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Lauter Talente
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Bewerberauswahlverfahren

Wer die Besten will, muss schnell sein

Kristin Schmidt, wiwo.de
Zuerst ein Onlinetest, dann ein Telefoninterview und schließlich das Vorstellungsgespräch – manche Bewerbungsverfahren sind langwierig. Für Mittelständler wird das zum Problem: Denn darunter leidet ihr Arbeitgeberimage. Die talentiertesten Kandidaten sind dann längst bei der Konzernkonkurrenz untergekommen.
Redakteure kennen es aus eigener Erfahrung. Bei der Bewerbung um ein Volontariat – also die Ausbildung zum Redakteur – müssen sie vielen Hürden nehmen. Zunächst das Anschreiben mit Lebenslauf und Arbeitsproben, dann eine Probereportage oder vielleicht auch ein selbst produziertes Video, anschließend ein Assessment-Center vor Ort, eventuell sogar eine zweite Auswahlrunde.

Vor allem bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten dauert der Auswahlprozess Monate.

Doch auch BWL-Absolventen, Ingenieure oder Informatiker kennen den Bewerbungsmarathon. Vor allem große Konzerne bekommen mehr als tausend Bewerbungen auf einige wenige Stellen.

Beliebte Trainee-Programme

Beim Chemieriesen BASF haben sich im vergangenen Jahr etwa 5000 Hochschulabsolventen auf 70 Traineestellen in den verschiedenen Unternehmensbereichen beworben. Beim Auswärtigen Amt gehen für den höheren Dienst jährlich zwischen 1800 und 2000 Bewerbungen ein.

Zu vergeben hat das Ministerium aber nur 45 Stellen. Beim Telekommunikationsanbieter Vodafone erhalten etwa sieben Prozent der Bewerber einen Platz im Traineeprogramm.

Filtern mittels Vorauswahl

Angesichts solcher Massen an Kandidaten lassen sich mittels einfacher Vorauswahl über die Bewerbungsunterlagen und einem Vorstellungsgespräch nicht genügend Bewerber herausfiltern, um die Stellen direkt zu besetzen.

Bei Vodafone zum Beispiel gibt es je nach Job bis zu vier Auswahlstufen. Eine erste Auswahl trifft das Unternehmen per Telefoninterview, anschließend folgt ein Online-Test.

"So kann sichergestellt werden, dass Bewerber auf ähnlichem Niveau zum Interview oder Assessment Center eingeladen werden", heißt es bei Vodafone. Diesem ersten Vor-Ort-Termin folgt eventuell ein zweites Gespräch.

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