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Unternehmenserfolg
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Erfolg

Was Unternehmen erfolgreich macht

von Kerstin Dämon, wiwo.de
Wenn der Chef gut ist, kommt der Erfolg von ganz allein: Während Unternehmen in Österreich und der Schweiz auf Fachkräfte-Jagd sind, konzentrieren sich die Deutschen auf die Führungsriegen. Denn da hapert es häufig.
Ein Unternehmen steht und fällt mit den Managern, die es leiten. Das sehen zumindest die deutschen Geschäftsführer, HR- und Fachbereichsleiter so, die für den HR-Report des Personaldienstleisters Hays Rede und Antwort gestanden haben.

Der F-Faktor

Demnach ist Führung der entscheidende Faktor, um das Unternehmen zu stabilisieren. Gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden und an das Unternehmen zu binden, damit sie nicht von der Konkurrenz abgeworben werden, folgt immerhin auf Platz zwei.

Dementsprechend haben sich die deutschen Entscheider vorgenommen, die Führungsetagen auszubauen und ihre Manager zu schulen. Besonders stark pochen darauf die Befragten aus der HR-Bereich, also aus dem Personalwesen.

Ländervergleich

In Österreich stehen dagegen die Mitarbeiterbindung und die Etablierung einer Work-Life-Balance für die Mitarbeiter weit oben auf der Prioritätenliste der Manager. Die Unternehmer aus der Schweiz legen dagegen sehr viel Wert auf die Talentförderung. Die spielt in Deutschland eher eine untergeordnete Rolle.

Was die Prioritäten angeht, gibt es jedoch nicht nur regionale Unterschiede: So ist für deutsche Betriebe mit weniger als 1 000 Beschäftigten die Mitarbeiterbindung deutlich wichtiger als ein smarter Chef. Egal, wer das Unternehmen steuert, Hauptsache, die Angestellten bleiben, scheint dort die Devise zu sein.

Branchenunterschiede

Unternehmen ab 1 000 Mitarbeitern gewichten dagegen die Themen Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen, Steuerung der demografischen Entwicklung und das systematische Talentmanagement stärker. Betrachtet man einzelne Branchen, ist es dem Dienstleistungssektor deutlich wichtiger, die Führung auszubauen als der produzierenden Industrie.
 

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