ihrer Rentenansprüche zu verhindern. Eine Gehaltserhöhung kann in manchen Fällen sogar nachteilig sein, wenn ein Arbeitnehmer damit aus der Gleitzonenregelung herausfällt. Im Fall eines schwankenden Arbeitsentgelts werden die monatlichen Gehälter mit dem Weihnachts- und Urlaubsgeld zusammengerechnet und durch zwölf geteilt. Liegt die Summe dann zwischen 450,01 und 850,00 Euro, befindet sich der Arbeitnehmer innerhalb der Gleitzone und muss nur reduzierte Sozialabgaben zahlen, also weniger Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung.

Ab Juli 2019 wird aus der Gleitzonenregelung der sogenannte Übergangsbereich, in den Arbeitsentgelte von bis zu 1.300,00 statt wie bisher nur 850,00 Euro im Monat fallen. Die Einführung des Übergangsbereichs sorgt außerdem mit einer neuen Regelung dafür, dass der niedrigere Rentenversicherungsbeitrag nicht zu einer Absenkung der späteren Rentenleistungen führt. Diese Problematik hatte zuvor viele Arbeitnehmer von einer Gleitzonenregelung abgeschreckt. Vom neuen Übergangsbereich könnten also in den nächsten Jahren viele weitere Geringverdiener profitieren. Bei der Besteuerung gelten jedoch weiterhin die gleichen Regelungen, da sowohl der neue Übergangsbereich als auch die alte Gleitzone sich nur auf die Sozialabgaben auswirken. Die Vorteile der Gleitzonenregelung oder des Übergangsbereichs gelten zudem nicht für Auszubildende oder Praktikanten, sondern nur für Beschäftigte in Midi-Jobs.

Arbeitgeberanteil an Sozialabgaben

Nicht nur der Arbeitnehmer muss von seinem Arbeitsentgelt die Sozialversicherung bezahlen, sondern auch der Arbeitgeber muss Sozialabgaben entrichten. Er zahlt die Hälfte des Rentenbeitrags in Höhe von 9,35 Prozent sowie die Hälfte zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 7,3 Prozent. Außerdem entrichtet der Arbeitgeber einen Anteil in Höhe von 1,5 Prozent zur Arbeitslosenversicherung und einen Beitrag in Höhe von 1,275 Prozent zur Pflegeversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung wird allein vom Arbeitgeber übernommen und liegt bei einer Höhe von 1,6 Prozent. In unserem Gehaltsrechner können Sie auch sehen, wie hoch die Arbeitgeberbelastung im Detail ausfällt.

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