Bewerbungen Häufige Fehler zerstören Gesamtkunstwerk

Bei Bewerbungen gibt es allerhand zu beachten: Die richtige Form, ein ansprechender Inhalt sowie korrekte Rechtschreibung und Grammatik. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem letzten Satz - da verschenken viele Jobsuchende Punkte.

Kerstin Dämon, wiwo.de | , aktualisiert

Häufige Fehler zerstören Gesamtkunstwerk

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Foto: K.-U.-Häßler/Fotolia.com

Bei Bewerbungen kommt es auf das A und O an: Wichtig sind tatsächlich Anfang und Ende. An diesen Stellen ist nämlich die Aufmerksamkeit des Lesers am größten.

Eine Bewerbung sei zwar ein Gesamtkunstwerk, aus dem Kompetenz, Motivation und Persönlichkeit herausschimmern sollten, wie Branko Woischwill, Berater bei den Bewerbungs-Experten von Hesse/Schrader, erklärt.

"Anfang und Ende sind häufige Stolpersteine für Bewerber", weiß der Experte. "Da beginnt die Bewerbung mit: 'Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als...'. Das klingt nach Beamtendeutsch und steht ja so auch im Betreff."

Schrecklicher Schlusssatz

Allerdings ist zu Einstieg und Mittelteil – den DOs und DON'TS – in Bewerbungen schon jede Menge gesagt und geschrieben worden. Jetzt hat sich ein Bewerber mühsam durch Teil eins und zwei des Anschreibens gequält, alle Formulierungsklippen umschifft, in knackigen Worten erklärt, warum er die Idealbesetzung für die ausgeschriebene Stelle ist – und dann kommt das:

"Wenn Sie die Zeit haben, meine Unterlagen zu sichten und zu berücksichtigen und wenn Sie dann noch eventuell die Güte hätten – so Sie nicht einen geeigneteren Kandidaten haben – mich zu einem Gespräch einzuladen, in dem ich Ihnen beweisen darf, wie gut ich zu Ihnen passe, wäre ich Ihnen auf ewig dankbar."


Das ist zugegebenermaßen übertrieben formuliert. Aber trotzdem ruinieren viele Bewerber mit zu viel Konjunktiv im letzten Satz den gerade erst entstandenen Eindruck.

Woischwill rät, beim Schlusssatz nicht zu unterwürfig zu sein und keine Romane zu schreiben. "Der Bewerber sollte auf Augenhöhe sein", sagt er.

Nicht zu forsch

Natürlich gibt es keine Mustersätze, die für jeden Job und jeden Bewerber passen, aber es gibt zumindest einige Fehler, die Bewerber vermeiden sollten: Konjunktiv, also "würde, könnte, wäre" schwächt Sätze ab.

Wenn Sie sich auf eine Einladung freuen, schreiben Sie das auch und verwässern Sie die Formulierung nicht durch: Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich zu einem Gespräch einladen könnten.

Auch "ich wäre Ihnen sehr dankbar" ist hier fehl am Platze. Genauso wenig sollten Sie im letzten Satz einer Bewerbung gleich mit der Tür ins Haus fallen und Ihre Kontonummer nennen oder zu frech sein. "Ein guter letzter Satz ist: Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch", findet Bewerbungsexperte Woischwill.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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