Personalentwicklung

Karriere mit der Discounter-Akademie

Bettina Malter / Zeit.de
Auf den Nachwuchs hat man es bei Lidl abgesehen. Der mehrfach in die Kritik geratene Discounter kooperiert ebenfalls mit Hochschulen. Der Konzern bietet den Hochschulen Lagerexkursionen, Experten für Podiumsdiskussionen und Fachvorträge sowie Projektarbeiten an, bei denen die Studenten von Mitarbeitern des Unternehmens betreut werden.Für seine eigenen Auszubildenden bietet der Discounter ein duales Studium zum Bachelor of Arts mit der Fachrichtung Handel an: Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt zum Teil im Unternehmen und zum Teil an einer Berufsakademie, an der die Auszubildenden BWL studieren. Mitarbeiter ohne Abitur bildet Lidl zum Handelsfachwirt aus. Hinterher sollen die Mitarbeiter in der Firmenhierarchie aufrücken.Lernen im Aldi-Süd-HörsaalMit Hochschulen arbeitet auch Aldi Süd zusammen. Mitarbeiter der Unternehmensleitung halten beispielsweise Vorträge an Universitäten. Und der Konzern macht Werbung: Der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Fachhochschule Würzburg sponserte Aldi Süd den Hörsaal. Der Discounter bezahlte die komplette Ausstattung, seither heißt der Saal Aldi-Süd-Hörsaal. Auch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt (WFI) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt kooperiert mit Aldi Süd. Und welche Wirkung hat die Zusammenarbeit auf die Studierenden?Michael Weber, der seinen richtigen Namen nicht online lesen will, hat über die Kooperation sein erstes Praktikum bei Aldi bekommen, später arbeitete er als Werkstudent für den Discounter. Heute ist der 29-Jährige regionaler Verkaufsleiter – die gängigste Position für Hochschulabsolventen, wie er selbst sagt.(Zuerst erschienen auf Zeit Online)
Dieser Artikel ist erschienen am 26.07.2010

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