Abiheft-Rückblick Was ist aus Euch geworden...?

Im Sommer 2005 erschien die erste Ausgabe von Karriere Abi. Seitdem haben unzählige Schüler, Abiturienten, Studenten und Azubis uns von ihren Wünschen und Plänen berichtet. Ehemalige Porträtkandidaten erzählen, wie es ihnen seit ihrem Abitur ergangen ist und was sie heute machen.

Katja Stricker | , aktualisiert

Dominik Fronert, 24, hat in Heidelberg, Straßburg und Berlin Jura studiert und bereitet sich gerade aufs Staatsexamen vor.



Was kommt nach dem Abitur? Darüber sprach im Frühjahr 2006 Dominik Fronert aus Düsseldorf mit anderen Abiturienten und Studenten im Round-Table-Gespräch von Handelsblatt Karriere Abi. Damals plante der frisch gebackene Abiturient Rechtswissenschaften zu studieren, "gerne an der privaten Bucerius Law School in Hamburg oder einer stattlichen Uni in Baden-Württemberg oder Bayern".

Seitdem sind sieben Jahren vergangen – und Jura hat Dominik Fronert tatsächlich studiert, jetzt steht er kurz vor dem Staatsexamen. Bis zur Zwischenprüfung war der heute 24jährige an der Universität Heidelberg, "weil ich für den Start eine kleinere, überschaubare Stadt wollte – und ich es spannend fand, an einer der traditionsreichsten Hochschulen des Landes zu studieren", so Fronert.

Nach vier Semester hatte der angehende Jurist allerdings die Nase voll von der Kleinstadt – und zog nach Berlin, um an der Humboldt-Universität sein Studium mit den Schwerpunkten Völker- und Europarecht vorzusetzen. In diesem Arbeitsfeld möchte Fronert auch nach dem Examen arbeiten – etwa bei internationalen Institutionen wie der Europäischen Union, den Vereinten Nationen oder dem Auswärtigen Amt.

"Welche Türen sich da für mich künftig öffnen, hängt allerdings sehr stark von meiner Examensnote ab", so der 24-Jährige. Deshalb heißt es bis zu den schriftlichen Prüfungen im Herbst vor allem eins – Büffeln.

Joana Bieker, 28, hat in Trier Medienwissenschaften und Politik studiert und arbeitet seit fast zwei Jahren bei einer PR-Agentur in Berlin.


Fast sieben Jahre ist es her, dass Joana Bieker von ihrer Heimatstadt Düsseldorf nach Trier zog, um dort nach dem Abitur Medienwissenschaften und Politik zu studieren. Damals berichtete sie für Handelsblatt Karriere Abi über ihr "Erstes Semester". Mittlerweile lebt und arbeitet die 28-Jährige seit fast zwei Jahren in Berlin. Die Zeit in Trier möchte sie dennoch nicht missen: "Das Studium war insgesamt eine gute Wahl, wobei ich schnell gemerkt habe, dass mein ursprünglich zweites Fach Politik genau das ist, was mir richtig Spaß macht", erinnert sich Joana heute.

Deshalb hat sie sich nach dem Examen auch für einen Job bei einer Agentur für strategische Kommunikation in Berlin entschieden, wo sie ihr Kommunikationstalent genauso anbringen kann wie ihr Politikwissen.

Der Schritt von der 100.000 Einwohner-Stadt Trier in die Millionenmetropole Berlin ist ihr nicht schwer gefallen: "Trier war fürs Studium sicher sehr gut, weil alles sehr übersichtlich war – praktisch eine Verlängerung der Schulzeit. Da kannte jeder jeden", so Joanas Fazit. Ohne regelmäßige Praktika in den Semesterferien, unter anderem beim Auswärtigen Amt und beim ZDF in Berlin, sowie zwei Auslandssemestern in Frankreich "hätte ich aber sicher irgendwann einen echten Kleinstadt-Koller bekommen", fügt sie lachend hinzu. Jetzt genießt die junge PR-Assistentin erstmal das Kontrastprogramm Berlin.

Artikel teilen

Ihr Browser ist veraltet. Deshalb können Sie diese Webseite nicht korrekt darstellen!

Bitte laden sie einen dieser aktuellen, kostenlosen und exzellenten Browser herunter:

Für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit, Komfort und Spaß.

Lade Seite...