Bewerbung Schlüsselfragen im Vorstellungsgespräch

Beim Vorstellungsgespräch wähnen sich viele Bewerber bereits am Ziel. Doch sie können sich irren. Zum Beispiel wenn ihnen zu den Fragen der künftigen Chefs keine richtigen Worte einfallen. Wie man die richtigen Antworten parat hält.

Miguel Zamorano , wiwo.de | , aktualisiert


Foto: Adam Gregor/Fotolia

1. "Erzählen Sie etwas von sich"

Es ist wie im Lebenslauf  – hier möchte ein Personaler nichts Privates lesen und daher im Gespräch nicht Privates hören. Es sei denn, es ist tatsächlich für die künftige Tätigkeit relevant. Also lieber nicht von der Beziehung zum Lebenspartner sprechen, sondern über den Hintergrund der beruflichen Biographie.

Am besten man holt sich für eine gute Antwort den richtigen Ansatz, zum Beispiel per Gegenfrage an den Personaler selbst: "Wo soll ich beginnen?" oder "Was möchten Sie genau wissen?".

2. "Warum wollen Sie Ihre aktuelle Stelle verlassen?"

Auf jeden Fall vermeiden: negative Äußerungen über den momentanen Arbeitgeber. Wer es doch tut, sagt mehr über sich selbst, als über die vermeintlichen Umstände, unter denen er angibt zu leiden.

Wer Konflikte am Arbeitsplatz zu bewältigen hat, sollte deutlich machen, dass er versucht hat, diese zu lösen. Eleganter antwortet ein Bewerber auf diese Frage, indem er aufzählt, warum er beim neuen Arbeitgeber andocken möchte.

Zum Beispiel: dass der Wechsel jetzt der richtige nächste Karriereschritt ist. Allerdings sollten Bewerber auch wissen, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle beworben haben. Eine weiteres No-Go: Gehaltvorstellungen als Wechselgrund angeben.


Foto: Adam Gregor/Fotolia

Die eigenen Schwachpunkte sollte man identifizieren können. Ebenso sollten Bewerber glaubhaft erläutern, wie Sie mit diesen Schwächen umgehen und dass Sie an diesen arbeiten können.

Auf die Frage nach den Stärken: Lieber nicht sagen, dass man schlau ist oder besonders hart arbeitet. Das Risiko ist dann groß, dass Personaler entgegnen: "95 Prozent der Kandidaten vor Ihnen haben das gleiche gesagt. Was unterscheidet Sie von ihnen?"

Was auf jeden Fall nicht geht: Der Bewerber zeichnet sich als Superman oder Superwoman und gibt vor, keine Schwächen zu haben.

4. "Haben Sie kurzfristige Ziele?"

Auch hier ist eine Gegenfrage angebracht: "Von welchem Zeitraum sprechen wir?" Denn "kurzfristig" kann für viele sechs Monate bedeuten – der Arbeitgeber meint aber vielleicht 18 oder 24 Monate.

Klar ist auch: der Bewerber sollte die Ziele im Einklang mit der Position nennen, für die er vom künftigen Arbeitgeber zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Die Antwort: "Ich möchte so schnell wie möglich aufsteigen", sollte ein künftiger Angestellter lieber für sich behalten. Zuviel Ehrgeiz tut selten gut.


Foto: Adam Gregor/Fotolia

Es ist eine der wichtigsten Fragen, die ein potenzieller Arbeitgeber stellen kann. Sie kommt stets am Ende des Vorstellungsgesprächs. Ein Bewerber wähnt sich dann bereits am Ziel – wenn die Chemie gestimmt hat und das Gespräch gut gelaufen ist. Und dann diese Frage.

Die Antwort "Nein, danke" ist fatal. Wer keine Fragen hat, der zeigt auch, dass er sich über die künftige Stelle keine Gedanken gemacht hat oder schlimmer: dass er kein wirkliches Interesse hat.

Genauso falsch ist es nach folgenden Dingen zu fragen: "Was macht das Unternehmen genau?", "Wie viel Urlaub bekomme ich?", "Kann ich von zu Hause aus arbeiten?" Lieber sollte der Bewerber Fragen stellen, die dem potenziellen Arbeitgeber helfen zu zeigen, dass er mit seinen Erfahrungen und Qualifikationen zu der ausgeschriebenen Stelle passen.

Auch hier helfen Gegenfragen: über die Beschaffenheiten der künftigen Abteilung, über die Aufgaben, darüber, wie der Arbeitgeber Erfolg messen wird.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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