Bedeutendes Management Qualität ans Ruder

Die Debatte über schlechte Führungsqualität und deren Einfluss auf die Gesundheit und Produktivität der Mitarbeiter zeigt Wirkung. Führungsmanagement wird zum wichtigen Thema, wie das ifaa-Trendbarometer zeigt.

Ferdinand Knauß, wiwo.de | , aktualisiert

Qualität ans Ruder

Foto: Warren Goldswain/Fotolia.com

Experten aus Unternehmen und Verbänden halten das Führungsmanagement aktuell für das wichtigste Thema der Arbeits- und Betriebsorganisation. Das ist das Ergebnis der Sommer-Auswertung des ifaa-Trendbarometers, für das zwischen Mitte März und Ende Juni 818 Experten aus Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft befragt wurden.

Führungsmanagement rangiert zum ersten Mal ganz oben in dieser seit 2009 halbjährlich durchgeführten Dauerstudie. 689 von 818 Teilnehmern der aktuellen Befragung (84 Prozent) halten Führungsmanagement für bedeutend beziehungsweise sehr bedeutend. "Bemerkenswert ist auch, dass das mit Führung eng verbundene Thema Arbeitszufriedenheut auf Rang drei unter 18 abgefragten Themen ganz vorn platziert ist", sagt Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa.

Talent Management

Denn die Zufriedenheit von Mitarbeitern hängt wesentlich damit zusammen, wie gut oder weniger gut sie geführt werden. Und das, so Stowasser, "ist über finanzielle Aspekte hinaus die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Unternehmen talentierte Mitarbeiter gewinnen und halten können."

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Bewusstsein für psychische Belastungen von Mitarbeitern bei den Unternehmen hoch ist: "arbeitsbezogene psychische Belastungen" rangieren auf Platz 6 – und damit im oberen Drittel der empfundenen Bedeutung aller Themen.

Schlusslicht der Bedeutungsrangliste ist das Thema "Einsatz von Werkverträgen". Für größere Unternehmen ist es tendenziell zwar wichtiger als für kleine und mittlere Unternehmen. Es wird aber auch hier als das unwichtigste Thema gesehen. "Das ifaa-Trendbarometer zeigt, dass die zum Teil heftige Kritik an Werkverträgen zumindest teilweise eine Gespensterdebatte ist, die von interessierter Seite an der betrieblichen Realität vorbei inszeniert wird", kommentiert Stowasser.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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