Auslandspraktikum Mein Praktikum bei der Münchener Rück in Kuala Lumpur

In Kuala Lumpur bekommt Manina Kunz die ganze Bandbreite fernöstlicher Kultur zu spüren - nicht ohne Genuss.

Manina Kunz | , aktualisiert

Nach meinem Praktikum bei der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft in München hatte ich die Chance, in eine ihrer Außenstellen nach Malaysia zu gehen. In Kuala Lumpur darf ich nun zwei spannende Monate verbringen und das nicht etwa als Tourist, sondern als quasi Kurzzeit-Expat.

Da steckt viel Potential drin

Mein Praktikum absolviere ich hier bei der Münchener Rück Retakaful, die shariakonforme Rückversicherung betreibt. Also eine Rückdeckung, die konform mit den Prinzipien des islamischen Rechts, der Shari’a, ist. Takaful (arab.) bedeutet „sich gegenseitig unterstützen" und Retakaful ist zusammengesetzt aus dem englischen Reinsurance und Takaful. Da 1,3 Mrd. Muslime 20 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, steckt viel Potential in diesem Geschäftsfeld. Wichtige Unterschiede zur Versicherung, wie wir in Deutschland sie kennen, sind das Zinsverbot und die Beschränkung auf Investments, die mit der Sharia im Einklang stehen.

Folglich nicht in Industrien, die haram (verboten) sind, wie Schweinefleisch, Alkohol oder Glücksspiel. Das Wichtigste ist, dass man sich nicht als Einzelner versichert, sondern in einen Pool spendet. Dadurch wird man Mitglied in einer Art Gegenseitigkeitsverein und hat Anrecht auf eine Überschussbeteiligung. Um all diese Elemente erfüllen zu können, wurde ein komplexes System entwickelt und wird erfolgreich angewendet.

Der erste Arbeitstag begann damit, dass ich mir all die fremd anmutenden Namen meiner neuen Kollegen einzuprägen versuchte. Neben Englisch wird in Malaysia natürlich Malaiisch, aber auch Tamil und andere indische Sprachen, Mandarin oder eine gewöhnungsbedürftige Mischung aus allem gesprochen. Zu meinen Aufgaben gehören beispielsweise die Überarbeitung von Studien über den ReTakaful Markt, oder Prozessbeschreibungen des Investments und des Underwritings (Risikobewertung).

Man merkt den Unterschied, sobald man auf die Straße geht

Neben einem relativ normalen Arbeitsalltag ist das Leben in Asien dennoch komplett anders. Mein Praktikum ist vielfältig und interessant, aber die Arbeitsweise unterscheidet sich hier in einem deutschen Konzern nicht wesentlich von der in München. Dafür merkt man den Unterschied, sobald man hinaus auf die Straßen geht. Überall begegnen einem endlos viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Verkehrschaos beherrscht die Strassen, Frauen in Saris und Burkas, Palmen, Tempel und Moscheen, exotische Früchte, freilaufende Äffchen, tropisches Wetter und, und, und...

Ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit hatte ins Ausland zu gehen. Es war ein besonderes Erlebnis und eine wichtige Erfahrung, eine für mich fremde Kultur näher kennenzulernen. Kuala Lumpur ist fantastisch und ich hoffe irgendwann auf ein Wiedersehen.

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