Andreas Augustin

Liebe Leserinnen und Leser, Herzlich Willkommen auf der Seite meines MBA Tagebuchs. Ich bin seit September 2002 an der Stanford Graduate School of Business und absolviere ein 20-monatiges MBA Programm. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich kann kaum glauben, dass ich seit fast einem halben Jahr wieder die Schulbank drücke. Die gute Nachricht gleich vorweg: ich habe meine Entscheidung noch keinen einzigen Tag bereut. Ich kann Euch nur ermuntern das "Abenteuer MBA" selbst in Angriff zu nehmen.

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Mein Tagebuch - Ein Überblick

Ich habe mir vorgenommen, Euch einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren und auf allzu generische Informationen zum MBA-Studium zu verzichten. Schließlich gibt es genügend einschlägige Literatur, die detailliert den Bewerbungsmarathon beschreibt. Außerdem verschicken fast alle Unis gerne ihre schicken Hochglanzbroschüren und unterhalten hübsche Websites. Ich bin sicher, Ihr kennt diese Informationsquellen bereits. Bevor ich Euch in den nächsten Ausgaben näher schildern werde wie mein Studentenleben an der Stanford Graduate School of Business (ab jetzt nur noch: "Stanford GSB") tatsächlich aussieht, heute vorab ein paar Zeilen zu meinem Werdegang vor Stanford und ein knapper Überblick welche Themen ich ansprechen möchte.

Nach Abitur und Zivildienst habe ich der TU München Physik studiert. Durch Ausflüge in die Chemie und Biologie wurde mein Interesse für interdisziplinäres Forschen geweckt. Eine Fellowship an der Harvard Medical School in Boston im Anschluß an mein Studium in München gab mir die Gelegenheit, eine mögliche Karriere als Wissenschaftler näher unter die Lupe zu nehmen. So reizvoll die intellektuelle Herausforderung in der biomedizinischen Grundlagenforschung war, so sehr hatte ich das Gefühl mich zum Experten zu entwickeln ("Fachidiot" wäre eine etwas weniger schmeichelhafte Umschreibung). Da ich mich parallel auch immer für eine Karriere in der Wirtschaft interessiert hatte, fiel die Entscheidung leicht in die Unternehmensberatung zu wechseln.

Mein Einstieg bei der Boston Consulting Group (BCG) hat sich als Glücksgriff erwiesen: als Strategieberater gibt es genügend knifflige Probleme zu lösen! Nach einem intensiven Training für fachliche Quereinsteiger kam für mich der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser mit Übernahme von Verantwortung von Beginn an. Meine Ausbildung zum Generalisten erfolgte quasi "on-the-job" im gemeinsamen Erarbeiten von maßgeschneiderten Strategiekonzepten zusammen mit Klienten und erfahrenen Kollegen. Die Arbeit als Unternehmensberater ermöglichte mir einen umfassenden Einblick in verschiedene Industrien und unterschiedliche Funktionen innerhalb der jeweiligen Kundenunternehmen. Außerdem bot die herausfordernde Projektarbeit viele Gelegenheiten um an sozialen Kompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit zu feilen.

Warum also ein MBA? Eine berechtigte Frage. Schließlich wollen viele Young Professionals ihr MBA Studium nutzen, um gerade in die Beratung zu wechseln. Wieso also eine Auszeit nehmen und eine vielversprechende Karriere für knapp zwei Jahre unterbrechen? Dafür gibt es sowohl berufliche als auch persönliche Gründe. Aus beruflicher Hinsicht ist ein MBA Studium eine ideale Plattform um Führungskompetenz und Fachwissen zu konsolidieren und zu erweitern. Corporate Finance, Marketing und Organisation sind gute Beispiele dafür: natürlich eignet man sich während der Beratungstätigkeit solide Grundlagen in den genannten Bereichen an, aber manchmal bleibt das Gefühl bei all dem operativem Know-how konzeptionelle Grundlagen und Zusammenhänge zu vermissen. Ich finde Selbststudium und "Learning-by-doing" sind gute Methoden, um in vielen Bereichen schnell "einsatzfähig" zu sein, dennoch bleibt bei mir der Wunsch nach noch fundierteren Kenntnissen. Persönliche Gründe sind für mich in erster Linie intellektuelle Neugierde, das Bedürfnis den eigenen Horizont um neue Ideen und Eindrücke zu erweitern und nicht zuletzt das Gefühl nochmals Student an einer internationalen Uni zu sein: die Möglichkeit Freundschaften mit Kommilitonen aus der ganzen Welt zu schließen und offen auf Menschen unterschiedlichster Kulturen und Ansichten einzugehen.

What's next?

Warum Stanford GSB? Was macht das Programm so einzigartig? Die ersten Eindrücke: das Fall Quarter, bzw. "Warum hat mein Tag nicht 30 Stunden?" Student Life at the Stanford GSB. Die Jagd nach Summer Internships.

Für Anregungen welche Themen Euch am meisten interessieren bin ich natürlich dankbar. Erreichbar bin ich per Email unter andreas@augustin.com . Zwei "Spielregeln" allerdings vorweg: für Fragen genereller Art bietet sich das Studium der Homepage an (http://www.gsb.stanford.edu), Fragen, die die Zulassung oder Financial Aid betreffen, bitte direkt an mba@gsb.stanford.edu.

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