Arbeitsrecht Bis dass die Kündigungsfrist euch scheidet

Wer seinen Job kündigt, muss trotzdem noch drei bis sechs Monate beim alten Arbeitgeber bleiben. Eine Spedition in Sachsen verhängte allerdings drei Jahre Kündigungsfrist. Das ist zu viel.

wiwo.de, dpa | , aktualisiert

Bis dass die Kündigungsfrist euch scheidet

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Foto: fotogestoeber / Fotolia.com

Eine Kündigungsfrist von drei Jahren ist nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts unzumutbar. Sie schränke die berufliche Bewegungsfreiheit von Arbeitnehmern unangemessen ein, urteilte das höchste deutsche Arbeitsgericht am Donnerstag in Erfurt. Das gelte auch dann, wenn der Arbeitgeber ebenfalls an die lange Frist gebunden sei, ehe er sich von einem Arbeitnehmer trennen kann. Die Richter sprachen von einer "unangemessen Benachteiligung entgegen den Geboten von Treu und Glauben".

Im konkreten Fall aus Sachsen wollte eine Spedition Fachleute in ihrer Leipziger Niederlassung möglichst lange an sich binden. Mit einem Speditionskaufmann schloss sie eine Zusatzvereinbarung, mit der die Kündigungsfrist für beide Seiten auf drei Jahre verlängert wurde. Gleichzeitig zahlte der Spediteur ein höheres Monatsgehalt.

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