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Karriereseiten der Unternehmen
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Recruiting

Unternehmen müssen Karriereseiten optimieren

Kerstin Dämon, wiwo.de
69 Prozent der Deutschen wären bereit, den Job zu wechseln – wenn das Angebot stimmt. Doch auf den Karriereseiten, wo sich die Mehrheit über mögliche Jobs informieren möchte, herrscht oft Chaos.
Deutschlands Arbeitnehmer sind auf dem Sprung. Das zeigt die aktuelle Umfrage "Career Insights" der Personalberatungen Michael Page und Page Personnel. 69 Prozent der Befragten würden in den nächsten zwölf Monaten ihren Job wechseln – wenn das Angebot stimmt. Und die Erwartungen sind hoch: Ein angenehmes Betriebsklima, wirtschaftliche Stabilität und gute Entwicklungsmöglichkeiten wünschen sich die Befragten von ihrem Arbeitgeber.

Wichtig ist ihnen aber vor allem eines: Sie wollen gefunden werden. "Häufig sind sich Arbeitnehmer ihrer günstigen Position nicht nur bewusst, sondern fordern auch eine aktive Haltung von den Arbeitgebern ein: Sie wollen von ihren zukünftigen Chefs angesprochen werden", weiß Goran Baric, Chef von Michael Page. Ein deutliches Signal an Unternehmen, ihr Recruiting neu auszurichten, um auf dem Arbeitsmarkt nicht den Anschluss zu verlieren. Denn in vielen Unternehmen herrscht ein Mangel an Zeit, Personal und Budget, um potenzielle Mitarbeiter proaktiv anzusprechen.

Bei vielen reicht es offenbar nicht einmal dafür, die unternehmenseigene Karriereseite vernünftig aufzubereiten, wie die jährliche Studie Corporate Benchmark des Beratungsunternehmen für digitale Kommunikation, NetFed, zeigt. Für die Untersuchung hat das NetFed-Team 100 Karriereseiten ausgewählter großer Unternehmen unter die Lupe genommen und diese innerhalb der Bereiche "Inhalt & Struktur", "Service & Dialog" und "User Experience" bewertet. Insgesamt wurden die Seiten hinsichtlich 78 unterschiedlich gewichteter Kriterien auf den Prüfstand gestellt.
 

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